26. Juli 2018

„Ethisches“ Investment Grüne vernichten Anlegerkapital

Lieber in den Betrieb von Lagern investieren

von Spoeken Kieker

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Bildquelle: shutterstock Führt oft zum Verlust: „Grünes“ Investment

Ein Teil der Wirtschaft und der Finanzbranche ist längst von Grünen übernommen worden. Frank Asbeck, der Bonner „Solarkönig“ (Solarworld AG), ist so ein Fall. Hätten Manager von traditionellen Firmen so viel Geld verbrannt wie Asbeck mit seiner Solaranlagenproduktion, säßen sie bestimmt im Gefängnis. Asbeck sonnt sich hingegen auf seinen Schlössern südlich von Bonn. Der bekannteste grüne Geldvernichter ist Elon Musk, der mit seinen Tesla-Elektroautos noch keinen Dollar verdient, sondern nur Subventionen kassiert und verbrannt hat. Die Autos sind Klapperkisten, was aber die Musk-Verehrer, die den Schrott kaufen, nicht zugeben. Das Prinzip kennt man aus dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. So rollt Tesla weiter zum Abgrund, und bei jeder schlechten Nachricht scheint der Kurs noch zu steigen, bis die grüne Blase eines Tages platzen wird – vielleicht sogar wegen Tesla und vielleicht schneller als gedacht.

Auch in Deutschland wird ein Riesenschindluder mit grünen Kapitalanlagen getrieben, die oft genug bald nach der Anlage nichts mehr wert sind. Man erfährt jedoch wenig darüber. Der Grund ist einfach. Die deutsche durchgrünte Qualitätspresse berichtet einfach nicht über störanfällige Windräder, beim ersten Sturm zerstörte Photovoltaikanlagen, betrügerische Gutachten über den Ertrag grüner Anlagen sowie über die massiven Umwelt- und Naturschäden (Vogelmord, Bodenversiegelung, Boden- und Grundwasservergiftung) und hochriskante Geschäftsmodelle, von denen jeder, der das kleine Einmaleins beherrscht, die Finger lassen würde. Aber wenn Bildungslücken wegen NRW-Abitur und Gutmenschentum in einer Person zusammenkommen, lässt sich der Kapitalverlust kaum noch vermeiden. Und den Qualitätsjournalisten, deren Bildungsniveau und Wirtschaftswissen kaum über dem ihrer Leser zu liegen pflegt, fehlt auch jedweder Sachverstand. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, werden Nachrichten, die die grüne Ideologie stören könnten, einfach weggelassen.

Wir lesen im „Umweltruf“: „Verbraucher, die in riskante Anlageformen wie geschlossene Fonds, Direktinvestments oder Nachrangdarlehen investieren, müssen auch in der grünen Branche mit dem Verlust ihrer Investition rechnen. Laut einer Erhebung der Verbraucherzentrale Hamburg im Rahmen des Projekts ‚Gut fürs Geld, gut fürs Klima‘ haben von 2012 bis Anfang 2018 über 50 Anbieter von Umweltinvestments Insolvenz angemeldet. Mehrere Milliarden Euro Anlagevermögen sind von der wirtschaftlichen Schieflage der grünen Projekte betroffen. Die insolventen Firmen kommen unter anderem aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Wald- und Holzwirtschaft sowie Ressourcenschutz. Von einigen Fällen wie Solarworld, Prokon oder German Pellets erfuhr die breite Öffentlichkeit, die meisten Pleiten jedoch werden kaum oder gar nicht publik. ‚Unsere Stichprobe zeigt vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Das wahre Ausmaß des Schadens bleibt im Verborgenen‘, sagt Denise Hildebrand von der Verbraucherzentrale Hamburg. ‚Wir konnten nur einen Teil der verlorenen Investitionen beziffern, so dass die tatsächliche Anzahl der betroffenen Anleger und deren finanzieller Schaden erheblich höher sein dürften.‘ Bei der 2017 pleitegegangenen Lignum Sachwert Edelholz AG droht beispielsweise 3.500 Anlegern ein Verlust von rund 70 Millionen Euro, die sie in Edelholzplantagen in Bulgarien investiert hatten. Auch bei der als Crowdinvestment beworbenen Investition in die Deno Deutsche Energieoptimierung Vertriebs-GmbH & Co KG sind Anlegergelder in Gefahr. 765 Verbraucher zahlten fast eine Million Euro für ein partiarisches Nachrangdarlehen, das die Firma nutzen wollte, um den Energieverbrauch von Unternehmen zu verbessern. Im April 2017 wurde das Insolvenzverfahren über die Deno eröffnet. Geldanlagen des sogenannten Grauen Kapitalmarkts wie geschlossene Fonds, Direktinvestments oder Nachrangdarlehen bergen Risiken, die Verbraucher meist nicht erwarten. Gerade ‚grüne‘ Investments werden häufig in Form dieser riskanten Geldanlagen angeboten. Gerät eine derartige Investition in Baumplantagen, Windparks oder Photovoltaik ins Straucheln, droht den Anlegern der Totalverlust ihres Geldes. ‚Doch das Risiko spielt bei der Vermarktung dieser Art Investments meist eine untergeordnete Rolle‘, weiß Finanzexpertin Hildebrand. Die Anbieter versprächen häufig satte Renditen und etwas Gutes für die Umwelt zu tun. ‚Kein Wunder, dass Tausende Anleger in den letzten Jahren auf die Versprechen hereinfielen und herbe finanzielle Verluste hinnehmen mussten.‘ Statt hochriskanter Anlageformen sollten Anleger, die gerne in eine nachhaltige Geldanlage mit Renditechance investieren möchten, lieber einen ethisch-ökologischen Fonds wählen. Allein in Deutschland sind davon bereits mehr als 400 am Markt erhältlich.
Eine Liste mit den mehr als 50 Unternehmen der grünen Branche, die zwischen 2012 und 2018 Insolvenz anmelden mussten, ist zu finden auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de und auf dem Informationsportal www.geld-bewegt.de.“ So weit der „Umweltruf“.

Ich empfehle grundsätzlich keine ethischen Geldanlagen. Kaufen soll man, wenn die Kanonen donnern oder die Kurse wegen einer Krise unten sind. Vorher nur maßvoll investieren. Keinesfalls auf Kredit Wertpapiere kaufen, weil die ganz schnell nichts mehr wert sein können. Nur Geld anlegen, das man demnächst mit Sicherheit nicht braucht. Von mir wird die klassische Investmentpalette empfohlen: Rüstungsindustrie, Tabakindustrie, Alkohol, Goldminen (niedriger Anteil), Basis-Ressourcen wie Kohle, Uranminen und so weiter – entweder direkt oder über ETF.

Wer will, kann sogar in den Betrieb von Gefängnissen und der Lager investieren, die US-Präsident Donald Trump für illegale Einwanderer aus Mexiko errichten lässt: zum Beispiel „GEO“ (Wertpapierkennnummer A11662). Wenn man von so einem Investment auf einer Party mit Gutmenschen erzählt, ist neben der üppigen Dividende Bombenstimmung garantiert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Die Kieker (Die Spoekenkiekerei)“.


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