13. September 2018

Satire zum Hitlergruß „Entschuldigung Sie bitte, sind Sie Adolf Hitler?“

Legen Sie Einspruch gegen die Amputation ein

von Kurt Kowalsky

Artikelbild
Bildquelle: Everett Historical / Shutterstock.com Vergangenheit: Hitler wird gegrüßt

Kowalskys Presseagentur meldet:

Es vergeht keine Woche, in der die Berliner Polizei nicht einen Typen festnimmt, der verfassungswidrige Kennzeichen verwendet haben soll. Heute zeigte ein 41-Jähriger an einer Straßenkreuzung den Hitlergruß. Bei der anschließenden Festnahme wehrte sich der Grüßende, was die Festnahme nur verzögerte, aber nicht verhinderte.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, wurde der Straftäter ins Krankenhaus links der Isar verbracht, wo ihm der rechte Arm amputiert werden soll.

Der Berliner Staatsschutz ermittelt unterdessen in beliebige Richtungen. Insbesondere stellt sich die Frage, ob das deutsche Schulsystem derart miserabel ist, dass es sich noch nicht herumgesprochen hat, dass Adolf Hitler bereits am 30. April 1945 verstorben ist. Und wenn nicht, weil ihn die Amerikaner nach seinem Tod zur Durchsetzung des Rauchverbots in die USA verschleppten, wäre er heute 129 Jahre alt.

Die Bundesanstalt für Volksaufklärung appelliert in diesem Zusammenhang an alle Absolventen der bundesdeutschen Zwangsschule und an sonstige Schwachköpfe und Homöopathen, nicht jeden zu grüßen, der einen Rechtsscheitel trägt und mit der linken Hand zittert.

Auch die zwangsfinanzierten Rundfunkanstalten machen darauf aufmerksam, dass ihre Berichterstattungen über den seligen Adolf keine Liveübertragungen sind, sondern Aufzeichnung.

Die Redaktion empfiehlt allen Schwachköpfen: Wenn Sie glauben, Adolf Hitler auf der Straße zu sehen, sprechen Sie ihn an. „Entschuldigung Sie bitte, sind Sie Adolf Hitler?“

Verneint die angesprochene Person dies, ist es entweder eine Frau, eine andere Person oder ein Lügner. Ist es ein Lügner, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es eben dieser Adolf Hitler ist oder ein anderer Politiker. Treten Sie dann einen Schritt zurück, schlagen die Hacken zusammen, strecken die rechte Hand nach oben und rufen laut: „Nichts für ungut! War nur ne Frage.“

Werden Sie dann trotzdem festgenommen, wird man Sie nach der Amputation des rechten Arms wieder entlassen. Wenden Sie sich dann an einen guten Anwalt und legen Sie innerhalb von vier Wochen Einspruch ein.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Vergangenheits-bewältigung

Mehr von Kurt Kowalsky

Über Kurt Kowalsky

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige