09. April 2019

Berichterstattung über die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 Verschwiegene Verbrechen

Am wichtigsten sind Cyberkriminalität und Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz

von Spoeken Kieker

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Bildquelle: shutterstock In den Medien nur teilweise wiedergegeben: Kriminalstatistik

Wer wissen will, wie es um die Kriminalität in unserem Lande steht, schaut als Erstes in die „Polizeiliche Kriminalstatistik“ (PKS). Sie bildet – bei allen Schwächen – doch ziemlich zuverlässig ab, was an Verbrechen unser tägliches Leben belastet, gar bedroht.

Hm… sagten wir gerade: „Verbrechen“? An was denken die Bürger da wohl? Cyberkriminalität? Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz? Ja, das dürften wohl die Top-Verbrechen sein, die zumindest deutschen Redakteuren und Relotianten schlaflose Nächte bereiten. Denn genau deshalb schreiben sie auch darüber, wenn sie dem Volk die jüngste PKS für 2018 näherbringen. Und deshalb haben sie leider, leider keinen Platz mehr für andere Verbrechen, die 2018 hunderttausendfach in Deutschland begangen wurden. Wie etwa: Gefährliche und schwere Körperverletzung, 136.727 Mal. Raub, 36.756 Mal. Mord und Totschlag, 2.471 Mal, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, 9.234 Mal. Allerdings dürften die meisten Deutschen diese Zahlen nicht aus ihren Medien erfahren haben – unter anderem deshalb, weil beispielsweise dpa sie in ihren Berichten schlicht und einfach verschweigt.

Und noch eine andere statistische Größe wird medial kaum reflektiert: Während der Ausländeranteil in Deutschland 12,5 Prozent beträgt, ist der Anteil ausländischer Tatverdächtiger in fast allen Verbrechensarten um ein Vielfaches höher. Bei Körperverletzung waren es 55.359 (von 144.161), bei Raub 10.618 (von 26.172), bei Mord und Totschlag 1.214 (von 2.823) und bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung 3.102 (von 8.047) – in allen diesen Deliktfeldern sind – proportional – drei- bis viermal so viele ausländische wie deutsche Täter unterwegs.

Gut, dass es keiner weiß – obwohl es doch jeder lesen kann.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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