06. Dezember 2019

Kowalskys Presseagentur meldet Endlich! Arbeitsdienst für Rentner

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Selbstauflösung der CDU

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: shutterstock Beitrag zur Selbstauflösung der CDU: Arbeitsdienst für Rentner

Die ehemalige Volkspartei CDU ruft nach den Landtagswahlen in Thüringen ihre Mitglieder zu mehr Sachlichkeit auf. Es wäre, so ein Parteisprecher, an der Zeit, die bundesweit ausgebrochenen Feierlichkeiten zu beenden und wieder zur sachlichen Parteiarbeit der Verachtung und Verarschung der Wähler zurückzukehren. Schließlich sei man trotz 11,8 Prozent Stimmverlusten immer noch nicht auf dem Niveau der Schwesterpartei SPD, der bekanntlich nur noch 3,2 Prozentpunkte fehlten, um endlich unter der Fünfprozenthürde verschwinden zu können.

Vorschläge, die ehemaligen Volksparteien einfach zu liquidieren und das ergaunerte Vermögen einer Wohltätigkeitsorganisation zu spenden, wurden von beiden Parteien entschieden zurückgewiesen. Man will sich durch gezielte Parteiarbeit selbst zugrunde richten und den Marsch in die Bedeutungslosigkeit nicht einem Liquidator überlassen.

Das entscheidende Problem für die CDU, sich völlig zu ruinieren, so ein Parteiforscher, sei die zunehmende Überalterung der Gesellschaft. Während es die SPD schaffte, durch gezielte Aktionen gegen die sozial Schwachen und die Arbeiter überwiegend junge und Wähler mittleren Alters abzuschrecken, würden die ehemaligen Wähler von Ludwig Erhard oft gar nicht mehr mitbekommen, dass sie überhaupt wählen waren.

Seit der Machtübernahme der ehemaligen FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda Merkel von Partei und Staat, geht nämlich unter Demenzkranken das Gerücht um, dass das Nichtwählen der CDU zur Streichung des Pflegegeldes führe. Sogar Altkanzler Kohl soll diesen „ausgemachten Blödsinn“ (Erich Mielke, 1999) geglaubt haben und deshalb bei gleichbleibendem Übergewicht in seiner Villa in Oggersheim verhungert sein.

Nachdem die CDU (damals „Zentrum“) schon unter Reichskanzler Brüning für Ordnung und Aufbau eintrat, ist ihr auch fast 100 Jahre später der Gedanke des Arbeitsdienstes nicht fremd. Jetzt, wo es wie am 5. Juli 1933 wieder gilt, sich selbst aufzulösen, wurde der Gedanke der allgemeinen Dienstpflicht dankend aufgenommen.

Die Schwierigkeit war, so ein Parteistratege in der stillgelegten Sauna des FDP-Verstorbenen Westerwelle, dass es bei den alten Stammwählern der CDU besonders gut ankommen würde, würde das junge Gesocks mal richtig arbeiten müssen.

Da hatte die derzeitige Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer die zündende Idee. Selbst noch nie gearbeitet, thematisierte sie jüngst, dass der Arbeitsdienst nicht nur den Jungen auferlegt werden sollte, sondern auch eine geeignete Maßnahme sei, um den Übergang der Alten in den Ruhestand zu verschönern.

Wir hoffen, so ein Berufsoptimist, dass jetzt auch der letzte Rest der CDU-Stammwähler abgeschreckt wird. Politische Beobachter geben dem Vorstoß von Kramp-Karrenbauer jedoch wenig Chancen. Vielmehr wird es so kommen, dass zur Abwehr des verbreiteten Nationalsozialismus sich die CDU mit der Linken zwangsvereinigen müsse, um eine Koalition mit dem Bund Freier Wähler, dem Technischen Hilfswerk und dem Kleintierzüchterverband in Püttlingen eingehen zu können.

„Wir haben uns, liebe Parteifreundinnen und Frauen“, so Friedrich Merz (Spitzname: „Bierdeckel-Fritzi“) „noch nie an ein Wahlversprechen gehalten. Doch dumm, wie wir sind, werden wir Seit an Seit mit dem übrigen sozialfaschistischen Geschmeiß das Versprechen mit dem Arbeitsdienst für Rentner wohl dieses Mal halten müssen.“

Ein Politologe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der ehemalige Reichskanzler Adolf Hitler, beziehungsweise sein Vater, seinerzeit adoptiert wurde. Wäre das nicht geschehen, hätte Hitler Adolf Schicklgruber geheißen.

In diesem Zusammenhang gibt es ernsthafte psychologische Untersuchungen, ob es möglich gewesen wäre, dass Millionen Deutsche einem Österreicher mit „Heil Schicklgruber“ zugejubelt hätten. Allgemein wird dies in Abrede gestellt.

Damit wollte der Politologe natürlich nicht gesagt haben, dass noch eine Million deutscher Rentner (oder mehr) im Arbeitsdienst „Hurra Kramp-Karrenbauer“ jubeln werden.

Lesen Sie morgen: „SPD-Kreisvorstand stellt sich zum Verhungern im Kreis auf.“


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