23. Februar 2026
ef 260: Editorial
Die neunte große ef-Konferenz auf der Insel Usedom liegt hinter uns, siehe die entsprechenden (Bild-) Berichte in dieser Ausgabe. Drei Tage lang ging es in 17 Reden und zahlreichen persönlichen Gesprächen um die Reformation der Medienwelt, so unser Leitthema für das Zinnowitz-Treffen. Wer dieses Editorial in den letzten Monaten „zwischen den Zeilen“ gelesen hat, könnte bemerkt haben, dass mich manche Entwicklung – etwa im Bereich Künstliche Intelligenz – auch persönlich umtreibt, nicht zuletzt, was eine würdige Zukunft des Magazins eigentümlich frei betrifft.
Wie kann eine auf Papier gedruckte und per Post versandte libertäre Zeitschrift positioniert sein in Zeiten allgegenwärtiger Information und Unterhaltung im Internet, deren Produktions- und Vertriebskosten mit KI bald gegen null tendieren? Wieviel Sinn machen aktuelle politische Aufhänger in einem monatlich erscheinenden Magazin, das nach Redaktionsschluss, Lektorat, Druck und Vertrieb mindestens bereits zwei Wochen alt ist, wenn es beim Leser ankommt? Und bringt uns kleinkarierte Polit-Nörgelei auf Dauer wirklich voran?
Wir haben sehr viel nachgedacht und vieles infrage gestellt. Ein erstes Ergebnis unserer Überlegungen halten Sie in Ihren Händen: Das Magazin eigentümlich frei hat sich mit dieser 260. Ausgabe ein wenig neu erfunden und weitgehend von der Tagespolitik verabschiedet (die viele unserer Autoren im Internet auf Freiheitsfunken.info weiter brandaktuell kommentieren). Wir konzentrieren uns mit ef fortan auf exklusive, eigene, persönlichere, zeitlosere, positivere, beispielgebende Geschichten – gerne auch moderne Heldengeschichten – in einer gefälligeren Aufmachung. So, und vielleicht nur so, macht ein gedrucktes Magazin auf dem „Coffee Table“ im Jahr 2026 Sinn.
Um auf diesem Weg konsequent zu sein, erscheint eigentümlich frei auch nicht mehr wie bislang zehnmal im Jahr auf 60 dem Zeitenlauf hinterherhechelnden Seiten, sondern sechsmal im Jahr auf 100 Seiten, mit ruhiger Hand produziert, nachdenklicher und vorausschauend. Mit Menschen im Fokus, an deren Vorbild wir uns aufrichten können. Und mit wahren, guten und schönen Geschichten.
Umgezogen ins Segment der zweimonatlich erscheinenden Zeitschriften freuen wir uns auf neue Nachbarn, die hier schon länger zuhause sind, wie etwa die Magazine „Cato“, „Galore“, „Ketzerbriefe“, „Metanoia“ und „Sezession“. Auch das legendäre „Criticón“ von Caspar von Schrenck-Notzing – wenn es so etwas gibt, dann war diese Zeitschrift in vielerlei Hinsicht der eigentliche Vorläufer von eigentümlich frei – erschien die längste Zeit lang zweimonatlich. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Einschätzung, verehrte Leser, und wünsche Ihnen mit der runderneuerten Ausgabe 260 nun erst recht viel Lesefreude und Erkenntnisgewinn. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Und was bleibt? Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern aller Parteien! Mehr Freiheit.
Information
Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 27. Februar erscheinenden März/April-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 260.
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