11. Oktober 2021

ef 217 Editorial

Die Jugend gibt Hoffnung

von André F. Lichtschlag

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Bildquelle: shutterstock.com Pandemischer Zivilisationsbruch: Im Rechtssystem. Beim Zusammenleben. Gegenüber Kindern. (Titelthema ef 217)

Drei Tage vor der Bundestagswahl wusste das Videoportal Youtube bereits, dass die Wahl astrein über die Bühne gehen würde. Alle Produzenten von Inhalten wurden informiert, dass jede Behauptung von Unregelmäßigkeiten sofort gelöscht werde. Nun verbockten aber die verantwortlichen Chaoten im politischen Drecksloch Berlin die Wahl dermaßen, dass sogar die Öffentliche-Rechtlichen zaghaft über Unregelmäßigkeiten informierten. Nur auf Youtube darf niemand darüber berichten.

Ohnehin werden Manipulation und Zensur immer dreister. Kritische deutsche Kanäle wurden zuletzt reihenweise vom quasimonopolitischen Videoportal gelöscht – die Bundesregierung und deren Lakaien von ARD bis „FAZ“ schweigen oder feuern das diktatorische Gebaren noch offen an. Der Google-Konzern Alphabet, zu dem auch Youtube gehört, geht sogar noch weiter und löscht auch auf der Suchmaschine bereits Einträge oder erschwert das Auffinden von kritischen Beiträgen durch Manipulation der Algorithmen. Schlimmste dystopische Vorahnungen sind Wirklichkeit geworden, wenn etwa der Journalist Ken Jebsen mit seinen Internet-Angeboten zuerst auf Youtube gelöscht wurde und nun durch die Suchmaschine Google überhaupt nicht mehr zu finden ist. Auch dies ist, neben der Bespitzelung durch Geheimdiente, dem Terror durch eine staatlich alimentierte Sturmabteilung oder der Kündigung von Bankkonten, das „neue Normal“ für Oppositionelle in einem totalitär gewordenen Deutschland, das ganz sicher nicht das beste aller Zeiten ist. 

Ein Land, in dem ungeimpfte Menschen offen verhöhnt, gejagt, abkassiert und entrechtet werden – und die da hetzen, die werden auch hier immer hemmungsloser. Bis in den Alltag hinein. Der kleine Sadist von der Tankstelle, der seine Gelüste zuletzt an Schwulen oder Schwarzen nicht mehr ausleben durfte und für jede kleinste Diskriminierung bestraft wurde, der wird nun von Medien und Politik noch befeuert, es den neuen Entrechteten und Minderwertigen mal ordentlich zu zeigen. Ja, man hat Impfskeptiker („asoziale Verweigerer“) für vogelfrei erklärt. Endlich dürfen – nein: sollen – Minderheiten wieder nach Herzenslust schikaniert werden. 

Dabei hat, wer sich nicht impfen lassen möchte, im Zweifel eher mehr nachgedacht und sich informiert als jene Millionen von Geimpften, die sich durch die tägliche Propaganda völlig meschugge „den Piks holen“, nur um „wieder frei zu leben“. Die sich also schlicht von Politikern erpressen lassen und die genverändernde neue Substanz irgendwie als Bonbönchen abtun, die, wie inzwischen kleinlaut eingeräumt wird, weder sicher vor einer Corona-Erkrankung schützt noch die Ansteckung Dritter verhindert. Wenn irgendwann auch diese Jagdsaison endet: Wie wollen eigentlich Karl Lauterbach und seine vielen kleinen Brüder einem Ungeimpften je wieder in die Augen schauen können? 

Offen wird diskutiert, wann und wie den Untermenschen die medizinische Versorgung verweigert werden könnte. Die Einzigen, die währenddessen noch wirklich Angst vor dem „Killervirus“ haben, sind ausgerechnet die Geimpften. Freunde in Tennessee berichten, dass man dort Geimpfte bestens daran erkennt, dass sie Maske tragen. Nochmal deutlich: Das sind die, die sich „schützen“ ließen. 

Im letzten Monat sprach ich an dieser Stelle von einem „neudeutschen Apartheid-Regime“. Das muss ich zurücknehmen, es beleidigt das südafrikanische Original, wie ein Leser korrekt einwandte. Denn zwar durften auch dort die (schwarzen) Untermenschen zuweilen nicht mit den (weißen) Bessermenschen an einen Tisch. Aber niemand hatte unter dem Apartheid-Regime je etwas dagegen, wenn Schwarze sich unter ihresgleichen in Bars und Restaurants vergnügten. Und nun versuchen Sie mal, Ihre Gaststätte ausschließlich für Ungeimpfte („1G“ apart) zu öffnen …

Die Kraken Youtube und Google, um noch einmal darauf zurückzukommen, unterbinden derweil auch jede Aufklärung über Impfnebenwirkungen und, ja, die Impftoten, deren Zahl laut Schätzungen eines Meldesystems der staatlichen amerikanischen Lebensmittel- und Medikamentenaufsichtsbehörde FDA schon in die Zehntausende gehen könnte. Bei Corona wurden – so verlangten es die amtlichen Vorgaben – alle immer großzügig mitgezählt, die da „an oder mit“ dem Virus starben, sogar die Verkehrstoten und George Floyd. Haben Sie je von Zählungen derer gehört, die bereits an oder mit der Impfung starben? Und was Zensur und Propaganda betrifft: Stellen wir uns anstelle der akribischen Manipulationen einmal die ungehinderte, freie Weitergabe auch von kritischen Informationen etwa zur Impfung vor: Was wäre dann eigentlich los in unserer Welt? In diesem Land? Eine Vorstellung, die erahnen lässt, dass die politmedialen Eliten längst mit dem Rücken zur Wand stehen und warum sie so wild um sich schlagen. 

Ach ja, die Bundestagswahl? War da was? Drei Überraschungen gab es. 

Erstens: Vor und nach der Wahl wurden die Bundesbürger auf eine Zeitreise ins Jahr 2019 geschickt. Politik und Medien taten und tun einfach so, als hätte es die irrwitzigen „Maßnahmen“ und die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Folgen nie gegeben. Politisch debattiert wurde und wird im Wolkenkuckucksheim einer Parallelwelt über Nichtigkeiten und Pseudoprobleme statt über Entrechtung, Inflation, totalitäre Tendenzen und wirtschaftliche Verwerfungen. 

Zweitens: Rot-Grün-Rot hat eine Mehrheit knapp verfehlt, was dafür sorgte, dass Gelbe und Grüne nun wirklich als Königsmacher aufeinander angewiesen sind und gleichberechtigt in einem Boot sitzen. Das Selfie der Macht lässt grüßen. Da die SPD auch alternativ mit der Union als Hilfsmatrosen den Kapitän stellen kann, haben FDP und Grüne nach der Wahl ein natürliches Interesse, die schwächere Union mit in ihr Boot zu ziehen. Eigentlich. Beste Chancen also für einen Kanzler Laschet trotz alledem? Nicht ganz. Denn der kann nur an seiner eigenen Union scheitern – und allem Anschein nach bei Redaktionsschluss scheitert er auch an diesen, seinen Truppen, die ihm in den Rücken fallen und Jamaika torpedieren. Insbesondere Söders CSU würde schließlich in einer Regierung zwischen Gelben und Grünen in der Wahrnehmung untergehen und viel lieber unter Scholz eine Neuauflage der Groko starten. Also mussten sie Jamaika durch Hinterfotzigkeiten und Indiskretionen hintergehen – offenbar, auch das deutet sich bei Redaktionsschluss gerade an: erfolgreich. Der zweite Schritt von CSU und CDU-Altmerkelianern wäre dann, sich Laschets zu entledigen und anschließend der SPD freundliche Zeichen großer Bereitschaft zu senden, wenn deren Verhandlungen mit Grünen und Gelben doch zu anstrengend werden sollten ... 

Drittens: Apropos FDP. Sie ist jetzt die beliebteste Partei unter Erstwählern. Wer hätte das gedacht? Offenbar ist die Jugend trotz der staatsschulischen Indoktrination (oder gerade wegen dieser) doch nicht so rotgrün gleichgeschaltet, wie von manchen befürchtet. Offenbar sind viele der Jungen widerspenstig und auf der Suche nach Freiräumen in Zukunftsfragen, auch im Zusammenhang mit den von der FDP immerhin zaghaft kritisierten Corona-Maßnahmen. Das lässt hoffen! Weniger im Hinblick auf die FDP als politischem Arm, der doch am Ende noch immer versagt hat, wenn es darauf ankam, als vielmehr mit der Sicht auf die Wahl der „Liberalen“ als Durchlauferhitzer für junge Menschen auf der Suche nach mehr Freiheit. Hier können Libertäre perfekt anknüpfen. Die Chancen auf Neugier der politisch verratenen Jugend an Freiheitsorientierungen sind größer denn je. Packen wir es an! 

Insofern wünsche ich Ihnen, verehrte Leser, besonders optimistisch viel Lesefreude und Erkenntnisgewinn auch mit dieser Ausgabe. Kein Fußbreit den neosozialistischen Ausbeutern in alten und neuen Regierungen! Mehr Freiheit!

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Diesen Artikel finden Sie gedruckt zusammen mit vielen exklusiv nur dort publizierten Beiträgen in der am 15. Oktober erscheinenden November-Ausgabe eigentümlich frei Nr. 217.


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