04. März 2020

Äußerungen von Linken-Politikern über „Reiche“ Mit wem Merkel in einem Boot sitzt

Bernd Riexinger distanziert sich

von Spoeken Kieker

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Bildquelle: DIE LINKE Nordrhein-Westfalen, Niels Holger Schmidt (CC BY-SA 2.0) Will Reiche nicht erschießen: Bernd Riexinger

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die demokratisch erfolgte Wahl eines FDP-Ministerpräsidenten in Thüringen rückgängig machen lassen, weil ihr das Ergebnis nicht passte. Jetzt soll der Linken-Genosse Bodo Ramelow wieder zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Mit wem die Kanzlerin da in einem Boot sitzt, macht folgender Bericht der regierungsnahen Deutschen Presseagentur vom 3. März 2020 deutlich: „Ein Diskussionsbeitrag auf dem Strategietreffen der
Linken zum künftigen Kurs der Partei am vergangenen Wochenende in Kassel sorgt für politische Kontroversen. CSU-Generalsekretär Markus Blume forderte deswegen am Dienstag den Rücktritt von Linke-Chef Bernd Riexinger. Riexinger müsse sich erklären und die Konsequenzen ziehen. ‚Der Rücktritt vom Parteivorsitz ist unausweichlich‘, schrieb
Blume bei Twitter.“

Hintergrund ist ein Videoausschnitt von dem Treffen, der im Netz verbreitet wurde: Bei einer Diskussionsrunde äußert sich darin eine Teilnehmerin mit den Worten: „Energiewende ist auch nötig nach ’ner Revolution. Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen… naja, ist so, wir müssen mal von dieser Meta-Ebene runterkommen.“ Im Hintergrund ist ein Raunen zu hören, vereinzelt gibt es Beifall, aber auch Kopfschütteln. Parteichef Riexinger, der auf dem Podium sitzt, greift nach dem Redebeitrag zum Mikrophon und sagt scherzhaft: „Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“

Riexinger distanzierte sich am Dienstag bei Twitter davon und schrieb: „Der Kommentar der Genossin war unakzeptabel, wenn auch erkennbar ironisch. Meine Reaktion darauf hätte sehr viel unmissverständlicher sein müssen.“ Später fügte er hinzu: „Auch wenn der Kommentar einer Teilnehmerin auf der Strategiekonferenz nun völlig aus dem Kontext gerissen wird, er war und ist inakzeptabel. Ich bedauere, dass ich ihn nicht sofort unmissverständlich zurückgewiesen habe.“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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