24. November 2022

Klimagipfel in Sharm El-Scheich Annalena Baerbock kann auch mal recht haben

„Die Menschheit steuert auf einen Abgrund zu“

von Klaus Peter Krause

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Bildquelle: Flickr Weltklimakonferenz: Für die Grünen „enttäuschende“ und „frustrierende“ Ergebnisse

Annalena Baerbock kann auch mal recht haben. Als die jüngste Weltklimakonferenz (COP27) im entlegenen Wüstenort Scharm El-Scheich begann, hatte die Bundesaußenministerin dramatisch davor gewarnt, die Menschheit steuere „auf einen Abgrund“ zu. Ja, durchaus tut sie das; für sich genommen nämlich ist diese Warnung vollauf berechtigt – freilich in einem ganz anderen Sinn, als Baerbock sie verstanden wissen will. Berechtigt ist Baerbocks Äußerung dann, wenn diese absurde Klimaschutzpolitik global fortgesetzt wird und gar so ausartet wie das, was die politische Führung in Deutschland ihren Bürgern als „Energiewende“ aufzwingt. Die ruinösen Folgen für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Gesellschaft sind längst unübersehbar und mit den gewaltigen Preissteigerungen für Energie sowie der galoppierenden Inflation bei anderen Produkten unmittelbar zu spüren. Deutschland wird Schritt für Schritt in ein deindustrialisiertes Land verwandelt. Ebendas ist der Abgrund.

Ohne Strom aus Kohle und Kernkraft fehlt für die Versorgung eine Riesenmenge

Bekanntlich hat ein Jahr 8.760 Stunden. In jeder einzelnen dieser Stunden wird Strom gebraucht. Aber Windkraftanlagen an Land liefern im Jahr nur rund 2.500 Stunden Strom, Anlagen auf See etwas mehr, aber trotzdem nur rund 3.500 Stunden und Solaranlagen nur rund 950 Stunden. Für die weitaus zahlreicheren anderen Stunden (5.260, 6.260, 7.810) springen bislang weit überwiegend Kernkraft- und Kohlekraftwerke ein. Folglich wird bei der Stromversorgung eine Riesenmenge fehlen, sobald diese Kraftwerke nach dem Willen der grün-sozialistischen Klimaschutz-Diktatoren der Altparteien abgeschafft sind.

Was zu viele Menschen noch immer nicht begriffen haben

Der Bau von noch mehr Windkraft- und Solaranlagen vermag diese Lücke nicht zu füllen. Denn wenn sich mangels Wind 30.000 Windkraftanlagen nicht drehen, ist das bei 50.000 nicht viel anders. Und wenn der Sonnenschein fehlt, ist das bei Solaranlagen ebenso. Also bringen immer mehr solcher „Ökostrom“-Generatoren für eine jederzeit verlässliche Stromversorgung so gut wie nichts, sie sind untauglich und unnütz. Das wissen auch jene Klimaschutz-Diktatoren. Aber es ist ihr Ziel, die Stromversorgung abzuwürgen, sie wollen der Industrialisierung den Garaus machen. Andere machen bei dieser Politik aus persönlicher Gewinnsucht mit. Wieder andere sind auf mehr staatliche Regulierung und mehr Machtgewinn aus. Das haben noch immer zu viele Menschen nicht begriffen.

Es geht um ein ganz anderes Motiv

Dass die heutige industrialisierte Welt mit ihren Emissionen an Kohlendioxid (anthropogenes CO2) die Erde aufheizt, ist ohnehin nach wie vor unbewiesen, sondern wird mit dubiosen Modellrechnungen nur behauptet. Bewiesen dagegen ist das Gegenteil: CO2 hat zwar einen gewissen Erwärmungseffekt, doch ist der so minimal, dass er nicht ins Gewicht fällt und zu vernachlässigen ist; aufgeheizt wird das Erdklima durch das anthropogene CO2 nicht. Entscheidend für das Erdklima ist – wie sollte es auch anders sein – die Sonne. Warm- und Kaltzeiten haben sich in der Erdgeschichte schon immer abgewechselt, ganz ohne anthropogenes CO2. Die Erde von diesem vorgeblich schädlichen „Treibhausgas“ befreien zu wollen, ist an Irrealität schwerlich zu überbieten. Schon mit Allgemeinwissen und bei klarem Verstand ist es derart offensichtlich, dass es um ein ganz anderes Motiv gehen muss.

Die Klimaschutzpolitik ist nur Vorwand und Teil eines anderen Vorhabens

Diesen ganz anderen Zweck gibt es in der Tat. Die Klimaschutzpolitik ist nur Vorwand und Teil einer global ausgerichteten Gesamtstrategie. Zu ihr gehört gesteuerte Massenmigration aus islamischen und schwarzafrikanischen Ländern, Corona-Angstmache und mRNA-Impfstoffzwänge, Gender-Wahn, Woke-Bewegung, Aushöhlen der Institution Familie, mangelhaftes Durchgreifen gegen zunehmende Kriminalität, Zerstörung des stabilen Geldwesens und staatliche Regulierung von immer mehr Lebensbereichen. Es geht mächtigen Menschen und Institutionen darum, Staaten und deren Gesellschaften unter totalitäre Kontrolle zu bringen, Herrschaftsmacht auszuweiten, das bisherige Leben der Menschen umzukrempeln, aus Freiheit Unfreiheit entstehen zu lassen. Diese schon über Jahrzehnte hartnäckig, aber zunächst unmerklich und mit langem Atem verfolgte Strategie konzentriert sich zunächst vor allem auf das westliche Europa mit Deutschland in der Mitte, zielt aber langfristig darüber hinaus auf den ganzen Globus. Begrifflich zusammengefasst sind sie in Bezeichnungen wie Great Reset, Neue Wirtschaftsordnung (NWO) und Große Transformation.

Was die „Klimaschützer“ jetzt nach der COP27 bejammern, sollte ihren Opfern Grund zur Freude sein

So steuert die Menschheit tatsächlich auf einen Abgrund zu. Oder zutreffender: Sie wird gesteuert. Und die Klimaschutzpolitik mit der CO2-Verteufelung als ein Bestandteil des teuflischen Gesamtvorhabens wird dazu benutzt, daran mitzuwirken. So kommt es, dass Annalena Baerbock mit der Contra-CO2-Politik gerade das herbeiführt, was zu verhindern sie trachtet oder zu verhindern nur vorgibt. Daher muss die Menschheit froh sein, dass wenigstens die jüngste Weltklimakonferenz im Wesentlichen ein Schlag ins Wasser war. Alle jene, die jetzt frustriert über das dürftige Ergebnis wehklagen, sind entweder die enttäuschten Profiteure oder die irregeführten Unwissenden. Was die „Klimaschützer“ bejammern, sollte ihren Opfern Anlass zur Freude sein, sei sie auch nur eine vorläufige.

Ein guter Grund, den Kanzler und sein Personal zu entsorgen

Apropos, auch Bundeskanzler Scholz hat in Scharm El-Scheich eine Rede gehalten und das deutsche Bekenntnis zu den Klimazielen erneuert. Er versprach, mit ihm werde es eine Renaissance der fossilen Energien nicht geben. Also geht diese Renaissance, um jenen Abgrund zu vermeiden, nur mit einem anderen Kanzler und anderem Personal. Ein guter Grund, ihn und die anderen zu entsorgen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


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