18. Februar 2019

Dokumentation einer Mitteilung des Instituts für Austrian Asset Management Hans-Hermann Hoppe erhält die Roland-Baader-Auszeichnung 2019

Preisverleihung am 23. November in Wien

von Redaktion eigentümlich frei

Artikelbild
Bildquelle: Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0)/flickr Roland-Baader-Preisträger 2019: Hans-Hermann Hoppe

Das Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) gibt bekannt, dass der Ökonom Hans-Hermann Hoppe die Roland-Baader-Auszeichnung 2019 erhält. Die Verleihung erfolgt am 23.11.2019 im Rahmen einer feierlichen Tagung des Scholarium in Kooperation mit dem IfAAM-Institut in Wien – zum 70. Geburtstag von Hoppe und dem 70. Jahrestag des Erscheinens von „Human Action“, dem Hauptwerk von Ludwig von Mises, das erstmals in deutscher Fassung vorgestellt wird.

Prof. Hans-Hermann Hoppe ist einer der bedeutendsten aktuellen Vertreter der Österreichischen Schule der Ökonomik. Wie Roland Baader, mit dem er freundschaftlich verbunden war, ist Hoppe deutscher Herkunft und steht damit ebenso dafür, dass die Austrian School of Economics heute nicht mehr nur ein US-amerikanisches Phänomen ist, sondern wieder internationale Bedeutung gewinnt und in Europa neue Wurzeln schlägt. Wie Roland Baader steht auch Hoppe für die ungebrochene Kontinuität von Lehrer-Schüler-Beziehungen, die das Überleben dieser Tradition als Schule im besten Wortsinne gegen alle Widerstände und Widrigkeiten ermöglicht hat.

Roland Baader war der wichtigste Schüler von Friedrich August von Hayek, der wiederum der wichtigste europäische Schüler (nicht Student) von Ludwig von Mises war – des wohl bedeutendsten Vertreters der Österreichischen Schule nach ihrem Begründer Carl Menger. Hans-Hermann Hoppe hingegen war der wichtigste Schüler von Murray N. Rothbard, des wiederum wichtigsten amerikanischen Schülers von Ludwig von Mises. Hoppe wurde zu dessen Nachfolger am Lehrstuhl an der University of Nevada in Las Vegas und wirkte dort lange Zeit als einer der wenigen Vollprofessoren der Österreichischen Schule.

Wie Roland Baader nahm Hans-Hermann Hoppe nie ein Blatt vor den Mund und widersetzte sich allen Denkverboten. Als eines der ersten und prominentesten Opfer der wachsenden politischen Korrektheit an US-Universitäten stand er unter massivem Druck, blieb jedoch standhaft und errang mit der ACLU (wichtigste Bürgerrechtsgruppe der USA) einen bedeutenden Erfolg für die Freiheit der Lehre.

Wie Roland Baader und Murray Rothbard wirkte Hoppe interdisziplinär und leistete wichtige Beiträge zur politischen Theorie und Epistemologie. Er knüpfte an die Naturrechtstradition an, die sein Lehrer Rothbard für die Ökonomik wiederentdeckt hatte, und verband sie mit der Argumentationstheorie. Als ehemaliger Student von Jürgen Habermas befreite Hoppe dessen Ansätze von kollektivistischer Ideologie und setzte sie auf eine analytisch-deduktive Basis. Hoppes kritische Analyse der Demokratie knüpfte zwar an die abendländische philosophische Tradition an, erwies sich aber als Tabubruch.

Mit der Property and Freedom Society (Gesellschaft für Eigentum und Freiheit) schuf Hoppe in Bodrum den ersten internationalen Salon für tabuloses interdisziplinäres Denken und einen wichtigen jährlichen Zufluchtsort für die verbliebenen Freigeister in aller Welt.

Wie Roland Baader richtete sich Hans-Hermann Hoppe immer auch an ein breites Publikum, scheute weder klare Worte noch politische Fragen der Zeit, erreichte ein großes Publikum außerhalb des akademischen Bereichs und wirkte für viele als Einstieg in die reiche Tradition der Österreichischen Schule der Ökonomik.

Die Laudatio wird der Träger der Roland-Baader-Auszeichnung 2017 halten, der österreichische Ökonom und Philosoph Rahim Taghizadegan.

Steffen Krug

Gründer Institut für Austrian Asset Management


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Liberalismus

Mehr von Redaktion eigentümlich frei

Über Redaktion eigentümlich frei

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige