21. März 2019

Freiwillige Selbstkontrolle für die Betreiber Sozialer Netzwerke Hetzredner treibt Hund in den Selbstmord

Die Wortschöpfung „freie Selbstbestimmung“ führte zu Heiterkeit

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: shutterstock In „freier Selbstbestimmung“: Deutsches Volk

Kowalskys Presseagentur meldet:

Nach gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist vorgesehen, bis spätestens Oktober 2021 (Bundestagswahlen) die Betreiber von Sozialen Netzwerken und anderen bisher nicht zwangsweise kontrollierten Medien einer freiwilligen Selbstkontrolle zu unterwerfen. Wer sich nicht freiwillig kontrolliere, werde mit Bußgeld nicht unter drei Jahren bestraft.

Mit der Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit, so ein Gewalttäter der CDU, habe dies nichts zu tun. Besonders kleine Netzwerkbetreiber ohne Internetanschluss, wie die jungen Burschen der Union, seien davon nicht betroffen.

Wer jedoch öffentlich Filme, Bilder, Sätze und ganze Wörter oder Buchstabenkombinationen öffentlich publiziere, müsse zukünftig vor einer Publikation nachweisen, dass er damit keine Urheberrechte verletze.

Die Duden-Redaktion teilte unterdessen auf Nachfrage mit, dass die Rechte des Wörterbuchs zur Rechtschreibung (25. Auflage) beim Bibliographischen Institut, Berlin, lägen.

Alle Parteien sind sich darin einig, dass es keine Pflicht für Upload-Filter geben dürfe. „Wer nichts publiziere“, so ein EU-Parlamentarier, „benötige auch keinen Filter“.

In Bayern stürmte nach noch nicht bestätigten Berichten ein Sondereinsatzkommando der politischen Polizei eine Kabarettveranstaltung. Der Kabarettist hatte vor sitzendem Publikum und 32 Frauen folgenden Satz vorgelesen: „Von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“

Die Deutschen hätten in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet, so der Hetzredner auf der Bühne. Besonders bei der Wortschöpfung „freier Selbstbestimmung“ hätten die Anwesenden derart gelacht, dass sich der Leiter des Sondereinsatzkommandos gezwungen sah, einzuschreiten.

Wer den siebenjährigen Cocker Spaniel der Rentnerin Emma B. aus K. erschossen hat, wird derzeit untersucht. Die Polizei in Bayern geht von einer Selbsttötung aus.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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