26. April 2019

RezensionRamin Peymani: Chronik des Untergangs

Ist es für uns wirklich erst 5 vor 12?

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Wie der Titel schon verrät, handelt es sich hier ganz und gar nicht um eine durch die rosarote Brille erfolgte Bestandsaufnahme. Ramin Peymani leuchtet vielmehr gründlich jeden einzelnen Raum des Tollhauses namens Deutschland aus, dessen Fundament infolge der Wühlarbeit linker Kräfte mehr und mehr Risse aufweist. Über längere Passagen hinweg möchte man, zumindest als ausländischer Beobachter, einfach nicht für möglich halten, mit welcher Vehemenz und Inbrunst starke Teile der deutschen Gesellschaft – allen voran die Regierung und der Bundestag – daran arbeiten, alle Grundlagen dessen zu zerstören, was den Erfolg Deutschlands bis vor nicht allzu langer Zeit ausgemacht hat. Es ist künftigen Generationen von Historikern und Sozialwissenschaftlern vorbehalten, herauszufinden, welche Dämonen die Mehrheit der Deutschen ab der Jahrtausendwende zu einer derart gnadenlosen Autoaggression getrieben haben. Vom hilflosen Umgang mit Zuwanderern aus archaischen Gewaltkulturen über die Würdigung haarsträubender Begebenheiten, wie etwa die Ereignisse auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015 oder die frei erfundene „Menschenjagd“ in Chemnitz 2018, und die grassierende Klimahysterie bis zum angeblich rechtlich nicht bindenden Migrationspakt und natürlich der Rolle Angela Merkels in ihrem Berliner Führerbunker gibt es kaum ein aktuelles Thema, das der Autor in seinem Kaleidoskop des teutonischen Irrsinns nicht zumindest streift. Als im Iran geborener und im Kindesalter vor Khomeinis Regime geflohener Christ weiß der Mann um die Gefährlichkeit der totalitären Politreligion, die sich anschickt, Europa zu erobern. Als bekennender „Hayekianer“ kennt er die Überlegenheit liberaler Ideen und die zerstörerische Kraft des Sozialismus – in welches Gewand der sich auch hüllen und wie auch immer er sich gerade zu benennen mag. Ein von Matthias Matussek beigesteuerter Gastbeitrag und ein von Vera Lengsfeld verfasstes Schlusswort bilden einen würdigen Rahmen für die Analyse Peymanis.


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