02. Juni 2018

Projekt „Langzeitwirkungen der Willkommenskultur“ Bundesbildungsministerium zahlt 844.527 Euro für Unsinn, Junk, Arbeitsbeschaffung

Vor den wilden „Ergebnissen“ graut einem schon jetzt

von Michael Klein

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Bildquelle: shutterstock Forschungsprojekt zur Willkommenskultur: Sinnlos verprasstes Geld

Wenn Sie hören, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung 844.527 Euro für ein Projekt ausgibt, das die „Langzeitwirkungen der Willkommenskultur“ untersuchen soll, was fällt Ihnen dann dazu ein? Offensichtlich hat man keine Ahnung davon, welche „Langzeitwirkungen“ die „Willkommenskultur“ nach sich ziehen wird, sonst müsste man sie nicht untersuchen. Offensichtlich hat man keine Ahnung davon, welche finanziellen, gesellschaftlichen und ethischen Folgen die „Willkommenskultur“ nach sich zieht, sonst müsste man sie nicht untersuchen. Offensichtlich hat man Millionen von Flüchtlingen mit „Willkommenskultur“ nach Deutschland geholt, ohne eine Idee davon zu haben, welche „Langzeitfolgen“ diese „Willkommenskultur“ nach sich zieht.

Alles schlimm genug. Aber anscheinend will das Bundesbildungsministerium zumindest einen Teil des Schadens, der nicht bekannt ist, vielleicht auch einen Teil des Nutzens, der ebenso wenig bekannt ist, wissenschaftlich auffinden lassen. Und gibt dafür rund 850.000 Euro aus. Um die finanziellen Folgen der Willkommenskultur zu untersuchen, so denkt man. Um die gesellschaftlichen Folgen der Willkommenskultur zu untersuchen, so denkt man. Um die ethischen Folgen, also die Fragen nach einer gerechten Verteilung von Steuerlast und Transfer-Wohltat, zu untersuchen, so denkt man.

Irrtum! Untersucht werden soll das: „Inhaltlicher Schwerpunkt des Projektes sind Bewegungs- und Organisierungsdynamiken in Flüchtlingshilfeorganisationen. Auch die Rollen von Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern als Schutzorte werden untersucht. ‚Wir gehen davon aus, dass die Situation regional sehr unterschiedlich ist‘, sagt Projektmitarbeiterin Dr. Katherine Braun vom IMIS. ‚Daher werden wir in sechs Städten, in Dresden, Hamburg, Kassel, München, Osnabrück und Tübingen, Interviews führen und uns mit den lokalen Besonderheiten vertraut machen.‘“

Das Bundesbildungsministerium gibt einmal mehr rund 850.000 Euro aus, um Genderisten durchzufüttern und es ihnen zu ermöglichen, eine Nabelschau unter ihresgleichen durchzuführen und sich zum gemütlichen Kaffeeklatsch mit Mitarbeitern in Flüchtlingshilfeorganisationen und Frauenhäusern zu treffen. Wir denken schon mit Grauen an die wilden Interpretationen der angeblichen Experteninterviews, die im Endbericht des „Verbundprojekts“ zu finden sein werden. Interviews in sechs Städten sollen geführt werden. Qualitative Interviews mit Sicherheit, Interviews, auf deren Grundlage man keine begründeten Aussagen treffen kann, die über die Interviews hinausweisen, Interviews, in die man alles hineinlesen kann, was einem so einfällt, Interviews, deren Führung und Auswertung vermutlich einmal mehr unter kompletter Auslassung aller methodischen Vorarbeiten und Grundlagen erfolgen wird, die selbst in der qualitativen Sozialforschung vorhanden sind. 

Aus dem Projekt können zwar keinerlei Ergebnisse dazu resultieren, wie die Zuwanderung von mehr als einer Million Menschen die gesellschaftlichen Dynamiken in Deutschland verändert hat, aber wir werden mit Sicherheit Dinge lesen wie: „Fatima T. hat sich gefreut, im Frauenhaus von H. aufgenommen worden zu sein“, oder: „Die Leiterin der Flüchtlingshilfe in Kassel wünscht sich, dass die staatliche Finanzierung einfacher zu erhalten ist.“ 850.000 Euro sinnlos verprasst.

Genderismus hat Rent Seeking und Sponging auf ganz neue Höhen geführt und mit der Junk- oder Sinnlos-Forschung einen ganz neuen Bereich geschaffen, in den Ministerien Steuergelder pumpen können, ohne je auf einen Boden, geschweige denn ein verwertbares Ergebnis zu treffen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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