24. Januar 2019

Donald Trump über Religion und Religionsfreiheit Klare Worte eines Präsidenten

Orientierung an Natur- und göttlichem Recht

von Felix Honekamp

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Bildquelle: Joseph Sohm / Shutterstock.com Setzt auf Natur- und göttliches Recht: Donald Trump

Es vergeht kaum ein Tag, an dem in deutschen Medien nicht über den amerikanischen Präsidenten berichtet wird. Selten – gibt es den Superlativ „seltenst“ eigentlich? – ist es etwas auch nur annähernd Positives. Und wenn es etwas ist, das ihm positiv ausgelegt werden könnte, ist man seitens der Mainstreammedien hierzulande schnell dabei, dem deutschen Michel zu erläutern, warum es doch nicht positiv ist oder der Präsident für einen Erfolg gar nicht verantwortlich zeichnet. Am liebsten stellt man den Präsidenten als tumben Toren dar – und man könnte meinen, dass Spiegel und Co nach den Jahren des meist überschätzten Präsidenten froh sind, endlich wieder einem abgrundtiefen Antiamerikanismus frönen zu können.

Göttliches Recht

Der deutschen Leser- und Zuschauerschaft entgehen dann natürlich manche Nachrichten, die man vielleicht auch einfach deshalb nicht thematisiert, weil man nicht sicher ist, wie es das Publikum aufnehmen wird. Womöglich kommt noch jemand auf den Gedanken, dass der Präsident mit seinen Worten recht haben könnte, dass man sich solche Worte auch von deutschen Politikern, idealerweise Kanzlerin oder Bundespräsident, wünschen würde. So etwas wie das hier: „Unsere Nation wurde auf der Voraussetzung gegründet, dass sich eine gerechte Regierung an das Naturrecht und göttliches Recht hält. Wie die Gründerväter erkannten, schützt die Verfassung die Religionsfreiheit, um die naturgegebenen Rechte des Menschen zu sichern.“

Religion nicht der Rede wert

Nun ist es nicht so, dass in Deutschland ernst zu nehmende Politiker eine Einschränkung der Religionsfreiheit fordern würden. Religion, Glauben, geschweige denn Gott, kommen in ihrem Wortschatz nur einfach nicht mehr vor. Religion wird, wenn überhaupt, als Problem betrachtet, insbesondere wenn es darum geht, die Basis unserer Gesellschaft, die Wurzeln unserer Zivilisation, mit dieser Religion in Verbindung zu bringen.

Das geht zwischenzeitlich so weit, dass selbst offizielle Vertreter dieser Religion entsprechende Bezeichnungen – wie „christliches Abendland“ – als ausgrenzend klassifizieren. Insofern kann man Politikern kaum noch übelnehmen, dass sie sich für diese Religion nicht in die Schlacht werfen. Religionsausübung, bei der es selbst Kardinäle mit dem Zeugnis nicht so genau nehmen und ein Kreuz im vorauseilenden Gehorsam ablegen, die ist einerseits gefahrlos, andererseits aber auch nicht mehr der Rede wert. Dass dann allerdings Naturrecht und gottgegebenes Recht mit Füßen getreten werden – siehe Abtreibung oder, ganz aktuell, Präimplantationsdiagnostik –‍, muss einen dann auch nicht mehr wundern.

Worte eines Staatsoberhauptes

Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für Präsident Trump. Wenn er eine Sportmannschaft zu Fast Food einlädt, nicht ohne den Hinweis zu vergessen, dass er das selbst bezahlt habe, weiß ich gar nicht, ob ich das reine Faktum komischer finde oder die Hyperventilation, die deutsche Medien dazu überfällt. Dabei sehe ich durchaus auch, dass Trump vermutlich keine weiße Weste hat, und bin nicht sicher, ob ich sein Pendant als deutschen Bundeskanzler oder Bundespräsidenten haben möchte.

Aber ein Staatsoberhaupt, dass mal wieder deutlich macht, dass dieses Land auf Gott vertrauen sollte, sein Wohlergehen Gott verdankt und sich darum an Natur- und göttlichem Recht zu orientieren hat, das hätte ich gerne.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem „Papsttreuen Blog“.


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