17. Februar 2020

Suche nach einem Kanzlerkandidaten der CDU Götterdämmerung

Ein fraulicher Mann beiderlei Geschlechts?

von Kurt Kowalsky

Artikelbild
Bildquelle: meunierd / Shutterstock.com Schon ihre Inthronisation war ein gewaltiger Schritt: Angela Merkel

CDU: Der kommende Kanzlerkandidat soll dem Vernehmen nach ein fraulicher Mann beiderlei Geschlechts werden.

Für die Parteichristen, für die seinerzeit bereits die Inthronisation von Merkel einen gewaltigen Schritt darstellte (man vermutete, Merkel sei eine Frau), ein weiterer Schritt in die Bedeutungslosigkeit.

Gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Formationen sind grundsätzlich mit Machtformen verknüpft, die Herrschaftsverhältnisse etablieren und stabilisieren.

Unter poststrukturalistischer Perspektive ist die CDU der Beweis, wie etablierte Herrschaftsformen durch subversive und interventionistische Praktiken zerstört werden können.

So ist die Kritik der Stalinisten und ihrer Nachfolger an der Partei des christlich-physikalischen Unsinns schon lange keine grundsätzliche mehr. Nur geht den Grünen und ihrer sozialfaschistischen Variante aus der ehemaligen Ostzone die von Merkel eingeleitete Dekonstruktion von Kultur und Wertorientierung nicht weit genug.

Jetzt, wo die Wählerinnen und Geschlechtslosen nicht mehr so wählen, wie es ihnen der Staatsrundfunk vorschwatzt. Jetzt, wo deutlich wird, dass der Demokratismus ein Herrschaftssystem des Unfriedens ist, werden die zentrifugalen Kräfte in den ehemaligen Volksparteien übermächtig.

Da man sämtliche Werte, mögen diese auch noch so fragwürdig gewesen sein, ohne Feindeinwirkung selbst dekonstruierte, kann ein Parteiführer auch nicht mehr im vermeintlichen Willen der Partei handeln. Die Partei ist eine Ansammlung blödmeinender Besserwisser. Jeder glaubt, ein Rezept dafür zu haben, die Karre aus dem Graben zu bekommen. Gemeinsam ist diesen Konzepten allesamt, mit noch mehr und noch ausgefeilteren Lügen und Versprechen die Leute zu verarschen.

Doch jeder beliebige Altvordere, der ihnen einfällt, ist bereits mit dem Makel der Lüge und des leeren Versprechens behaftet.

Ich habe mich eben mit einem bulgarischen Transvestiten unterhalten, der bei mir vor dem Büro nachts auf den Strich geht. Eigentlich wollte ich ihn freundlich darauf hinweisen, bei mir nicht immer in den Hauseingang zu pissen. Ich rede noch mal mit ihm, ob er für eine Kanzlerkandidatur bei der CDU zur Verfügung stehen würde.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: CDU

Mehr von Kurt Kowalsky

Über Kurt Kowalsky

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige