22. April 2020

Äußerung von Christian Drosten über die Kompetenz von Medizinern Trauen Sie keinem Professor!

Über akademische Stilblüten...

von Axel B.C. Krauss

Artikelbild
Bildquelle: shutterstock Warnt vor Kollegen: Professor Christian Drosten (Abbildung ähnlich)

Wie ich in meinem letzten Kolumnenbeitrag bereits schrieb, ist der Austausch mit Kollegen vom Fach, das Diskutieren beziehungsweise Anhören unterschiedlicher Ansichten und Forschungsergebnisse in den Wissenschaften – zu denen auch die Medizin zählt –‍, nicht etwa die Ausnahme, sondern die Regel – und sollte es auch sein. Oder haben Sie schon mal einen Physiker sagen hören: „Ich bin Gottes auserwählter Obermotz und brauche über gar nichts zu diskutieren, da ich alles besser weiß als die Kollegen!“? Kennen Sie einen Chemiker, der sagt: „Es gibt keine andere Meinung als meine!“?

Ist Ihnen schon mal ein Zahnarzt oder Orthopäde, ein Internist oder Chirurg untergekommen, der sagte: „Meine Meinung ist alternativlos. Punkt!“? Gut.

Denn was der von den uniformierten Massenmedien der Volksrepublik Merkelkorea zum „einflussreichsten Arzt Deutschlands“ hochgejazzte Christian Drosten nun in einem Video von sich gab, sollte sehr, sehr vielen Kollegen eigentlich zu denken geben. Und zwar ausgiebig und reichlich. Mehr noch: Es müsste, sollte es noch mit rechten Dingen zugehen, zu einem wütenden Aufschrei führen, zu heftigem Widerspruch.

Zitat Christian Drosten, man höre und staune: „Verlassen Sie sich nicht auf irgendwelche Professoren oder Doktoren, die nur, weil sie Mediziner sind, für sich beanspruchen, Ahnung von diesen Dingen zu haben.“

Danke für den guten Tipp, Herr Professor der Medizin. Ich werde ihn gerne beherzigen.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Coronavirus

Mehr von Axel B.C. Krauss

Über Axel B.C. Krauss

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige