19. Oktober 2020

eigentümlich frei in den sozialen Medien Libertäres Leuchten auf allen Kanälen

Ein Abo? Viele „Abos“! Jetzt erst recht.

von André F. Lichtschlag

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Bildquelle: Rawpixel.com / Shutterstock.com eigentümlich frei: Auf allen Kanälen präsent!

Ein anscheinendes Paradoxon vorneweg: eigentümlich frei ist zentraler Bestandteil eines kleinen, unabhängigen Medienhauses. Und eigentümlich frei nutzt große, sogenannte soziale Medien als Drittanbieter. Was auf den ersten Blick verwundern mag, ist längst die Regel. Fast alle Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlage, Hörfunk- und Fernsehsender weltweit verbreiten auch auf Facebook, Twitter, Youtube und Co ihre Botschaften.

Zur Veranschaulichung ein paar Zahlen aus dem eigenen Haus: Das Magazin eigentümlich frei wird in einer Auflage von 8.000 bis 10.000 Exemplaren verbreitet, gut die Hälfte davon an Abonnenten, der Rest über Einzelverkauf, Probehefte, Veranstaltungen und so weiter. Die „Marke ef“ erreicht dank der modernen sozialen Medien auf kostengünstige Art weit mehr Menschen über diesen Kundenstamm hinaus, nämlich derzeit (Stand am 15. Oktober 2020):

  •           1.080 Abonnenten auf Instagram
  •           6.930 Follower auf Twitter
  •           7.270 Abonnenten auf Telegram
  •           11.010 Abonnenten auf Facebook
  •           64.200 Abonnenten auf Youtube

Die Tendenz ist überall steigend. Mit Ausnahme nur von Facebook, wo der „Shadowban“ – eine Art gezielte elektronische Fessel zur Verhinderung von zu viel Verbreitung der Meinung Andersdenkender, ein perfides Instrument, dessen Existenz bei Facebook lange bestritten, inzwischen aber noch mit Stolz eingeräumt wurde – unfreundlich grüßen lässt in Form einer seit Jahren ungewöhnlich konstanten Pattex-Abonnentenzahl. Auf anderen Kanälen aber steigen die ef-Abozahlen teilweise sehr steil an – so haben sich die Nutzerzahlen in den letzten Monaten insbesondere auf Youtube und Telegram vervielfacht. Womit auch indirekt die Zahl der Interessenten, Abonnenten und Unterstützer für eigentümlich frei steigt, neben der „Bekanntheit der Marke“. Insofern sind soziale Medien auch für Medien selbst sehr nützlich.

Doch viele soziale Medien sind parteiisch. Und löschen auch schon mal Beiträge des amtierenden US-Präsidenten, wenn sie sie nicht mögen. Konservative, liberale und libertäre Meinungen werden dann mit Unterstützung der bekannten linksradikalen Denunziations- und Diffamierungsvereine – oft bezahlt von uns Steuerzahlern selbst – als „voll Nazi“, „ganz der Aluhut“ oder sonstwie verrückt oder gemeingefährlich gebrandmarkt und gelöscht, denn extreme Linke sind von Hause aus seit 1789 totalitär und immer erst dann zufrieden, wenn abweichende Menschen und Meinungen mit allen Mitteln mund- oder mausetot gemacht wurden.

Dabei sind auch die großen sozialen Medien nicht alle im selben Maße politisch festgelegt und habituell zensurfreudig. Facebook ist sicher seit Jahren am schlimmsten, Youtube hat zuweilen seine Perioden und ist dann auch wieder eine Zeit lang erstaunlich offen, Twitter ermuntert oft sogar Konservative, Liberale und Libertäre zur eigenen Meinung, indem es die Denunzierten und nicht etwa die linken Denunzianten durch freudige Mitteilungen motiviert, dass mal wieder eine Meldung ins Leere lief. Keiner darf sich darüber so oft und so schön freuen wie der Erfolgs- und ef-Autor Markus Krall, wenn er auf Twitter dann wieder einmal die „MeldemuschimausInnen (m/w/p)“ grüßt und sich nach allen Regeln der Kunst über deren ins Leere laufenden Bemühungen lustig macht. Ja, der Kulturkrieg hat insofern auch seine erfrischenden Momente.

Dennoch: Zuweilen werden eben auch ganze Kanäle einfach gelöscht, wie etwa 2018 die Facebook-, Youtube- oder Twitter-Angebote des US-Amerikaners Alex Jones mit allein auf Youtube 2,4 Millionen Abonnenten, 2019 die Facebook- und andere Seiten des Briten Milo Yiannopoulos mit zusammen mehr als vier Millionen Followern oder zuletzt im Sommer 2020 die Youtube- und Twitter-Anlaufstellen des Kanadiers Stefan Molyneux mit allein knapp einer Million Zuschauern auf Youtube. Bemerkenswert, denn die Meinungen dieser drei Querköpfe werden unter anderem auch mit der Vokabel „libertär“ beschrieben. Und, ja, bemerkenswert auch deshalb, weil solche Löschorgien ausgerechnet aus dem und im angloamerikanischen Raum betrieben werden; hier in den Mutterländern der Meinungsfreiheit hat sich in den letzten Monaten wohl am meisten verändert.

In Deutschland jubeln die Mainstream-Journalisten schon lange, wenn ein alternativer Kanal zensiert oder sogar ganz gelöscht wird. Auch im einstigen Land der Dichter und Denker schritten und schnitten die Linkstotalitären mit ihrer berüchtigten Salamitaktik scheibchenweise voran. Zunächst traf es ein paar echte Nazi-Seiten, wer auch immer diese schrägen und kaum beachteten Nischen-Kanäle gegründet hatte. Dann traf es mit dem NPD-nahen „Volkslehrer“ einen schon etwas bekannteren Youtuber – und auch hier feuerte die ehemals bürgerliche deutsche Journaille diese Entwicklung noch an, statt auf das Prinzip der Meinungsfreiheit zu pochen, das nur mit Blick auf Andersdenkende wirklich Sinn macht. Die Betreiber der virtuellen „Cancel Culture“ fühlten sich motiviert und machten scheibchenweise weiter, hier fiel ihnen mal ein Video zum Opfer, dort ein Kanal – so traf es in diesem Sommer auch auf Youtube den Identitären Martin Sellner, der inzwischen fast seine gesamte digitale Existenz verlor, inklusive Bankkonten. Wer auch nur den Namen „des Unaussprechlichen“ auf Facebook erwähnt, wird dort verwarnt. Und das ist leider kein Witz und kein Zitat aus einer George-Orwell-Roman-Dystopie.

Manche Youtube-Kanäle wurden nach jahrelanger Aufbauarbeit bei Nacht und Nebel ohne jede Vorwarnung gelöscht – und klagten sich per Anwalt oder später vor Gericht erfolgreich zurück, wie etwa „NuoViso“ 2019 mit mehr als 200.000 Abonnenten. Und vor einigen Wochen traf es erstmals auch eigentümlich frei – eine Satiresendung der hauseigenen „Alternativen Nachrichten“ wurde von Youtube für unlustig, ja, mehr noch, für „Hassrede“ befunden und gelöscht. Satire ist laut Wikipedia eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typische Stilmittel der Satire sind die Übertreibung als Überhöhung oder die Untertreibung als bewusste Bagatellisierung bis ins Lächerliche oder Absurde. Üblicherweise ist Satire eine Kritik von unten, aus dem Bürgerempfinden, an oben, also an die Repräsentanz der Macht, der Politik und des Staates.

In Deutschland fällt Satire unter die vom Grundgesetz garantierte Meinungs- und Kunstfreiheit, solange sie nicht gegen geltendes Recht verstößt, beispielsweise Volksverhetzung. „Hassrede“ hingegen ist ein Gummibegriff ohne feststehende inhaltliche Definition. Es handelt sich dabei um eine Auslegungssache und damit um ein Willkürinstrument, mit dem nach Gutdünken alles zensiert werden kann, was es nicht durch den immer enger werdenden linksgrünen Meinungskorridor schafft.

Unsere Satiresendung der „Alternativen Nachrichten“ können wir auf Youtube nicht mehr betreiben, ohne zu riskieren, dass man den kompletten Kanal löscht. Gleichzeitig gehen die Diffamierungen von Böhmermännchen und anderen Staatsclowns gegen jeden, der auch nur einen Millimeter von der gewünschten Linie abweicht, als „Satire“ durch. Oder mit den Worten einer jener Schweizer Zeitungen oder österreichischen privaten TV-Sender, die längst den Status des „Westfernsehens“ im deutschsprachigen Raum innehaben: „Heute gilt: Was von rechts kommt, ist Faschismus, was von links kommt, bloß Satire. Leider gibt es in den Redaktionen immer mehr Influencer, die sich als publizistischer Arm eines totalitären Mobs verstehen und zweierlei Maß anwenden“, so etwa der Schriftsteller Claus Cueni am 15. Oktober in der Schweizer Boulevard-Zeitung „Blick“.

Und längst ist es nicht mehr nur „Hassrede“, die als schwammige und oft an den Haaren herbeigezogene Begründung für Löschungen etwa bei Kritik an der Massenmigration herhalten muss. Corona half auch hier, den Turbo in einer unschönen Entwicklung einzuschalten. So löschen Facebook und Youtube inzwischen auch betont sachlich vorgetragene medizinische Aussagen etwa zur Impfung oder Gefährlichkeit des Virus, wissenschaftliches Pro und Contra, um das Ärzte und Professoren auf der Suche nach Erkenntnis streiten, das aber von den Internetgiganten per Hausordnung für „richtig“ oder „falsch“, für zulässig und unzulässig zugelassen oder gelöscht wird. Ganz sicher werden solche Vorgänge zukünftige Historikergenerationen noch beschäftigen. Wie konnte es wieder einmal so weit kommen?     

Zurück zur Mikroebene und dem, was ef und ganz konkret die erwähnte Satiresendung betrifft: Einer solchen Willkür möchten wir uns einerseits nicht mehr aussetzen, andererseits wollen wir die vielen Fans der „Alternativen Nachrichten“ nicht vor den Kopf stoßen. Die notorisch Humorlosen sollen ihre Zensurspielchen nicht auch noch gewinnen. Daher – viele haben es sicher bemerkt – erschienen die „Alternativen Nachrichten“ nur noch auf zwei aufstrebenden Konkurrenz-Videoplattformen:

  •          lbry.tv mit bereits 1.500 ef-Abonnenten
  •          Bitchute mit 1.230 ef-Subscribers

Bitte folgen Sie uns und abonnieren Sie den Kanal von eigentümlich frei auch auf allen alternativen Videokanälen.

Und vor allem: Abonnieren Sie eigentümlich frei auf Telegram. Und bei anderen sozialen Medien, sofern noch nicht geschehen. Telegram ist weltweit der freie Messenger-Dienst aller Oppositionellen von den USA bis Hongkong, von Weißrussland bis Merkel-Deutschland. Von Telegram aus werden alle Nachrichten verlinkt, die hier oder dort mal nicht mehr erscheinen dürfen.

Was für ein Glücksfall, dass Telegram zwar hierzulande die engstirnigen Einheitsmeiner zunehmend stört, diese aber gleichzeitig im Auslandseinsatz auf den weitgehend unzensierten Dienst bauen müssen. Das Ergebnis ist dann schon etwas peinlich, wenn heute die „Tageschau“ berichtet, wie gefährlich das Treiben der deutschen Aluhüte, Nazis und sonstiger Böslinge auf Telegram sei, um morgen denselben Dienst im Einsatz bei einer Farbenrevolution im Osten lobpreisen zu müssen. Andererseits, so brachte es der Youtuber Gunnar Kaiser auf den Punkt, sind zweierlei Maß und Doppelmoral quasi die Vornamen des letzten Jahrzehnts.  

Doch auch den zensurfreudigen Social-Media-Internetgiganten selbst sollte die aufstrebende Konkurrenz und insbesondere der kometenhafte Aufstieg der unabhängigen Plattform Telegram innerhalb der letzten Monate einige Sorgen bereiten. Denn diese Konzerne leben von und verdienen letztlich an dem Versprechen von Meinungsvielfalt auf ihren Seiten.

Telegram ist technisch betrachtet die Alternative zum Messenger-Dienst Whatsapp, de facto aber reift die App immer mehr zu jenem zentralen Anlaufpunkt im Internet, der Facebook zumindest im Westen einst war. Wer also zum Beispiel Aktien des Facebook-Konzerns hält, zu dem auch Instagram und eben Whatsapp gehören, der darf hier aufhorchen und gewarnt sein, egal, wie totalitär auch immer er sonst so fühlt und denkt. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg spielt durch den Einsatz linksextremer Gesinnungswächter als mit Benzin hantierende hauseigene Feuerwehr längst um die eigene Zukunft. Die Wirtschaftsgeschichte hat schon ganz andere Weltkonzerne fallen gesehen.

Twitter agiert zwar vorsichtiger, dürfte aber durch die in den USA längst zu einer millionenfach genutzten Alternative Parler ebenso alarmiert sein. Auch eigentümlich frei ist bereits vertreten, besuchen Sie uns doch einmal und folgen Sie uns auch dort:

  •          Parler (unser jüngster Spross)

Wenn nach den Mainstreammedien auch die Internetgiganten der großen und gar nicht mehr so sehr neuen sozialen Medien den linken Totalitären aus Angst oder eigener Gesinnung Raum bieten und Liberale, Konservative und Libertäre löschen und vertreiben, dann bietet der Markt Alternativen. Heute schon. Und morgen eher noch mehr. Denn wo die Nachfrage wächst, da lohnen sich verstärkt die Angebote.

Aber das ist nur die ökonomische Entwicklung, die den US-Giganten Alphabet (mit Google und Youtube), Twitter und Facebook Sorgen bereiten muss. Die andere ist juristischer Natur und wird in den Gerichtssälen immer öfter zu ihren Ungunsten ausgefochten. Und auch das wird auf Dauer teuer.

In Deutschland klagte sich manches Zensuropfer erfolgreich zurück auf die Plattformen, zuletzt etwa wehrte sich der unabhängige Journalist Boris Reitschuster erfolgreich gegen die Löschung eines Videointerviews mit dem bekannten Corona-Kritiker Professor Sucharit Bhakdi auf Youtube. Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin gegen Youtube lässt aufhorchen, werde doch Reitschuster durch die Löschung an der Ausübung seiner journalistischen Arbeit und an der grundgesetzlich verbrieften Meinungsfreiheit gehindert. Offenbar ist in Deutschland heute bereits eine Frage juristisch geklärt, die Präsident Donald Trump den Internetgiganten nach jeder neuen Zensur immer lauter stellt: Sie werden sich am Ende auch in den USA entscheiden müssen, ob sie die besonderen Rechtsprivilegien weiter genießen möchten, als neutrale Dienstleister für Inhalte auf ihren Plattformen rechtlich – und damit finanziell haftend – nicht verantwortlich zu sein. Dann aber müssen sie sich auch neutral verhalten, so wie etwa die Deutsche Post auch Briefe der NPD versenden muss. Oder aber Facebook, Youtube und Twitter verhalten sich weiter wie ein privates Zeitungshaus mit Inhalten nach eigenem Gusto – gerne, aber dann eben auch „verantwortlich im Sinne des Presserechts“ für wirklich alles, was auf ihren Seiten geschieht. Und das kann dann insbesondere in den USA sehr teuer werden. Doppelt spannend!

eigentümlich frei wird derweil auf möglichst allen Kanälen libertäre Leuchtsignale senden. Sollten Löschungen erfolgen, sind wir auf Alternativplattformen bereits am Start. Und juristische Schritte sind in Ansätzen vorbreitet: Sollen linkstotalitäre Speerspitzen es doch nur wagen, ein mehr als 20 Jahre bestehendes libertäres Medienunternehmen in Deutschland an der Ausübung seiner Arbeit zu hindern. Auf diesen Prozess freuen wir uns – und bauen dabei im Falle des Falles nicht nur auf die Restsubstanz des deutschen Rechtsstaats, sondern durchaus auch auf die Hilfe unserer treuen Leser und deren Liebe zur Meinungsfreiheit.

Deshalb: Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit auch und erst recht in schwierigeren Zeiten! Auf allen Kanälen. Wir sind auf einem guten Weg.


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