17. Dezember 2020

RezensionConnor Boyack: Die Tuttle-Zwillinge im Bildungsurlaub

Wirtschaft kinderleicht verstehen

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In einer Zeit, in der Kinder bereits in der Vorschule mit kulturmarxistischem Gedankengut konfrontiert und einer rigiden staatlichen Indoktrination ausgesetzt sind, stemmt sich die Kinderbuchreihe der „Tuttle-Zwillinge“ bemerkenswert gut gegen diesen Zeitgeist. Ich denke, wir können uns glücklich schätzen, unsere Kindheit noch in einer weniger politisierten und polarisierten Zeit verbracht zu haben. Ich habe das Gefühl, als hätte sich die Welt in den letzten Jahren rasend schnell gewandelt – was es bedeutet, seine Kindheit im Jahr 2020 zu verbringen, kann ich nur erahnen. Wenn ich beobachte, womit Kinder in der Werbung bombardiert werden, oder durch Zufall einen Trailer zu einem neuen Zeichentrickfilm erhasche, dann gelange ich zur Überzeugung: Das da draußen ist für Kinder ein Minenfeld! Kinder sind wohl mit die Hauptzielgruppe für so ziemlich jede Propaganda, und es liegt einzig in der Verantwortung der Eltern, ihren Nachwuchs da heil durchzubekommen. Zum Glück gibt es Eltern, die sich gegen den Zeitgeist darum bemühen, ihren Kindern den unermesslichen Wert einer freien Gesellschaft und einer freien Wirtschaft beizubringen. Dabei helfen ihnen die Kinderbücher der Tuttle-Zwillinge, die spielerisch vermitteln, was Freiheit ist, was Freiheit bedeutet und auch, was sie vom Einzelnen verlangt. Im inzwischen neunten Band geht es um die Bildung, inspiriert vom amerikanischen Bildungsexperten John Taylor Gatto. Die Erzählung hinterfragt die staatliche Einheitsschule und das Notensystem, das einzigartige Menschen wie Obst in Güteklassen einteilt. Ob es ganz ohne Schule, wie es Gatto und mit ihm Connor Boyack hier befürworten, für alle Kinder das Beste ist, das sei dahingestellt. Sicher ist aber, dass die Bildung unserer Kinder schnellstens dem Staat aus den Händen genommen werden sollte. Und da ist jedes Buch, dass das unterstützt, willkommen. Umso mehr, wenn es auf so liebevolle und lustige Weise geschieht wie bei Connor Boyack und seinem Zeichner Elijah Stanfield.


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Dossier: Literatur

Autor

Alexander Schnarf

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