22. September 2018

Comedy im ZDF über den Pflegenotstand Fake News aus dem reichsten Land der Welt

Armes Katar!

von Holger Finn

Artikelbild
Bildquelle: shutterstock Schlimmer Pflegenotstand: Katar

Riesengroße Probleme in Katar! Das reichste Land der Welt hat einen Pflegenotstand, berichtet das ZDF, zwar in einer Comedy-Sendung, aber seit der Folge der „Anstalt“ mit den Verflechtungen der Alpha-Journalisten zu allerlei streng geheimen Brötchenkörben links und rechts des Atlantiks weiß jeder Gebühren… Beitragszahler, dass gerade das Lachen im Zweiten hochseriös und ernsthaft betrieben wird.

Katar, armes Katar! 146.012 Dollar Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Jahr, mehr als 50 Prozent höher als beim Zweitplatzierten Luxemburg. Und es reicht nicht für einen kleinen Inder, der dem Scheich den Hintern abwischt.

Wie schrecklich muss es da erst in Luxemburg aussehen? Und wie fürchterlich muss es in Singapur aussehen? In Brunei, Kuwait und Norwegen, den Ländern also, die in der Weltprokopfbruttoinlandsprodukthitparade die Plätze hinter Katar belegen? Der gemeine Norweger erwirtschaftet nur 67.000 Dollar Bruttoinlandsprodukt im Jahr. Das sind immer noch 20.000 Dollar mehr, als ein Durchschnittsdeutscher mühevoll zusammenschuftet. Aber eine ausgewachsene Pflegekrise dürfte Norwegen gewiss sein. Wo es doch schon in Katar diese ausgewachsene Pflegekrise gibt.

Das müsste so. Wäre nicht die ZDF-Meldung vom „reichsten Land der Welt“ eine lupenreine Fake News. Das ZDF meinte nämlich nicht Katar, sondern Deutschland mit der Bezeichnung „reichstes Land der Welt“. Wie man das mal so macht, wenn einem egal ist, ob es stimmt. Hauptsache, der Superlativ klickt gut.

Tut er nicht: Beim Bruttoinlandsprodukt liegt Deutschland weltweit abgeschlagen auf Platz 18, kurz vor Taiwan. Und auch beim angesparten Vermögen reicht es für das reichste Land des ZDF nicht für einen Platz unter den Top Ten.

Bitte unterstützen Sie die Bundesregierung im Kampf gegen Fake News und teilen Sie diese Warnung!

ZDF: „Die Anstalt: Pflegenotstand“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Politplatschquatsch“.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Mediales

Mehr von Holger Finn

Über Holger Finn

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige