13. September 2021

ef 216 Editorial

Ein Land marschiert im kollektivistischen Rausch in Richtung Abgrund

von André F. Lichtschlag

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Bildquelle: shutterstock.com In schlechter Verfassung: Das beste Deutschland, das wir je hatten?

Wir hatten an dieser Stelle hin und wieder empfohlen, das Kind beim Namen zu nennen: Sozialismus, Kulturmarxismus, Kommunismus – dahin geht die Reise, an diesem Ziel führen alle Gleise zusammen. Länger schon. Nun, nach den sich überschlagenden jüngsten Entwicklungen während der üblichen ef-Sommerpause hin zu einem neudeutschen Apartheid-Regime mit selektivem Rechteentzug und Ausschluss vom öffentlichen Leben für Ungeimpfte muss ich ergänzen: Ja, Faschismus ist es auch. Wobei sich die roten und braunen Brüder ja eh nie sonderlich unterschieden. Wie passend: Ging es Ihnen auch so, dass Sie beim flüchtigen Blick auf die schwarz-weiß-tiefroten Wahlplakate des möglichen Wahlsiegers spontan rätselten, ob DKP oder NPD … – bevor Sie der SPD auf die Schliche kamen? 

Wo sind wir da nur wieder reingeraten? Ein Sozialexperiment? Ein Albtraum? Eine Geschichtsstudie? Wie konnte das damals geschehen. Jetzt wissen wir es. Und es fällt schwer, die Gruppe auszumachen, die (wieder einmal) am meisten versagt. Die Politiker? Die funktionieren eher. Die Propagandamedien? Auch. Vielleicht sind es die deutschen Kirchen, die protestantischen zumal, die die Hatz und Hetze gegen Ungeimpfte, die jetzt eben oft keinen Zutritt mehr finden, nicht etwa aus christlicher Sicht scharf verurteilen, sondern sogar noch befeuern? Die schon beim Lockdown ihre Türen verschlossen, statt sie gerade jetzt für alle Beladenen offenzuhalten. Oder die Großunternehmen, die auch in diesem Kampf willig mittun? Die Lehrer? Polizisten? Justiz? Der Nachbar? Wie hat sich das einst angefühlt, wenn ein Land im kollektivistischen Rausch in Richtung Abgrund marschiert? Jetzt wissen wir es. 

Ein Trost: Dies ist nicht das Ende der Geschichte. Das ist es nie. Irgendwann werden sich Menschen verantworten müssen für all das Unrecht, das Leid, das nun wieder und immer mehr geschieht, der Corona-Showdown hat ja gerade erst begonnen. Klar, die schlimmsten Schurken werden anschließend, wenn der Spuk vorbei ist, „immer schon dagegen gewesen“ sein. Aber diesmal wird es das Internet geben, das nicht vergisst. Während die Deutschen eifrig mittun, röchelnd unter Masken, kontrollierend, denunzierend, auch ohne Aufforderung stolz bei jedem Einlass den Arierausweis, pardon: Impfpass, vorzeigen, während die Franzosen sich tapfer wehren gegen den Wahnsinn und jedes Wochenende zu Hunderttausenden auf den Straßen protestieren, leben unsere Nachbarn in den Niederlanden, in Dänemark oder Polen im alten Normal, als hätte es Corinna nie gegeben. Hoffen wir, dass sie durchhalten, wenn jetzt im Herbst überall die Atemwegserkrankungen wieder zunehmen und die politmediale Hysterie in Deutschland neue Höhepunkte erklimmt. Die Schuldigen sind ja bereits ausgemacht… 

Frust beiseite: Mit dem Druck wächst auch der Widerstand, spürbar, quer durch alle Schichten und Lager. ef-Leser kennen besser als andere die politischen und ökonomischen Ursachen und Folgen dieser Krise. Aber manche, das höre ich immer wieder, spüren auch eine metaphysische Dimension in diesem epischen Kampf zwischen Freiheit und Sozialismus, Gut und Böse (womöglich Gott und Teufel), jetzt, wo Menschen wieder selektiv entrechtet werden, ihrer Muttersprache beraubt und längst alle Werte systematisch ins Gegenteil verkehrt wurden, wo jede „Nachricht“ der Tagesschau bis in die Bildsprache hinein Diabolisches auszustrahlen scheint. Ein konkretes Beispiel nur: Es sind dieselben, die unter dem verlogenen Banner „Mein Körper gehört mir“ die Zerstückelung von Babys im Mutterleib bejubeln und die jetzt in der Langzeitwirkung unbekannte genverändernde Substanzen in alle, die da skeptisch sind, am liebsten zwangsinjizieren möchten. Sie sind Mainstream. Welcher Geist steckt da dahinter? Übertreibe ich? Wir werden sehen. Worauf ich aber hinauswill: Woran glauben wir? Dass das Böse siegt? Oder am Ende doch das Gute? 

Diese Zuversicht möchte ich Ihnen, verehrte Leser, mit auf den Weg geben. Lassen Sie sich nicht vom Weltenwahn unterkriegen, am Ende siegt das Gute! Lesen Sie doch lieber mal entspannt ein gutes Buch. Oder eine Zeitschrift wie diese, bei deren Lektüre ich Ihnen auch zur vorliegenden Ausgabe wie eh und je viel Erkenntnisgewinn und Lesefreude wünsche. Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern, egal, wer oder was sie leitet und wie dreist sie sich inzwischen gebärden! Hochmut kommt vor dem Fall. Mehr Freiheit.

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Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 17. September erscheinenden Oktober-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 216.


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