21. Mai 2019

RezensionHermann H. Mitterer: Bevölkerungsaustausch in Europa

Wie eine globale Elite die Massenmigration nutzt, um die einheimische Bevölkerung zu ersetzen

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Wenn die Bevölkerung das Vertrauen der Regierung verscherzt hat, dann sollte diese, so Bertolt Brecht, ein neues Volk wählen. Der Autor des vorliegenden Buches bemüht sich anhand ausführlich zitierter Pläne, Beschlüsse und Handlungen der regierenden Eliten Eurolands um den Nachweis, dass genau das geschieht – ohne dass es bislang zu nennenswerten Protesten der Auszutauschenden gekommen ist. Man muss Mitterer nicht in jedem Punkt folgen. Etwa dann nicht, wenn niemals verwirklichten Ideen für den Umgang mit Deutschland nach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg breiter Raum gegeben wird. Mit großer Zuversicht in die Vergangenheit zu blicken, bringt nichts: Denn weder Hootons noch Morgenthaus Ideen wurden letztlich verwirklicht. Und ob hinter jeder fatalen Entwicklung tatsächlich eine Verschwörung oder zumindest ein übler Plan steckt, ist auch nicht so klar. Man sollte, ehe man das annimmt, niemals Naivität, Unverstand und schlichte Dummheit der Regierenden unterschätzen. Barbara Tuchman hat nicht umsonst schon 1984 ihr vielbeachtetes Buch über die „Torheit der Regierenden“ vorgelegt. Tatsächlich weist indes vieles darauf hin, dass eine internationalistisch orientierte Elite, man könnte sie „heimatlose Flachwurzler“ nennen, keinen Gedanken an nationale Eigenarten und Identitäten verschwendet und alles daransetzt, einen von einer Weltregierung geführten Weltstaat von der Uno Gnaden zu etablieren. Die Abgeordneten der nationalen Parlamente und die Regierungen in den einzelnen EU-Provinzen, mehr noch aber die Bürokraten in den internationalen Schaltzentralen, verachten jede „völkische“ Eigenart und zielen, wie weiland die Sowjetkommunisten, auf die Züchtung eines „Neuen Menschen“. Die Lektüre des mit einer Fülle von Quellenangaben und Literaturhinweisen versehenen Buches ist erhellend, wiewohl alles andere als erhebend. Grund zur Verzweiflung besteht für den Autor dennoch nicht. Eine Umkehr ist möglich. Sie erfordert allerdings die Solidarität aller patriotischen Kräfte. 


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