31. Juli 2019

Beispiele für Kausalität Arterielle Durchblutungsstörungen verursachen Zigarrenrauchen

Erst die Ursache, dann die Wirkung

von Kurt Kowalsky

Artikelbild
Bildquelle: shutterstock Machte Kausalität zum Problem: David Hume (1711-1776)

Aus gegebenem Anlass mal etwas über Kausalität, also die Abfolge von Ereignissen, die aufeinander bezogen werden. Dabei spricht man von „Ursache“ und „Wirkung“. Zuerst kommt die Ursache und dann die Wirkung.

Meine Großmutter ließ sich zum Beispiel im zarten Alter von 75 Jahren scheiden. Zu behaupten, ihre 50 Jahre davor liegende Eheschließung sei dafür die Ursache gewesen, ist falsch. Aber die Heirat war sicher eine der Bedingungen für das späte Ereignis.

Drei Jahre später litt die Frau an arteriellen Durchblutungsstörungen in den Beinen. Natürlich würden mir alle zustimmen, würde ich hier berichten, dass dies vom Rauchen gekommen sei. Weil wir frei nach Hume gewohnt sind, bestimmte Ereignisse aufeinander zu beziehen. Doch die Frau hatte davor nie geraucht. Warum aber niemand annimmt, die Ehescheidung sei Ursache für die Durchblutungsstörungen gewesen, kann man sich beim Studium von Hume ja einmal fragen.

Jedenfalls fing meine liebe Oma dann mit 80 an, Zigarren zu rauchen. Mein entsprechender Artikel, dass arterielle Durchblutungsstörungen die Ursache von Zigarrenrauchen seien, wurde bisher von den einschlägigen Fachzeitschriften abgelehnt.

Und bevor nun hier jemand anfängt zu schnattern, immer schön der Reihe nach denken und sich nicht von den Subjekten irritieren lassen. Also erst das Gehirn einschalten und dann schnattern, und nicht umgekehrt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

Anzeige