08. März 2019

ARD „dankt“ für den Rundfunk-Zwangsbeitrag Versklavt, verdummt und auch noch verhöhnt

Die Dimpfelmosers sind bei Hotzenplotz angestellt

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: bunnyfrosch (CC BY-SA 3.0)/Wikimedia Commons „Bedanken“ sich für den Rundfunkbeitrag: Maus und Elefant

Sonntags, um halb zwölf, strahlt die ARD regelmäßig „Die Sendung mit der Mäusin“ aus. Wer wissen will, wie die Streifen in die Zahnpasta kommen oder das Blei in den Bleistift und vieles andere mehr, ist bestens bedient. Seit etwa einem Jahr wird nun zum Schluss der Sendung „Wir danken für Deinen Beitrag“ eingespielt.

Dankbarkeit setzt bekanntlich eine Wohltat voraus, die der Empfänger nicht einfordern kann. Es genügt den Gewaltherrschern und ihren Profiteuren offenbar nicht, ihre Gebühren und Abgaben nach ihrem Gutdünken festzusetzen und ohne nennenswerten Widerstand eintreiben zu können, sondern sie wollen den zugegebenermaßen kümmerlichen Rest der noch nicht gleichgeschalteten Opfer auch noch verhöhnen, indem sie sprachgeschichtlich feststehende Begriffe und ethische Selbstverständlichkeiten nach Belieben umdeuten, umformen und in ihr Gegenteil verkehren.

Ja, liebe Kinderinnen und Jungs, Kasperle hat dem Wachtmeister Alois Dimpfelmoser nicht zugetraut, den Räuber Hotzenplotz zu fangen. Heute sind die Dimpfelmosers bei Hotzenplotz angestellt. Es gibt eine Hotzenplotzordnung.

Aber es geht hier nicht um den Gegenwert einer Kinokarte, den man Deiner Papain und dem Mama jeden Monat abpresst, sondern um die damit verbundene Verhöhnung.

„Erst werden die Menschen unters Joch gezwungen und dann als knechtisch verachtet, unterdrückt und dann von oben herab behandelt, verdummt und ihrer Dummheit wegen verhöhnt, versklavt und als Sklaven geschmäht“, so Johann Gottfried Seume bereits 1802.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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