03. August 2018

Satire Osamas Leibwächter kehrt zurück

Fachkraft für Sicherheitsfragen wird dringend in Deutschland gebraucht

von Augustin Stenger

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Bildquelle: shutterstock Hervorragend qualifiziert: Ausländische Fachkraft

Sami al-Mujtaba ist in seinem Fachgebiet ein ausgewiesener Spezialist mit großer internationaler Erfahrung. Nachdem der gebürtige Tunesier im Jahr 1999 als lernbegieriger Student nach Deutschland gekommen war, hatte er schnell einsehen müssen, dass die bundesdeutschen Universitäten seinen fundamentalen Bildungsansprüchen nicht genügen konnten. Mit Erfolg bewarb sich der 21-Jährige deshalb in Afghanistan und konnte sich aufgrund seiner Qualitäten für einen der begehrten Ausbildungsplätze bei al-Qaida qualifizieren.

Obwohl al-Mujtaba in der Leibwache des weltweit anerkannten Sicherheitsfachmanns Osama bin Laden schnell Karriere machte, konnte er sich im Jahr 2007 für eine Rückkehr nach Deutschland erwärmen. Angesichts der hinterlistigen Drohnenangriffe der amerikanischen Kriegstreiber wusste sich der mittlerweile vierfache Vater nicht anders zu helfen, als seine Frauen und Kinder unter den Schutz des deutschen Sozialstaats zu stellen.

Es ist vollkommen unverständlich, weshalb eine ausgewiesene Fachkraft wie al-Mujtaba von unfähigen und offenbar rechtspopulistisch verhetzten Bürokraten am 12. Juli diesen Jahres nach Tunesien abgeschoben wurde. Zu Recht hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die Bochumer Ausländerbehörde aufgefordert, den tunesischen Sicherheitsexperten zurück nach Deutschland zu holen. Weil die Bochumer Behörde die gerichtlich gesetzte Frist verstreichen ließ, wird sie jetzt 10.000 Euro Strafe zahlen müssen.

Gerade angesichts der bedenklichen Sicherheitslage in Deutschland, die zunehmend von Reichsbürgern und Rechtsterroristen bedroht wird, kann die Bundesregierung auf international erfahrene Fachkräfte wie den ehemaligen Leibwächter von Osama bin Laden nicht verzichten. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat die zuständigen Stellen deshalb bereits angewiesen, Familie Mujtaba im Gästehaus der Bundesregierung auf Schloss Meseberg unterzubringen. Gemeinsam mit Charles Manson und Ratko Mladić soll al-Mujtaba eine internationale Expertengruppe führen, die Merkels Regierung in sicherheitspolitischen Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung stehen wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Morgengagazin“.


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Augustin Stenger

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