23. Dezember 2017

Worte vor Weihnachten Weiter, immer weiter!

Brief an die Leser zum Jahreswechsel

von André F. Lichtschlag

Artikelbild
Bildquelle: eigentümlich frei Wir wünschen allen unseren Lesern: Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch!

Verehrte Leser,

wieder geht ein Jahr zu Ende, in dem eigentümlich frei an Abonnenten zugelegt hat, zum 20. Mal in Folge. Für den Vertrauensvorschuss – nichts anderes ist ja ein im voraus gezahltes Abonnement – möchte ich mich einmal mehr herzlich bei allen langjährigen und neuen Lesern bedanken, verbunden mit den besten Wünschen für ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest allerseits und viel Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr!

Für das wir uns wieder einmal viel vorgenommen haben. Gleich zu Beginn wollen wir mit Ihnen zusammen das 20-jährige Bestehen von eigentümlich frei in unserer „zweiten Heimat“ auf der fernen Insel Usedom feiern. Momentan sind genau noch drei Plätze frei – sollten Sie Interesse haben, finden Sie hier weitere Infos und eine Anmeldemöglichkeit: ef-magazin.de/konferenz/

Sie müssten sich gegebenenfalls beeilen. Auf der vierten großen ef-Konferenz wollen wir uns mit dem Medienwandel beschäftigen. Dazu gibt es ein Sonderpanel „50 Jahre 1968 – eine Bilanz“ und die feierliche Vergabe der Julius-Faucher-Medaille für Jungautoren.

Vielleicht haben Sie es gesehen: Einer der drei bisherigen Gewinner dieser Auszeichnung, unser Autor Florian Müller, hat kurz vor Weihnachten eine Pilotfolge der alternativen Presseschau produziert, die bis Mitte Januar einmal wöchentlich und danach dann werktäglich (fünfmal die Woche) erscheinen soll – demnächst zusätzlich per Audio oder Video. Hörbar dann auch im Rahmen eines geplanten Internet-Radiosenders, an dem wir für Sie arbeiten und der hoffentlich noch im ersten Quartal 2018 auf Sendung gehen soll.

Bereits gestartet ist gestern auch unsere Seite für englischsprachige Leser e&fequity and freedomequityandfreedom.com/

Dieses neue Angebot wird von unserem langjährigen Autor Robert Grözinger betreut, der seit vielen Jahren in England lebt, beide Nationalitäten besitzt und von klein auf mit zwei Muttersprachen aufwuchs. Wie das vor 20 Jahren als Vierteljahreszeitschrift gestartete Magazin eigentümlich frei möchten wir auch equity and freedom schrittweise mit Hilfe der Leser ausbauen. Wir starten mit zwölf aus unserem Fundus übersetzten Artikeln und werden zunächst pro Woche einen weiteren Beitrag veröffentlichen. Wir hoffen, vielleicht auch mit Ihrer Unterstützung unter „Donate“ auf e&f, auf ein kontinuierliches Wachsen dieses jüngsten Pflänzchens in der ef-Familie.

Wir glauben, dass einige ef-Autoren und viele unserer Themen durchaus auch international Beachtung finden könnten und sollten. Und nicht zuletzt möchten wir damit auch Leser in den USA, Großbritannien und anderswo aus erster Hand über Beschneidungen von Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland sowie über die Firmenpolitik deutscher Abteilungen von Internet-Riesen wie Amazon, Google, Twitter, Youtube oder Wikipedia informieren. 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir über die Weihnachtstage keine neuen Online-Artikel und bis zum 2. Januar weniger als gewöhnlich für Sie bereitstellen können. Aber sicher haben auch Sie zum Fest des Herrn und der Familie anderes zu tun, um vielleicht mit mehr Muße als sonst etwa mit den Kindern oder Enkeln zu spielen.

Apropos spielen. Mir fiel kürzlich ein Artikel unseres bereits erwähnten Jungautors Florian Müller auf, der bei den Kollegen der „Blauen Narzisse“ erschien. Müller huldigt darin der traditionellen deutschen Skat-Kultur gegenüber der Modeerscheinung des Pokerspiels. Ich hatte schnell einen anderen Gedanken. Denn bei allen betrüblichen Nachrichten über die zunehmende Polarisierung und Politisierung – der freie Markt und, ja, die ökonomische und kulturelle Globalisierung, da, wo sie walten dürfen, machen doch das Leben mit mehr Angeboten angenehmer und abwechslungsreicher, und das nicht nur beim Pizzabäcker, Japaner oder Türken um die Ecke. Wo man vor einigen Jahrzehnten in Deutschland in der Kneipe nur skatete, so schön das auch war, in den USA in der Bar pokerte, in England im Pub dartete oder in Frankreich unter freiem Himmel Boule spielte, da haben wir heute alle die freie Auswahl stets aufs neue. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Und trotz aller Genderpropaganda sind und bleiben es vorwiegend die Männer, die sich mit derartigem Zeitvertreib verdingen. Ist das nicht schön?

Wobei, bitte vertraulich, nichts den Kindern verraten: Ich habe zu Weihnachten heimlich eine Dartscheibe in ordnungsgemäßer Höhe und mit korrekter Abwurfentfernungsmarkierung im Keller installiert und der Familie die entsprechenden Wurfpfeile unter den Weihnachtsbaum gelegt. Mal schauen, ob es nicht doch auch den (angehenden) Damen Freude bereitet.

Bedroht sind aber auch solche Freizeitvergnügen wie alles andere Arbeits- und Privatleben vom Zugriff des immer mehr auch therapeutisch betreuenden Ungeheuers Staat durch sogenannte Gesundheits‑, Jugend‑, Nichtraucher- oder Verbraucher-„Schutz“-Gesetze überall auf der Welt. Selbst das Anbandeln zwischen Männern und Frauen wird ja in Schweden bereits gesetzlich reguliert, Orwell lässt längst in jeder Nachrichtensendung grüßen. Und eins ist klar: Solange wir uns staatliche Reglementierung und Ausbeutung sowie den zunehmenden Eingriff bis in intimste Privatsphären gefallen lassen, wird der Zwangsmonopolist in seiner natürlichen Interventionsspirale immer weiter voranschreiten bis hin zu einem neuen Totalitarismus mit Millionen Toten. Da hört der Spaß dann doch auf.

Deshalb: Vergessen Sie auch im neuen Jahr bitte nicht: Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern aller Parteien. Mehr Freiheit. Bleiben Sie uns gewogen.


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