23. April 2020

Kowalskys Presseagentur meldet Grundgesetzänderung beendet Zeit der Angst und Unsicherheit

Danke an die guten Seelen

von Kurt Kowalsky

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Bildquelle: shutterstock Geben Hoffnung in Zeiten der Angst und Unsicherheit: Gute Seelen

Die „Blöd“-Zeitung dankte jüngst den guten Seelen, die in der Corona-Krise aufopferungsvoll den Menschen zur Seite stehen. In „einer Zeit voller Angst und Unsicherheit“ gebe es sie noch – die guten Nachrichten. Unsere Redaktion schließt sich diesem Dank ganz herzlich an. Vom 23. März bis 21. April 2020 stellten die guten Seelen der Berliner Polizei im Zusammenhang mit dem derzeit grassierenden Infektionsschutzgesetz 1.153 Straftaten und 2.097 Ordnungswidrigkeiten fest.

Gerade Menschen mit negativer Weltsicht, die mit einer gewissen Berechtigung davon ausgingen, dass die Praktiken zur Behebung der angeblichen Not von Volk und Reich sich länger halten als jedes Virus, verfielen leicht in Depressionen, so ein Psychologe. Die persönliche Ansprache durch die guten, bewaffneten Seelen in Uniform befreie die Menschen aus ihrer Anonymität und mache ihnen ihre Identität und Persönlichkeit bewusst.

Wer sich gegenüber den guten Seelen nicht ausweisen kann und sich nicht kooperativ verhält, wird erfahrungsgemäß unter Wahrung seiner verfassungsrechtlich gewährten Würde zu Boden gebracht, gefesselt und abtransportiert. In diesen Fällen erfolgt dann zusätzlich noch eine persönliche Ansprache durch den Staatsanwalt, weil Widerstand nicht nur in Zeiten voller Angst und Unsicherheit entsprechend Paragraph 113 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bedroht ist.

Ein besonderer Dank geht in diesem Zusammenhang auch an den Berliner „Tagesspiegel“, der das Zwangsfernsehen zeitnah dafür rügte, dass es bei der Berichterstattung über die widergesetzliche Demonstration am letzten Wochenende nicht ausdrücklich darauf hinwies, dass diese Protestierer dem rechts- oder linksradikalen Gesindel angehörten und keinerlei Erwähnung verdienten. Der rechtschaffene Demokrat demonstriert nicht, wenn man es ihm verbietet, und ist deshalb auch nicht seiner Freiheit beraubt.

Die deutsche Vereinigung staatsnaher Virologen hat unterdessen die geplante Änderung des Artikels 65 Grundgesetz ausdrücklich begrüßt. Der erste Satz des Artikels lautete bisher: „Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.“ Einerseits war diese Formulierung veraltet, da bekanntlich eine Frau bestimme und sowieso nie jemand in dieser Position etwas im bürgerlichen Sinne verantwortet hat. Andererseits ist der gesamte Passus durch die aktuelle Staatsseuche überholt. Artikel 65 Grundgesetz heißt nach Änderung: „Der amtliche Virologe bestimmt die Richtlinien der Politik und verantwortet nichts.“

In einem ersten Telefonat mit dem Weltenerretter Bill Gates betonte der designierte Gott in Weiß, dass Unsicherheit und Angst der Menschen jetzt ein Ende hätten. Niemand brauche eine Lockerung der derzeit exekutierten Zwangsmaßnahmen zu befürchten. Die guten Seelen im Land, das Personal in den Supermärkten, die Krankenschwestern, die Taxifahrer und nicht zuletzt die Hundertschaften der Polizei, die Tag und Nacht eingepfercht in ihren Mannschaftswagen durch die Lande streiften. All jene, die berufsbedingt nicht die vorgeschriebenen 1,50 Meter Abstand zu den Infektionsträgern einhalten könnten, hätten bereits den empirischen Beweis geliefert, dass die Schutzmaßnahmen wissenschaftlich fundiert seien. Kaum eine der guten Seelen im Lande hätte noch einen über 60-jährigen Angehörigen. Das jüngste mathematische Modell beweise, dass das Virus unvermeidlich auch noch den letzten Rest ausrotten würde.

Der Discounter Lidl wollte uns auf Anfrage wohl nicht bestätigen, dass die älteren Angehörigen seines Personals dem exponentiellen Massensterben zum Opfer gefallen seien, doch ohne ständige Beatmung wird auch hier in Bälde mit einer Entlastung der Rentenkasse zu rechnen sein.

In inniglicher Verbundenheit mit den Hütern der staatlichen Virulenz haben sich die freien Bürgerinnen und Bürger dieses Landes deshalb entschlossen, am kommenden Samstag zwischen 20:35 Uhr und 20:40 Uhr, also kurz vor dem endgültigen Sonnenuntergang, für fünf Minuten die Luft anzuhalten.

Mit Schaudern wollen wir uns an die schrecklichen, sonnigen Tage der vergangenen Jahre erinnern, an denen wir namenlos und anonym in den Parks dieser Republik herumsaßen und anderen Leuten ins Gesicht husteten.

Jetzt aber gilt es, frohen Mutes in die freie Zukunft zu schauen und dankbar dafür zu sein, dass uns die ehemaligen Schweinegrippeimpfstoffwissenschaftler in ein gesundes, neues Jahrzehnt führen werden.

Lesen Sie morgen: Neue Gefahren beim Barfußlaufen. 95-Jähriger mit Fußpilz erleidet plötzlichen Herztod.


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