29. Oktober 2019

Gewusst wie Gehirnwäsche leicht gemacht!

Dann erkennt man das Wesen der Politik

von Kurt Kowalsky

Artikelbild
Bildquelle: shutterstock Do it yourself: Gehirnwäsche

Viele Menschen – auch Frauen – haben Angst davor, ihr Gehirn selbst zu waschen. Manche glauben sogar, dass dies ohne fremde Hilfe überhaupt nicht möglich ist.

Es tut ja auch höllisch weh, bekommt man einen Schlag auf den Kopf. Tatsächlich ist die Kopfschwarte nur etwa fünf Millimeter dick und lässt sich bei örtlicher Betäubung mühelos bis zur Schädeldecke mit einem handelsüblichen Tapeziermesser durchtrennen.

Ziehen Sie sich deshalb für einen kreisrunden Schnitt einen Hut oder Topf über den Schädel und durchtrennen sie den Skalp nach vorhergehender örtlicher Betäubung. Klappen Sie dann Haut, Unterhaut und Sehnenhaube etwa zwei Zentimeter nach oben, so dass das Aufschneiden des Schädelknochens den Skalp nicht verletzt und es nicht so stinkt.

Mit einem Sägeblattaufsatz für Bohrmaschinen können Sie anschließend den Schädelknochen auftrennen und das Gehirn freilegen.

Viele glauben, dass es genüge, nur das Oberteil des Gehirns einfach abzuduschen. Doch das reicht in der Regel nicht. Legen Sie deshalb Schädeldecke samt Kopfhaut im Waschbecken ab. Legen Sie einen Spiegel auf den Boden Ihrer Dusche, lassen Sie das Wasser laufen, beugen Sie sich leicht vor und entnehmen Sie vorsichtig mit beiden Händen das gesamte Hirn. Achten Sie darauf, dass Sie dabei die Nervenverbindungen zum Rückenmark nicht durchtrennen, denn dann wäre Schluss mit lustig.

Reinigen Sie sodann die Hirnmasse mittels eines hautfreundlichen Duschgels. Achten Sie besonders darauf, dass der Blödsinn (grün-braun-rötlicher Schmadder) auch aus den Gehirnwindungen ausgewaschen wird. Danach setzen Sie das Gehirn wieder in den Kopf zurück. Jetzt können Sie am Waschbecken die Schädeldecke wieder aufsetzen, die Kopfschwarte zurückklappen und die kreisrunde Wunde mit einer Mullbinde verbinden. In etwa sechs Wochen ist die Schädeldecke mit dem übrigen Schädel wieder zusammengewachsen.

Es versteht sich von selbst, dass die Schädeldecke so aufgesetzt werden muss, wie man sie abgenommen hat. Machen Sie das vor dem Spiegel verkehrt herum, so ist der Scheitel nicht nur auf der falschen Seite, sondern Sie haben auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Herrn Trump (allerdings nicht seinem Geld).

Mit einem derart gewaschenen Gehirn sollte es Ihnen alsbald dämmern, dass unabhängig vom Namen, der Herkunft, dem Vermögen, der Nationalität und den jeweiligen Aussagen im Wahlkampf kein Politiker weltweit jemals eine Politik des Friedens verfolgen wird. „Politik“ ist lediglich ein anderes Wort für Zwietracht, Gewalt und Volksverhetzung.

Der Kabarettist Rolf Miller hat übrigens einen anderen Vorschlag für die Gewinnung von Erkenntnis. Man lege sanft sein linkes Ohr auf eine heiße Herdplatte. So kann man die eigene Blödheit riechen.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Kulturelles

Mehr von Kurt Kowalsky

Über Kurt Kowalsky

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige