21. August 2018

Reaktion des „Tagesschau“-Leiters auf den Arztmord in Offenburg Das Eigentor des Kai Gniffke

Wie der Chefredakteur versucht, das Publikum über das Ausmaß der Zuwandererkriminalität zu täuschen

von Frank W. Haubold

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Bildquelle: Ziko (CC BY-SA 3.0)/Wikimedia Commons Versucht, die Zuschauer über das Ausmaß der Zuwandererkriminalität zu täuschen: Kai Gniffke

Als Reaktion auf massive Zuschauerkritik an der Berichterstattung schrieb der Chefredakteur der „Tagesschau“, Dr. Kai Gniffke, auf Facebook eine ausführliche Begründung für die Entscheidung der Programmverantwortlichen, nicht über den brutalen Mord an einem Mediziner in Offenburg durch einen somalischen Asylbewerber zu berichten. Dabei verstieg sich Gniffke unter anderem zu folgender Aussage: „Wo die Meinungen auseinander gehen, ist die Frage, ob wir darüber berichten sollten, wenn es sich beim Tatverdächtigen um einen Asylbewerber handelt. Aus meiner Sicht sollten wir das dann tun, wenn Asylbewerber überproportional an Tötungsdelikten beteiligt wären. Das ist, soweit wir es recherchieren können, nicht der Fall.“

Dabei hätte selbst ein flüchtiger Blick in die einschlägigen Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) genügt, um zur gegenteiligen Einschätzung zu kommen. Wenn die Mitarbeiter der „Tagesschau“ also tatsächlich recherchiert hätten, dann wäre der IMK-Bericht der PKS 2017 eine ebenso relevante wie seriöse Quelle gewesen, die jedermann frei zugänglich ist.

Dort findet sich auf Seite 25 eine Aufstellung über den Tatverdächtigen-Anteil von Zuwanderern an den jeweiligen Straftaten. Unter dem Schlüssel 000000 „Straftaten gegen das Leben“ (und um solche handelt es sich bei Tötungsdelikten) sind dort 532 Zuwanderer als Tatverdächtige registriert mit einem Anteil von immerhin 14,3 Prozent an der Gesamtzahl von 3.713.

Der Bevölkerungsanteil der Zuwanderer in Deutschland liegt jedoch nach unterschiedlichen Quellen bei 1,6 bis 1,7 Millionen, also bei ungefähr zwei Prozent der Gesamtbevölkerung. Wenn jedoch zwei Prozent der Bevölkerung 14,3 Prozent der Tatverdächtigen stellen, dann ist dies mehr als „überproportional“, nämlich siebenmal so hoch, wie es angesichts des Bevölkerungsanteils zu erwarten gewesen wäre. Die Behauptung von Gniffke, Asylbewerber (Zuwanderer) seien nicht überproportional an Tötungsdelikten beteiligt, ist also nachweislich falsch. Der Chefredakteur der einst seriösen „Tagesschau“ täuscht somit – ob nun aus mangelnder Sachkenntnis heraus oder sogar vorsätzlich – das Publikum über das Ausmaß der Zuwandererkriminalität!

Das ist durchaus ein Politikum, denn gemäß Rundfunkstaatsvertrag ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk zur Ausgewogenheit verpflichtet. Dazu gehören das Gebot einer fairen und unabhängigen Berichterstattung und die Verpflichtung zur Überparteilichkeit. Nun ist der offenbar politisch motivierte Verzicht auf Meldungen über „unerwünschte“ Ereignisse wie die Mordtat von Offenburg nachgerade das Gegenteil einer „fairen und unabhängigen“ Berichterstattung und die nachgeschobene, teils sogar wahrheitswidrige „Begründung“ ein medienpolitischer Skandal. Die ARD und ihre Aufsichtsgremien sollten sich fragen, inwieweit ein Chefredakteur, der öffentlich derart fragwürdige Behauptungen aufstellt, noch tragbar ist.

Bundeskriminalamt: „PKS 2017 – IMK-Bericht“

Das Erste: „Aufgabe und Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Epoch Times“.


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