17. Oktober 2018

Demokratische Wahlen Erweisbietung an die Machthaber

Hoffnung auf den Jackpot

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: shutterstock Wieder beinahe der Jackpot: Stimmzettel (Abbildung ähnlich)

Kowalskys Wahlanalyse:

Das diffuse Recht für jede Einschränkung, Gängelung und Unterdrückung wird aus dem Ritual abgeleitet, aus dem jede ungerechtfertigte Handlung in der über 2.000-jährigen Geschichte des Demokratismus abgeleitet wurde: der politischen Wahl.

Hinter dem Ding der politischen Wahl ist jedoch nicht etwa das Unding der Alternativlosigkeit böse verankert, wie vielleicht noch Sokrates angenommen hatte, um zu hoffen, dass die entsprechende Verankerung wieder gelöst wird. Nein, die Wahl selbst ist eine einfache Erweisbietung an die Machthaber, die sich ihre ungerechtfertigten, entarteten und despotischen Diktate der Vergangenheit und der Zukunft rituell absegnen lassen. Die Wahl selbst ist also das Unding, da sie mit einer Wahlmöglichkeit in etwa so viel zu tun hat wie ein Regenwurm mit einem Elefantenrüssel.

Und nein, liebe Deppen und Frauen, das gilt natürlich nicht für die letzte Wahl. Da war das, wie bei der vorletzten und vorvorletzten, ganz anders. Das ist wie am letzten Samstag bei der Lottoziehung: Ich hätte beinahe den Jackpot geknackt, anstelle der 7 hatte ich die 6. Scheiße, scheiße, scheiße. Die 9 hatte ich auch und die 3, nur die anderen vier Zahlen stimmten bis auf die 36 (da hatte ich die 35) nicht. Aber wer konnte schon wissen, dass vier von sechs Zahlen im oberen Viertel liegen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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