16. Dezember 2019

RezensionTapio Puolimatka: Transideologie

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Keine 70 Jahre liegen zwischen der Veröffentlichung des „Kommunistischen Manifests“ und der Oktoberrevolution, die immenses Elend über die Menschen brachte. Ebenfalls rund 70 Jahre liegen zwischen den ersten Anläufen der Transgenderideologie und der Gegenwart. Seit der 1995 abgehaltenen vierten Weltfrauenkonferenz steht das Projekt endgültig auf Schiene. Der „Erfolg“ dieser im Marxismus wurzelnden Ideologie manifestiert sich in der Verwirrung einer steigenden Zahl von Menschen, die nicht mehr wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind. Genau das liegt im Interesse der linken Ideologen, die als Promoter der Transideologie fungieren, die man als den Höhepunkt von Hybris und Dekadenz bezeichnen kann. Wer so verwirrt ist, dass er selbst an seiner Geschlechtlichkeit zweifelt, ist entsprechend leicht lenkbar – und somit der Liebling der herrschenden Klasse und ihrer intellektuellen Symbionten. Der Autor, Professor für Theoretische Pädagogik und Erziehungsphilosoph, nennt Opfer und Nutznießer des Genderwahns. Zu Ersteren zählen etwa jene Kinder und Jugendlichen, die durch die Wühlarbeit einschlägiger Kreise verunsichert sind; zu Letzteren – neben der Politnomenklatura – auch eine Reihe wohlhabender Männer, denen die Zertrümmerung aller Traditionen und Kulturen ein durchaus auch merkantiles Anliegen ist. Puolimatka schildert den Schaden, den frühzeitige Interventionen anrichten, die oft bereits im Kleinkindesalter vorgenommen werden und die in jedem Fall zur irreversiblen Sterilität der Betroffenen führen. Die Gruppe der chirurgisch „umgewandelten“ Menschen weist eine 19-fach höhere Selbstmordrate auf als die übrige Bevölkerung. Am Ende geht es, wie immer, um Geld und Macht. Nach ihrem erfolgreichen Marsch durch die Institutionen holen die an den Schalthebeln des Staates sitzenden Kulturmarxisten mittels der „Transideologie“ zum entscheidenden Schlag aus: Die aus Mann, Frau und Kindern gebildete Familie muss, wie im „Manifest“ gefordert, endlich und endgültig zerstört werden.


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