10. Februar 2019

Deutscher Europapolitiker fordert die Sicherung der irischen Grenze gegen Chlorhühnchen Vollpfosten der Woche: Elmar Brok

Wichtiger als der Schutz der deutschen Grenzen

von Spoeken Kieker

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Bildquelle: snig / Shutterstock.com Vollpfosten gegen Chlorhühnchen: Elmar Brok

Kurz vor seinem beruflichen Ende als Politikdarsteller hat er es geschafft: Meinen neuen Preis (undotiert) „Vollpfosten der Woche“ bekommt Elmar Brok (CDU), der dienstälteste deutsche Europapolitiker und Kumpel von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der nach eigenen Angaben keine Probleme mit Alkohol hat und dies auch für seinen Freund Brok gerne bestätigen wird. Brok ließ laut „Spiegel Online“ einen hammerharten Satz raus, als er angesichts des näher rückenden Brexit eine Sicherung der 500 Kilometer langen irisch-britischen Landgrenze verlangte: „Sonst haben wir bald amerikanische Chlorhühnchen in der EU.“

Donnerwetter, die haben Sorgen in der EU und Deutschland, wenn Chlorhühnchen das größte Problem der heutigen Zeit darstellen. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Brok verlangt von der Republik Irland die Aufstellung von Zollregimentern und bewaffneten Polizeieinheiten, die jeden Lkw an der Grenze anhalten, durchsuchen und prüfen, ob im Kühllaster hinter den Schweinehälften vielleicht ein paar Kartons mit amerikanischen Chlorhühnchen versteckt wurden – vielleicht hergestellt von einer US-Firma, die im Wahlkampf für Donald Trump gespendet hat? Wir sind sicher, dass auch Annalena Baerbock Angst vor Chlorhühnchen hat – und Claudia Roth wieder eine rechte Verschwörung wittert, weil Rechte wahrscheinlich lieber Chlorhühnchen essen würden, als die Kohlendioxid-neutral produzierte vegane Pampe, die viele GrünInnen zu löffeln pflegen.

Hinter den vielen Blödsinn-Geschichten über die Folgen des Brexit, mit denen die Politikdarsteller das deutsche Volk verdummen, schimmern in diesem Fall zwei Wahrheiten durch.

Erstens: Brok und sicher auch den anderen Berliner Blockparteien-Vertretern ist die Schließung der „500 Kilometer langen Hintertür in den Binnenmarkt“ (der Grünen-Europaabgeordnete Philippe Lamberts) zum Schutz vor amerikanischen Chlorhühnchen wichtiger als der Schutz der deutschen Grenzen, die angesichts dieser Blockparteien-Haltung von 1,5 Millionen arabischen und afrikanischen Einwanderern – in der großen Mehrzahl waffenfähige junge Männer – problemlos überwunden werden konnten. Wir sind sicher, dass von Chlorhühnchen geringere gesundheitliche Risiken ausgehen als von den Merkel-Gästen im Görlitzer Park in Berlin nach Einbruch der Dunkelheit.

Zweitens: Wir erfahren auf einmal, dass die Briten überhaupt keine Grenzkontrollen zu Irland wollen. Zollabfertigung funktioniert heute auch anders als durch schwer bewaffnete Einheiten. Die Anmeldung und Verzollung von Waren erfolgt auf digitalem Weg. Und das klappt in anderen Ländern auch, weil es schnelles Internet gibt, was im deutschen Hippie State längst nicht selbstverständlich ist. Auch die Iren sind sicher, das Zollproblem nach einem Brexit digital lösen zu können.

Hinter dem ganzen „Backstop“-Theater stecken allein großmachtsüchtige EU-Ideologen in Brüssel und Berlin, die an einem Ausgleich mit Großbritannien nicht interessiert sind und keinen Respekt vor demokratischen Entscheidungen wie der Volksabstimmung über den Brexit kennen. Sie verachten die europäischen Völker, wollen an Großbritannien ein Exempel statuieren und ein ganzes Land demütigen – so wie man einst die Franzosen mit der Krönung eines deutschen Kaisers in Versailles gedemütigt hat. Diese arrogante Haltung wird sich rächen, ganz sicher. Die Verräter und Zerstörer Europas sitzen nicht in London. Sie sitzen in Brüssel und Berlin.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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