16. Oktober 2018

RezensionStefan Schubert: Die Destabilisierung Deutschlands

Der Verlust der inneren und äußeren Sicherheit

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Vergleichbar mit dem 2017 verstorbenen Autor Udo Ulfkotte, der eine Lücke beim Kopp-Verlag hinterlassen hat, bearbeitet der ehemalige Polizeibeamte Stefan Schubert die Themen Migration, Islamisierung und innere Sicherheit. Er schildert manchmal etwas holzschnittartig und schreibt eher spröde – der Stil eines Polizeiberichts kann dem ehemaligen Polizisten Schubert schließlich nicht fremd sein. Dafür recherchiert er gründlich und liefert Fakten und Zusammenhänge, die belegen, wie drastisch sich die Sicherheitslage in Deutschland in letzter Zeit verschlechtert hat. Und er deckt Beschönigungen und Manipulationen auf. Beispiel: das regelmäßig vom Bundeskriminalamt veröffentlichte und von der Presse gerne zitierte „Bundeslagebild – Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“. Dessen Aussagekraft ist mehr als mager, weil dabei über 600.000 Migranten, darunter die Personen mit Asylberechtigung und Flüchtlingsschutz, überhaupt nicht berücksichtigt werden. Anderes Beispiel: Für 2017 meldete der Bundesinnenminister 186.644 erstmalig registrierte Asylsuchende, unterschlug dabei jedoch unter anderem die zwecks Familiennachzug erteilten Visa – alles in allem kommt Schubert auf eine fast doppelt so hohe Zuwanderung wie die von der Regierung angegebene. Das Schlusskapitel liest sich spannend wie ein Krimi. Es behandelt den Fall Anis Amri, der am 19. Dezember 2016 mit einem Lkw in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz raste, dabei elf Menschen ermordete und mindestens 55 verletzte und verstümmelte. Schubert kann dank seiner guten Kontakte nachweisen, dass der Terroranschlag des längst enttarnten Amri nur möglich war, weil der US-Geheimdienst CIA ihn abschöpfte und schützte und seine Verhaftung durch deutsche Behörden verhinderte. Demnach ist die offizielle Version von einer Pannenserie der zuständigen Stellen nur vorgeschoben. Wie das von Stefan Schubert in seinem Buch alles aufgedeckt wird, das ist bester investigativer Journalismus. 


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