22. April 2026
ef 261: Editorial
Ich bin sehr gespannt auf Ihre Einschätzung, verehrte Leser. Mit diesen Worten schloss ich im letzten Heft das Editorial, das mit der Ausgabe 260 eine runderneuerte Zeitschrift eigentümlich frei vorstellte. Für die vielen Rückmeldungen seither, vor allem in persönlichen Gesprächen, danke ich sehr. Der weit überwiegende Zuspruch zum neuen Konzept hat uns alle sehr gefreut und bestärkt. Und ganz ehrlich: Er hat auch letzte Zweifel abklingen lassen. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu – auf die Verbundenheit unserer Leser konnte eigentümlich frei in bald drei Jahrzehnten immer bauen.
In den zahlreichen Unterhaltungen ist mir noch bewusster geworden, dass ein Magazin wie eigentümlich frei in schwierigen und oft wirren Zeiten mit all den Artikeln und Kolumnen immer auch Halt und Orientierung anbietet. Das bestätigt ef-Autor Bruno Bandulet in seinem Rückblick auf die legendäre Zeitschrift „Criticón“ des unvergessenen Caspar von Schrenck-Notzing (Seite 70). Manches reimt sich eben doch in all dem Wandel auch der Medienwelt.
Immer schon hatten „politische“ Zeitschriften die Aufgabe, Menschen zusammenzuführen und eine geistige Heimat zu erschaffen. In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und disruptiver Künstlicher Intelligenz heißt das vor allem wieder: Rückbesinnung auf das Analoge, das haptische Erlebnis und nicht zuletzt die echte persönliche Begegnung.
Im Gespräch mit dem ef-Autor und Herausgeber des Portals „Der Sandwirt“ Oliver Gorus kam ich auf der ef-Konferenz im Januar 2026 darin überein, dass es kein Zufall ist, wenn Verlage und Medien wie eigentümlich frei heute gerne Veranstaltungen organisieren. Davon weiß auch die Unternehmerin Susanne Dagen zu berichten, die ef-Autor Michael Klonovsky im Themenschwerpunkt dieser Ausgabe vorstellt. Die passionierte Buchhändlerin und Verlegerin lädt im November bereits zum zweiten Mal ein nach Halle an der Saale zur Messe „SeitenWechsel“, dem größten alternativen Treffen von Autoren, Verlegern und Lesern im deutschsprachigen Raum. eigentümlich frei wird in diesem Jahr mit dabei sein. Die hohe Nachfrage zeigt auch dort: Der direkte zwischenmenschliche Austausch ist in Zeiten sekundenschneller weltweiter digitaler Kommunikation, immer und überall etwa über X, zu etwas Besonderem, zu einem raren Gut geworden.
Insofern, verehrte Leser, freue ich mich schon jetzt auch riesig aufs Wiedersehen oder Kennenlernen im kommenden Januar anlässlich unserer großen Jubiläumskonferenz in Zinnowitz. Viele gute Freunde haben bereits zugesagt – es wird ein Fest, versprochen! Sichern Sie sich jetzt noch den Superfrühbucherrabatt! Und, ach ja, niemals vergessen: Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern aller Parteien! Mehr Freiheit.
Information
Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 24. April erscheinenden Mai/Juni-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 261.
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