20. November 2020

RezensionLasse Lasso: Das Einmaleins der toxischen Männlichkeit

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Dieses Buch hätte ich gerne schon als Teenager gelesen, und zwar alle paar Jahre wieder oder am besten einmal jährlich. Dann wäre ich heute bestimmt bereits verheiratet und Vater eines ganzen Clans kleiner Barbaren. „Das Einmaleins der toxischen Männlichkeit“ von Lasse Lasso ist ein Frontalangriff auf die Zersetzung traditioneller Geschlechterrollen und fordert nicht weniger als „die Wiedererrichtung des Patriarchats“. Dazu wird traditionelle Männlichkeit, die heute als „toxisch“ gilt, vom politisch korrekten Scheiterhaufen geholt und wiedererweckt. Wesentlich ist dabei die Entwicklung vom Bestätigungs-Junkie zum König – im tiefenpsychologischen Sinne, als Souverän der eigenen Psyche. Gemäß diesem Verständnis von entwickelter Männlichkeit entwirft der Autor ein Zielbild, das sich als „klassische Familie mit mehreren Kindern“ zusammenfassen lässt – im wohlverstandenen Sinne, mit männlichem König und weiblicher Königin als gemeinsamem Familienvorstand. Die Entwicklung des Mannes zum König seiner eigenen Psyche, seiner Gefühle und seiner Innenwelt dient also nicht der Unterdrückung seiner Frau, sondern soll die Krönung seiner Frau zur Königin ermöglichen – um in der Bildsprache des Autors zu bleiben. Nach dem fünften Kapitel beginnt der zweite Teil des Buchs und damit das eigentliche Einmaleins der toxischen Männlichkeit. Das sind 100 Mini-Kapitel mit konkreten Tipps, um ein glückliches Leben als Mann zu führen, den Umgang mit Frauen zu meistern und die Überlegungen des ersten Teils des Buches in die Tat umzusetzen. Fazit: Dieses Werk kann Leben verändern. Wer als Mann seine Partnersuche noch nicht final abgeschlossen hat, kann hier extrem dazulernen und sein Leben massiv verbessern. Und dazu das Leben seiner zukünftigen Frau. Und das der Kinder. Und auch alle, die bereits in festen Beziehungen sind, werden beim Lesen viele Aha-Momente und Lacher erleben. Meine vollste Empfehlung! 


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