12. Januar 2026

Impfstoffkritik Das vermeidbare Impfdebakel

Besprechung des Buches „Die Impf-Mafia“ von Helmut Sterz

von Carlos A. Gebauer

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Bildquelle: e-Redaktion Impfstoffkritik: Risikoproblematik bei mRNA-Impfstoffen

Helmut Sterz ist nicht nur Veterinärmediziner mit Promotion in Virologie. Er ist zugleich wohl einer der erfahrensten pharmazeutischen Toxikologen weltweit. Er arbeitete jahrzehntelang international wissenschaftlich und in Führungspositionen für marktmächtige Unternehmen der Pharmaindustrie. Firmen wie Hoffmann-LaRoche, Boehringer oder Pfizer (wo er unter anderem als Chef-Toxikologe wirkte) waren seine Arbeitgeber. Helmut Sterz ist also sicher eine kompetente Quelle, um sich über Arzneimittel und ihre Neben- oder Wechselwirkungen zu informieren.

Aus der Position eines wirtschaftlich unabhängigen Ruheständlers beobachtete er die Geschehnisse rund um die „Corona-Pandemie“ und ihre Bekämpfung durch neu entwickelte „Impfstoffe“ seit dem Jahr 2020. Sein professionelles Entsetzen über die Herstellung der dann eilends milliardenfach injizierten mRNA-Substanzen hat er nun in einem Buch erläutert. Wer noch je erwägen sollte, den eigenen Körper einer prophylaktischen Therapie mit dieser Art von Medizin auszusetzen, ist ebenso gut wie dringend beraten, sich zunächst der Lektüre dieses Buches mit dem auf ersten Blick erstaunlich bitteren Titel „Die Impf-Mafia“ zu widmen. Helmut Sterz ist bewusst gewesen, wie grell dieser Titel des Werkes daherkommt. Dennoch hat er an ihm festgehalten. Denn seine Abschlussfrage an den Leser lautet: Ist der provokante Titel des Buches vielleicht doch nicht so weit hergeholt?

Aus der inzwischen unübersehbaren Vielzahl von Publikationen zum pandemischen Thema ragt die Arbeit von Helmut Sterz namentlich deshalb heraus, weil sie toxikologischen Laien sehr gut nachvollziehbar die unvorstellbare Leichtfertigkeit bei der Herstellung und Anwendung der vertriebenen Mittel vor Augen führt. Nach rund zwei Jahren Entstehungszeit legen der Fachmann, der Verlag und das Lektorat einen Erläuterungstext vor, der seinen Anspruch, für ein breites Publikum verständlich zu sein, in allen Qualitäten erfüllt.

Sterz führt den Leser in die Begrifflichkeiten des methodischen Vorgehens bei einer toxikologischen Untersuchung der Funktionsweise von Wirkstoffen in lebenden Organismen ein: Was macht ein Arzneimittel mit dem Organismus, dem es beigebracht wird (Pharmakodynamik)? Welche Steigerung von Dosierungen lässt die dienliche Hilfe für einen Organismus zu einem riskanten Angriff auf ihn werden? Wie wird ein Stoff aufgenommen (Absorption)? Wie verteilt er sich im Körper (Distribution)? Wie wird er dort abgebaut (Metabolismus) und wie wieder ausgeschieden (Exkretion)?

Wenn man menschliche Zellen durch das Einimpfen einer modifizierten Nukleinsäuresequenz zwingt, ein dort von der Natur nicht vorgesehenes Fremdprotein zu synthetisieren, dann handelt es sich der Sache nach nicht nur um ein gentechnologisches Produkt, sondern bei wiederholter Gabe um ein Gentherapeutikum. Dieses wiederum ist – wie Sterz erläutert – für den vorliegenden Kontext nur durch eine eigenwillige gesetzgeberische Umdefinition der Europäischen Union eines Tages aus den sonst regelhaften Sicherheitsanforderungen für Gentherapien ausgenommen worden. Das sonst übliche methodische Prüfprogramm vor dem Einsatz derartiger Stoffe wurde auf diese Weise nachdrücklich verkürzt und also qualitativ verschlechtert. Insbesondere für die Frage der Reproduktionstoxikologie ergeben sich daraus fatale Erkenntnislücken.

Die Reproduktionstoxikologie – also nicht weniger als die Wirkung eines Giftstoffes über die Generation des behandelten Individuums hinaus – wird von Helmut Sterz als „faszinierende Disziplin“ der Toxikologie beschrieben, die ein „sehr komplexes Untersuchungsprogramm“ erfordere. Wer wisse, wie man einen „Impfstoff“ herstellt, hat deswegen noch lange keine hinreichende Expertise darüber, wie er sein zuvor ungesehenes Produkt unter diesem komplexen Gesichtspunkt sicherheitshalber korrekt zu prüfen hätte. Auch im Team des Herstellers BioNTech für Comirnaty sei weder das Wissen noch gar die Zeit vorhanden gewesen, sich die hierbei nötigen Fragen vor einer Markteinführung zu stellen, geschweige denn richtige Antworten für einen sicheren Einsatz zu finden.

Zum Zeitpunkt der Konzeption, der Herstellung und der schlussendlichen Gabe der in Rede stehenden mRNA-Produkte aus den Häusern von BioNTech und Moderna waren international längst eine Vielzahl von Sicherheitsregularien in Kraft gesetzt, die bei der Arbeit auch in Mainz eigentlich hätten Beachtung finden müssen: Verbindliche Anleitungen, Richtlinien und Gesetze hätten helfen können, eine Arzneimittelkatastrophe zu verhindern. Grundlage für dieses weithin konsentierte Sicherheitsregime quer über den Globus war die bereits seit Jahrzehnten intensivierte Vereinheitlichung der einschlägigen Prüfmethoden. Ein im Jahr 1990 gegründetes „International Council for Harmonization“ (ICH) fasst seither Richtlinien zur Arzneimittelsicherheit zusammen, die teils schon zuvor auf europäischer Ebene als EMEA-Richtlinien (inzwischen: EMA-Richtlinien) bekannt waren. Diese „ICH-Richtlinien“ wären in Zusammenschau mit WHO-Richtlinien zur präklinischen Prüfung von Impfstoffen und – in Deutschland – der Beachtung des Arzneimittelgesetzes (AMG) durchaus in der Lage gewesen, das entstandene Fiasko zu verhindern. Sie wurden aber nicht angewendet. Helmut Sterz legt Punkt für Punkt dar, welche fatalen Abweichungen vom Sicherheitspfad es gab und warum sie – heute ebenso erkennbar wie ursprünglich vorhersehbar – in eine Katastrophe führten.

Das Ausmaß dieser Arzneimittelkatastrophe ist für den Kenner unübersehbar: „Seit der Marktzulassung von Anti-Covid-19-Vakzinen vor vier Jahren wurde eine so große Anzahl von Impfnebenwirkungen registriert, wie sie bei früheren Impfkampagnen niemals von der Pharmakovigilanz erfasst worden waren.“ Und: „Betrachtet man die angeblich große Schutzwirkung durch Comirnaty, so war schon vor vier Jahren aus den Resultaten des klinischen Versuchs von Pfizer zu berechnen, dass ca. 50.000 Impfungen benötigt werden, um einen (!) Menschen vor dem Tod durch SARS-CoV-2 zu bewahren.“

Die anfänglich wie eine euphorische Werbebotschaft gefeierte relative Effizienz der Impfung von 95 Prozent erwies sich bei genauer Betrachtung durch die französische Biostatistikerin Christine Cotton als eine faktisch nur magere absolute Effizienz von 0,84 Prozent. Schon im Jahr 2022 drückten publizierende Pharmakovigilanzforscher diesbezüglich ihr Unverständnis darüber aus, warum man das Risiko von 14 vakzinbedingten Todesfällen in Kauf nehme, um ein einziges Leben zu schützen. Eine dermaßen hauchdünne (per überindividuellem Saldo gar absehbar negativ effiziente) Aussicht auf einen Therapieerfolg mag bei präfinalen Krebspatienten genügen. Bei einer nur prophylaktischen Maßnahme wie einer Impfung gegen das Risiko einer Atemwegsinfektion sind solche Verhältnisse indes offenkundig nicht tolerierbar.

Legt man, wie Sterz vorrechnet, nur die Zahlen zugrunde, die der damals amtierende deutsche Bundesgesundheitsminister gegenüber dem deutschen Fernsehpublikum am 12. März 2023 für schwere Nebenwirkungen der Injektionen einräumte, so ergibt sich unter der weiteren Annahme einer mindestens zweimaligen Impfung von nur 75 Prozent der deutschen Bevölkerung eine pharmakovigilante Regelerwartung von alleine hierzulande 256.000 schwer impfgeschädigten Personen: „Das entspricht einer mittleren Großstadt wie etwa Wiesbaden.“ Bei der Suche nach den Verantwortlichen für dieses „Impfdebakel“ nimmt Sterz nicht nur die Hersteller, sondern insbesondere auch die Behörden und die impfenden Ärzte in den Blick: „BioNTech und Pfizer hätten die Vakzine niemals auf den Markt bringen können, wenn die zuständigen Gesundheitsbehörden einen soliden Nachweis für die Sicherheit des Produktes verlangt hätten. Der Nachweis wurde von der Industrie vorgetäuscht und von der zuständigen Behörde nicht infrage gestellt.“ Ärzte hätten also richtigerweise sagen müssen: „Man weiß nicht, ob und wie lange der Impfstoff wirklich schützt, und man hat keine Beweise dafür, dass er sicher ist.“

Bislang sei man üblicherweise davon ausgegangen, dass pro einer Million verimpfter Dosen eines Stoffes nie mehr als ein impfbedingter Todesfall eintreten dürfe. Das Tabu dieses Grenzwertes wurde beim mRNA-Kampf gegen das Coronavirus vollends ignoriert: „Es ist anzunehmen, dass der Grenzwert von 1 Todesfall pro 1 Million Dosen bereits in den ersten beiden Monaten nach der Notzulassung von Comirnaty deutlich überschritten wurde. Diese Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass bis Ende Februar 2021 nach Impfung mit Comirnaty 1223 Todesfälle registriert worden waren, ohne dass die Hersteller oder die Behörden reagiert hätten.“ Statt strukturiert Todeskausalitäten zu erforschen, schuf man einen verwirrenden Zeitkorridor, der die Erkenntnis der Realität weiter vernebelte: Wer binnen 14 Tagen nach einer Injektion starb, galt für die Statistik als ungeimpfter Coronatoter.

In die Reihe der Absonderlichkeiten des Gesamtvorganges fügt sich, dass die „Impfung“ mit Comirnaty der Sache nach nicht einmal eine Impfung im herkömmlichen definitorischen Sinne des Impfens ist. Vielmehr wird dem Organismus das „Vorläuferprodukt der Wirksubstanz“ (also eine „Prodrug“) zugeführt. Diese erzieht den Körper gleichsam genetisch dazu, sich selbst den Gegner – das sogenannte „Antigen“ – herzustellen, den sein übriges Immunsystem dann bekämpfen möge. Die Idee zu diesem revolutionären Konzept zur Bekämpfung eines Atemwegsinfektes sei Ugur Sahin an einem einzigen Tag binnen weniger Stunden gekommen. Alles, was dann in seinem Mainzer Betrieb folgte, waren demnach nur Umsetzungen dieses unternehmerischen Geistesblitzes. Aber Sterz merkt an: „Man muss sich wirklich fragen, warum Prof. Sahin ausgerechnet das Spike-Protein als Antigen auswählte. Dieses Protein war in seiner unveränderten Form für erhebliche Toxizität bei Infektionen mit anderen Coronaviren bekannt!“ Zellschädigungen durch die ubiquitäre Distribution der Antigenproduktion überall im Körper waren deshalb, so der Toxikologe Sterz, ohne weiteres voraussehbar.

Die (nach vielen Jahren notorischer Erfolglosigkeit bei der Suche nach Krebsmedikamenten mit BioNTech schwerstens verschuldeten) Eheleute Sahin entschieden sich Anfang 2020 im lukrativen Rennen um den ersten Corona-Impfstoff aber nicht nur zu diesem impfmedizinisch revolutionär unorthodoxen Vorgehen. Sie gestatteten ihrer hausinternen Toxikologin zudem, die methodisch kunstgerechte Dosisprüfung in der Erprobung abzukürzen und ohne sicherheitshalber histologische Zwischenbefunde einfach weiterzuarbeiten. Im Beschleunigungsmodus der euphorisch „teleskopierten“ (vulgo: abgekürzten) Sicherheitsprüfungen verzichtete man sodann auch auf längere Toxizitätsstudien. Man brach die standardmäßige Blindtestung mit placebobehandelten Probanden ab und „entblindete“ die Betroffenen durch – angeblich ethisch gebotene, jedenfalls aber beweisvernichtend injizierende – Nachbehandlung. Und schließlich umhüllte man die revolutionäre Prodrug mit ihrer kunstvoll ausgetauschten Basenarchitektur sogar noch mit einem galenischen Mantel aus winzigen Nano-Lipiden, die von ihrem Hersteller selbst allenfalls für experimentelle Zwecke zugelassen waren. Dies bewirkte nicht nur, dass der genetische Antigen-Bauplan die gegen Nano-Partikel wehrlose Blut-Hirn-Schranke überwinden konnte. Es distribuierte die Partikel, die bekanntermaßen entzündungsfördernd und zytotoxisch wirken, auch überall im Körper Geimpfter.

Das sonst übliche, etablierte und aus sich heraus verständliche Sicherheitsregime, neue Wirkstoffe zuerst in Reagenzgläsern, dann an Tieren, anschließend an freiwillig kooperierenden Testpersonen und erst zuletzt im Feld zu beobachten, wurde vollends ignoriert. Statt etabliertem, strukturiertem Vorgehen entschied man sich für einen hektischen Querfeldeinstart zum anschließenden Blindflug. Tatsächlich berühmte man sich im Hause der Hersteller, man sei gleichsam mit einem Flugzeug bereits geflogen, während man es noch gebaut habe.

Helmut Sterz hat bei allem Zweifel, ob die omnipräsenten Akkumulationen von Normabweichungen, Irregularitäten, Leichtfertigkeit und Ignoranz im Fortgang der Sache allesamt nur auf Unfähigkeit und Sorglosigkeit beruhten, oder ob nicht an manchen Stellen gar noch mehr Rechtsfeindlichkeit befürchtet werden müsse. Der Behörde zu verschweigen, dass man für die Massenproduktion nicht im präsentierten (sauberen) Prozess 1 herstellt, sondern im (relativ unsauberen) Prozess 2 – mit dort fatalen DNA-Verunreinigungspotentialen – erscheint erörterungsbedürftig. Dasselbe gilt für Ablesefehler in der Proteinsynthese, die Thrombosen ebenso provozieren wie Herzmuskelentzündungen. Unklar bleibt, warum unzureichende Personalstärken bei BioNTech nicht durch qualifiziertes Personal von Pfizer aufgestockt wurde. Argwohn weckt, dass für die Erprobung Nagetiere ohne hinreichende Rezeptoren für das Spike-Protein zum Einsatz kamen, subhumane Primaten hingegen übergangen wurden. Irritieren muss zudem, dass die kritischen Zeitfenster für eine reproduktionstoxikologische Sicherheitsprüfung bei der Organbildung von Rattenembryonen augenscheinlich gezielt umgangen wurden. Und unverständlich ist, dass der Gnadentod für leidende Versuchstiere methodisch ohne Folgen blieb. All das muss skeptisch machen, ob die Beteiligten mit bestem Willen handelten.

Wer das – von Helmut Sterz ersichtlich sorgsam in Betracht gezogene – Buch von Ugur Sahin und seiner Ehefrau Özlem Türeci über das „Projekt Lightspeed“ als Eigendokumentation diverser rechtlicher Verstöße gelesen hat, der sieht sich nach diesen weiteren toxikologischen Erläuterungen des unabhängigen Kenners nun mit einem weiteren Verdacht konfrontiert: Könnten die ursprünglichen Schwärzungen von Protokollen aus dem Robert Koch-Institut und das jetzt anschließende Behaupten des Paul-Ehrlich-Institutes, jahrelang überhaupt keine eigene Arbeit protokolliert zu haben, am Ende Indizien für ein auch dortiges Unrechtsbewusstsein bezüglich leichtfertig unterlassener Prüfungen sein?

Helmut Sterz fordert jedenfalls, Ärzten die Approbation zu entziehen, die Schwangeren nach wie vor unbedachtsam empfehlen, sich mit modRNA-Substanzen „impfen“ zu lassen. Der Contergan-Skandal wirft seine langen Schatten. Das Thema wird uns noch lange beschäftigen.


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