23. Juli 2018

Satire zum DFB-Rückzug des Nationalspielers Özil beendet auch Fußballkarriere

Ex-Spieler wechselt für 75 Millionen an die Sultan-Ahmed-Moschee

von Felix Hausmann

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Bildquelle: AGIF / Shutterstock.com Wechselt den Verein: Mesut Özil

Nach wochenlangem Schweigen zur Erdoğan-Affäre hat sich Mesut Özil am Sonntagnachmittag per Twitter-Botschaft zu Wort gemeldet und seinen Rückzug aus der Nationalmannschaft erklärt. Jetzt legt er nach und verkündet, auch seine Klubfußball-Karriere beenden und mit sofortiger Wirkung zur Sultan-Ahmed-Moschee nach Istanbul wechseln zu wollen. Dort soll der Spielmacher dem Vernehmen nach Nachfolger des zuletzt formschwachen Großmufti Mustafa Çağrıcı werden. Knapp 75 Millionen Euro soll sich Klubchef Erdoğan den Neuzugang kosten lassen.

Der Ballverteiler erhofft sich durch den Wechsel einen neuen Motivations- und Karriereschub. „Die neue Position liegt mir viel besser. Jeder, der mich zuletzt Fußball spielen sah, hat gesehen, dass ich mich dabei nicht wohlfühle.“

Der Wechsel kommt für Experten nicht überraschend. Seit Jahren schon hat sich Mesut Özil akribisch auf die neue Arbeitsstelle vorbereitet. Während andere Spieler im Urlaub faul die Beine hochlegten, reiste der Linksfuß regelmäßig zur Weiterbildung in den Präsidentenpalast nach Ankara oder ging nach Mekka auf die Haddsch. Özil war ein begieriger Lerner und übte tagein, tagaus das Vorbeten von Koranversen. Nicht einmal das Erklingen der Nationalhymne konnte ihn davon abbringen. Eine Tugend, die ihn in seinem neuen Beruf noch weit bringen kann. Inschallah.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Morgengagazin“.


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