05. März 2019

Schülerdemos für den „Klimaschutz“ Politischer Kindesmissbrauch

Sie wissen nichts von der „Großen Transformation“

von Klaus Peter Krause

Artikelbild
Bildquelle: Kate Greenaway (1846–1901)/Edmund Evans (1826-1905)/Wikimedia Commons Pfeift wieder: Rattenfänger von Hameln

Der Rattenfänger von Hameln lockte mit seinen Flötentönen die Kinder aus der Stadt und verschwand mit ihnen spurlos – ein Racheakt an der Stadt, die ihm den vereinbarten Lohn verweigerte. Die Rattenfänger der Klimaschutzpolitik locken Kinder ebenfalls. Sie locken sie mit ihrem Singsang von der Klimakatastrophe aus den Schulen zur Demo auf die Straße – ein Missbrauch an Unschuldslämmern, die begeistert glauben, was ihnen die heutigen Rattenfänger vorgaukeln. Die Kinder wollen Gutes tun und wissen nicht, dass sie für Humbug mit schlimmen Folgen instrumentalisiert werden. Dieses Greta-Lämmchen aus Schweden wurde und wird hochstilisiert zu einer Ikone, um andere Schulkinder auf einen Irrweg mitzureißen. Die lassen das gern mit sich geschehen, zumal wenn es mit Schuleschwänzen einhergeht. Doch auch ohne Schwänzen, außerhalb der Schulzeit, machen sie mit. Kinder sind leicht begeisterungsfähig. Eigentlich ist das ein Grund zur Freude. In diesem Fall packt einen das kalte Entsetzen.

Sie glauben, ein gutes Werk zu tun, wenn sie demonstrieren

Dass Klimaschutzpolitik, das Bekämpfen von anthropogenem Kohlendioxid und die Energiewende-Politik ein Irrweg sind, muss hier nicht noch einmal begründet werden; es wird hier und an zahlreichen anderen Stellen im Internet in vielfacher Weise dargestellt. Jeder kann darauf zugreifen. Doch die Kinder kennen das alles nicht. Und falls doch, sagt man ihnen, die Warner mit ihren Belegen seien Spinner. Daher glauben sie, sich mit ihren öffentlichen Demos für eine gute Sache einzusetzen, und sind, wenn sie im Demonstrieren nicht bloß eine nette Abwechslung sehen, wohl meist ehrlich engagiert. Sie tun das einseitig informiert und indoktriniert. Die Desinformation ist umfassend, sich der bedrückenden Einflussnahme zu entziehen nahezu unmöglich. Zu sehr von allen Seiten geschieht sie: durch Politiker, Parteien, Regierungen, Behörden, nicht unabhängige Wissenschaftler, fanatisierte Umweltschützer, ökologische Traumtänzer, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Lehrer, Medien, Gewinnler in der Wirtschaft, Verbände und folglich auch durch die ebenfalls beeinflussten Eltern.

Unkenntnis von der „Großen Transformation“ und ihre Folgen

Die demonstrierenden Schulkinder wissen auch nicht, dass diese Politik der „Dekarbonisierung“ (weg vom Kohlenstoff) zu der ins Werk gesetzten „Großen Transformation“ des westlichen Gesellschaftssystems gehört, betrieben von einem internationalen Netzwerk von Elitären und links-grünen Ideologen. Es ist eine Kulturrevolution, die alles Gewohnte umkrempeln, die Lebensweise im Wohlstand einschneidend ändern und eine neue Gesellschaft bewirken soll. Die damit verbundene Deindustrialisierung ist ein Weg zurück in die Armut und hinein in eine Ökodiktatur, die letztlich fort von der ohnehin schon derangierten Demokratie zu einer politisch anderen Herrschaftsform führt – vorbei am überwiegend immer noch ahnungslosen Volk. Es ist ein Weg ins Verderben.

Vermeintlich Gutes tun für das Falsche

Auch Kinder für eine solche anmaßende, menschenverachtende Politik als Werkzeug zu benutzen, ist abscheulich und geradezu verbrecherisch. Aber Kanzlerin Merkel unterstützt es, dass „Schülerinnen und Schüler“ für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Vermeintlich Gutes tun für das Falsche, für das Verderben – darauf fallen schon die Erwachsenen herein. Die Kinder erst recht. Sexueller Kindesmissbrauch ist zu Recht geächtet. Politischer Kindesmissbrauch ist es, die Schulkinder für die absurde Klimaschutzpolitik zur Demo auf die Straße zu verleiten. Und dann dieses schwedische Greta-Kind. Obwohl schon 16, wirkt das Mädchen kindlich wie eine zwölf- oder 13-Jährige. Man liest, sie leide unter dem Asperger-Syndrom. Das ist eine Form des Autismus. Umso schlimmer der Missbrauch mit ihr. Das arme Ding.

PS: Ein Kommentator fabuliert in einem Mainstream-Blatt von einem „Kulturkampf von rechts“. Weltweit und auch in Deutschland gebe es Leute, die die liberalen Errungenschaften der Achtundsechziger und ihrer Nachfolgebewegungen zurückdrehen wollten. Dieser Mann will uns die alte „Haltet-den-Dieb-Masche“ unterjubeln und die Verantwortungslast für den elenden Klimaschutz- und Transformations-Skandal abwälzen auf Andersdenkende. Wohl findet ein Kulturkampf statt, der aber kommt seit den Achtundsechzigern politisch von links, nicht von rechts. Die Andersdenkenden („die Rechten“) wachen nur allmählich auf, setzen sich zur Wehr und kämpfen für das, was sie vor den Ruinierern retten wollen, also für ihre „Kultur“ – wenn auch viel zu spät.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Jugend

Mehr von Klaus Peter Krause

Über Klaus Peter Krause

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige