27. April 2020

Pseudowissenschaft als Rechtfertigung der Corona-Zwangsmaßnahmen Der Krieg der Quacksalber

Die Geschichte der Medizin ist auch eine Geschichte der Lügen und Halbwahrheiten

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: shutterstock Genießen das Vertrauen großer Teile der Bevölkerung: Quacksalber

Am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin fand diesen Samstag eine Protestkundgebung statt. Laut Polizeibericht haben sich 300 Personen dort illegal versammelt und wurden von 300 Polizisten überwacht, verfolgt, weggetragen, gefesselt, angezeigt oder vertrieben.

Für die Durchsetzung der Verordnung des Reichspräsidenten Hindenburg zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 (Reichsgesetzblatt I, Seite 83) kamen vermutlich auch nicht mehr Polizeikräfte auf einen Demonstranten als heute zur Durchsetzung der Verordnungen auf Grundlage des grassierenden Infektionsschutzgesetzes. Reichskanzler Schleicher hatte bereits 1932, als Adolf Hitler noch in weiten Teilen der Bevölkerung als politischer Windbeutel betrachtet wurde, die Intention Hindenburgs für die drakonischen Ausnahmebestimmungen erläutert.

Die drakonischen Maßnahmen von damals und heute sind sicher nicht vergleichbar. Ein Unterschied besteht auch darin, dass die kommunistische Gefahr, die damals abgewendet werden sollte, mit den Umtrieben der damaligen Kommunisten konkret belegt war. Die Gefahr von „Leichenbergen“ (Christian Drosten) aufgrund des Coronavirus dagegen ist nicht existent. Sie ist die Fortschreibung undurchsichtiger mathematischer Modellrechnungen, die allesamt bereits falsifiziert wurden. Das heißt, die Verordnungen heute sind weitgehend grund- und substanzlos.

Unter einem meiner Artikel kommentierte ein Leser neulich, er habe bei dem Begriff „Gesundheitsfaschismus“ zu lesen aufgehört. Es bleibt ihm unbenommen. Man sollte nämlich nicht verkennen, dass heute wie damals große Teile der Bevölkerung hinter den Maßnahmen der Regierung stehen. Und wiederum hat eine die Atmosphäre vergiftende Presse die Politik angetrieben und die Bevölkerung in Angst und Panik versetzt.

Noch ist die Presse nicht gleichgeschaltet, und die einzelnen Journalisten sind nicht über einen Kamm zu scheren. Doch die öffentlich-rechtlichen Zwangsmedien erfüllen bereits teilweise den Straftatbestand der Volksverhetzung, wenn sie täglich düstere Prognosen von Virologen und anderen Interessierten veröffentlichen, die wissenschaftlich schon längst widerlegt sind. Das gilt auch für die verzerrten Statistiken des Robert-Koch-Instituts.

Anarchisten gingen bisher davon aus, dass jeder Herrschaftsapparat aufgrund der Dialektik von Manipulation und Politik entarten wird. Die Überlogik der meisten Verschwörungstheorien legt nahe, dass konkrete Drahtzieher diesbezüglich ihr schmutziges Handwerk zu vollenden versuchen. Die Mechanismen des militärisch-industriellen Komplexes scheinen dies zu beweisen. Eisenhower warnte bereits davor.

Unbeachtet dabei blieb, dass die Geschichte der Medizin, wie die Geschichte der Kriegshetze, auch eine Geschichte der Lügen, Halbwahrheiten und des Blödsinns ist. Der Nobelpreisträger Robert Koch ist der personifizierte Beweis dafür, wie Staat und Presse dem Größenwahn bestimmter Mediziner Vorschub leisten können (Tuberkulin-Skandal).

Der rot-braune Vorhang, hinter dem eine stets wachsende Zahl von Quacksalbern staatliche Forschungsgelder verschwenden, ist eine weltweite Erscheinung. Sozialfaschisten wie Macron in Frankreich stehen hiesigen Kriegstreibern in keiner Weise nach.

Macron hatte dann auch recht: Es ist Krieg. Ein Krieg der größenwahnsinnigen Quacksalber unter Zuhilfenahme des Staates gegen die persönliche Integrität der Menschen.


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