02. Januar 2020

Greta Thunberg präsentiert sich mit zwei Hunden Klimatod: Im letzten Jahr der alten Zeit

Ein schlechtes Beispiel

von Holger Finn

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Bildquelle: Per Grunditz / Shutterstock.com Ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse: Greta Thunberg mit Hund

Es hatte etwas Unverfrorenes, wie sich Greta Thunberg nach der Rückkehr von ihrer Klimaodyssee um die halbe Welt zum ersten Mal wieder daheim präsentierte. Demonstrativ kniete die schwedische Klimaikone hinter zwei großen Hunden, vermeintlich freundlich lächelnd, insgeheim aber wohl zynisch triumphierend. Thunberg war schließlich gelungen, was im Menschen stets allerhöchstes Wohlgefühl hervorruft: Mit einer Schlawinerei, einem gut getarnten Manöver aus Doppelmoral und Selbstsucht, durchkommen, und das vor aller Augen, auf offener Bühne, ungeschminkt und unverstellt.

Aus dem einen Hund, mit dem die gerade erst entdeckte Greta Thunberg durch die schwedischen Wälder getobt war, sind während ihrer unablässig tobenden Schlacht mit dem Weltklima deren zwei geworden. Obwohl verantwortlich handelnde Experten in derselben Zeit immer wieder auf den geheimen Charakter aller Haustiere als mörderische Klimakiller hingewiesen haben. Der Hund, vermeintlich bester Freund des Menschen und immer auch vielen Prominenten ein treuer Gefährte, ist nahezu alleinverantwortlich dafür, dass Deutschland seine Klimaziele seit 30 Jahren verfehlt. Weltweit sieht die Bilanz noch schockierender aus: 500 Millionen Hunde belasten die Atmosphäre zusammen mit mehr Kohlendioxid als ganz Deutschland „verbraucht“ (Malu Dreyer).

Etwa eine Milliarde Tonnen produzieren die kleinen Klimakiller jährlich. Die Anbaufläche, die zur Produktion der Futtermenge benötigt wird, die ein einziger Hund im Mittelformat braucht, beträgt 0,84 Hektar und ist damit doppelt so groß wie die zur Herstellung von ausreichend Biomasse, damit ein Toyota Land Cruiser 10.000 Kilometer fahren kann.

Weitsichtige Politiker wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble haben längst erkannt, dass sie ihr Leben werden ändern müssen. Kein klimaschädliches Pendeln mehr über 750 Kilometer vom bundespräsidialen Wohnort Offenburg bis zur Arbeitsstelle in Berlin in einem 745er-BMW mit 333 PS. „Es gibt Klimaschutz nicht zum Nulltarif“, hat der 77-jährige frühere Geldkofferempfänger Helmut Kohls den Deutschen mit ins neue Jahr gegeben. Heizen und Tanken würden teurer, auch wenn eine höhere Pendlerpauschale, niedrigere Strompreise und billigere Bahntickets bestimmte Härten abfedern sollten. Wo es nicht reicht und wo wirklich Verantwortung für das Weltklima übernommen werden will, kann der Hund abgeschafft werden, die Katze, der Hamster, der Wellensittich, auch das Pferd oder die possierliche Springmaus.

Das ist angesichts des Klima-Notstands, der im vergangenen Jahr über ganz Europa verhängt werden musste, geradezu eine moralische Verpflichtung. Ein Hund vom Format des Thunbergschen verschlingt im Schnitt 164 Kilogramm Fleisch und 95 Kilogramm Getreide im Jahr, ohne jemals größere Nützlichkeit zu erlangen als als naturnahes Ornament auf den wildromantisch inszenierten Fotos der Klimamovementerfinderin. Zwei der Klimakiller, wie Thunberg sie inzwischen unterhält, verzehren so viel Fleisch, dass es fünf frische Vegetarier braucht, den Klimaschaden halbwegs auszugleichen. 

Dass sich die „Personin des Jahres“ und einflussreichste 16-Jährige seit Jeanne d’Arc weigert, die von Wolfgang Schäuble geforderten notwendigen strikten Konsequenzen aus wissenschaftlich belegten Tatsachen zu ziehen, an denen 103,7 Prozent aller Wissenschaftler keinen Zweifel hegen, wirft den auf gute Beispiele angewiesenen Klimakampf weit zurück.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Politplatschquatsch“.


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