23. Februar 2020

Free Speech Union Widerstand gegen den Gesinnungsmob

Zur Nachahmung empfohlen

von Michael Klein

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Bildquelle: shutterstock Einer muss den Anfang machen: Kampf gegen die Angriffe auf die Meinungsfreiheit

Toby Young und Douglas Murray gehören zu den Direktoren und Gründern der Free Speech Union, deren Webseite vor wenigen Tagen online gegangen ist. Die Free Speech Union dient nicht nur dazu, die Angriffe auf die Meinungsfreiheit abzuwehren, die ein linker Mob ausführt, zum Beispiel wenn Listen von politischen Gegnern erstellt werden, wenn Privatpersonen bei ihrem Arbeitgeber angeschwärzt werden, weil sie die falsche politische Gesinnung aus Sicht der Gesinnungsfaschisten haben, wenn Wissenschaftler an Hochschulen von einem Studentenmob daran gehindert werden sollen, ihrer Tätigkeit, für die sie bezahlt werden, nachzugehen, wenn ein koordinierter Mob in der Absicht, den Leumund eines Einzelnen zu zerstören, gesammelt über diesen Einzelnen auf Twitter oder in den Mainstream-Medien herfällt, wenn Sprachdiktatur eingeführt werden soll, die sagbare Worte vorgeben will und jeden, der zum Beispiel weiterhin von einem „Negerkuss“ spricht, wenn er einen Mohrenkopf kaufen will, kriminalisieren will, wenn Kritiker zum Beispiel der Genderista durchweg als Rechtsextreme diffamiert werden sollen und sich einer entsprechenden von Bundesministerien finanzierten Kampagne ausgesetzt sehen, sie dient auch und in erster Linie der Gegenwehr.

Die Zeiten, in denen der öffentliche Raum kampflos dem linken Mob, den anonymen Attentätern auf die Biographie anderer, den Leumundmördern bei Wikipedia oder den organisierten Gutmenschen preisgegeben wurde, die kein Problem damit haben, die Reputation von Menschen, die sie nicht kennen und nicht kennenlernen wollen, aus reiner Boshaftigkeit (denn sie haben keinerlei Nutzen davon) zu zerstören, gehen zumindest im Vereinigten Königreich dem Ende zu.

Auf meinem Blog „Sciencefiles“ leiste ich seit fast sieben Jahren rationalen Widerstand gegen den Gesinnungswahnsinn, der einmal mehr von Linksextremisten über Deutschland gebracht wird. Das Beispiel aus dem Vereinigten Königreich ist sicher zur Nachahmung empfohlen. Vielleicht findet sich ja der ein oder andere Mutige, der eine ähnliche Initiative für Deutschland auf die Beine zu stellen bereit und dazu imstande ist: „Meinungsfreiheit ist das Fundament, auf dem alle anderen Freiheiten basieren. Meinungsfreiheit ist derzeit in größerer Gefahr als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Free Speech Union ist eine unabhängige Organisation, die für alle offen ist und für das Recht auf Meinungsfreiheit ihrer Mitglieder eintritt. Wenn Sie glauben in Gefahr zu sein, dafür, dass Sie Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen, bestraft zu werden, egal ob am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit, dann benötigen Sie den Schutz der Free Speech Union. Wie können wir Ihre Rechte beschützen?“

„Wenn Sie von einem digitalen Empörungs-Mob in den sozialen Netzwerken zur Zielscheibe gemacht werden, weil Sie Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben, dann mobilisieren wir eine Armee von Unterstützern für Sie.“

„Wenn eine Petition gestartet wird mit dem Ziel, Ihre Entlassung zu erwirken, obwohl Sie nichts anderes getan haben, als Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen, dann organisieren wir eine Gegen-Petition.“

„Wenn Sie von einer Universität kaltgestellt werden, zum Beispiel weil Sie als feministische Professorin die Orthodoxie der Transsexuellen herausgefordert haben, dann ermuntern wir Sie, den Rechtsweg zu gehen, und organisieren ein Crowdfunding, um die Kosten zu decken.“

„Wenn Mainstream-Zeitungen, angebliche Experten und Talkshowgäste Sie attackieren, weil Sie von der vorgegebenen Meinung abgewichen sind, dann können wir unsere Verbündeten in den Medien in Stellung bringen, um Sie zu verteidigen.“

„Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber bestraft werden, weil Sie Ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausgeübt haben, dann tun wir unser Bestes, um Ihnen Rechtsbeistand zu leisten.“

Es ist sicher auch in Deutschland an der Zeit, die täglichen Angriffe auf die Meinungsfreiheit, die Straßenherrschaft des Gesinnungsmobs, der oft genug in staatlichen Programmen wie „Demokratie leben!“ durchgefüttert wird, in Frage zu stellen und deutlich zu machen, dass der liberale Teil der Gesellschaft noch lebt, noch vorhanden ist.

Aber es ist wie immer: Einer muss den Anfang machen. Toby Young hat den Anfang im Vereinigten Königreich gemacht. Wer macht den Anfang in Deutschland?

Ein paar Hintergrundinformationen gibt es für Interessierte im Interview, das Peter Whittle mit Toby Young geführt hat (Link unten).

Toby Young: „The Free Speech Fightback To Prevent Outrage Mobs Destroying Lives & Careers“ (Englisch)

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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