01. Januar 2018

Umschlungene Millionen zu Tränen gerührt Liebesgrüße vom Präsidenten der Progressiven

Welthistorisch beispielloser Humanismus

von Axel B.C. Krauss

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Bildquelle: naulicreative / Shutterstock.com Selbstloser Wohltäter: Präsident Donald Trump

Als der Präsident der Vereinigten Staaten von Sankt Martin, Donald Trump, am 18. Dezember 2017 die neue Nationale Sicherheitsstragie vorstellte, war allen Beobachtern und Kommentatoren sofort klar: Das bedeutet eine Zäsur. Der radikale Bruch mit der bisher verfolgten Politik, sowohl im Inland als auch in Übersee, läutet eine neue Ära ein – nämlich das Zeitalter der, wie ein Leitartikler der „Washingtons Flaschenpost“ es euphorisch pointierte, „Verkatzenbilderung“ der Welt. Das war natürlich nicht abschätzig gemeint, es schwang kein Spott und keine Häme mit; der Journalist schrieb weiter, „eine von den Homunculi, den Kobolden, Trollen und Gespenstern, den Schreckgestalten und Giftschlangen, den Monstern und Alpträumen, kurz, den fried- und freudlosen Golems des Konfliktes und Kampfes geknebelte Welt“ könne ruhig etwas „Verniedlichung vertragen dergestalt, Menschen an ihre kindlichen Stärken zu erinnern: spielerisches Kennenlernen und ein unbeschwertes Miteinander“.

Der Präsident, hieß es, betrachte China und Russland als „revisionistische Mächte“. Die „FAZ“ schrieb dazu in einem Artikel vom 18. Dezember: „In der Nationalen Sicherheitsstrategie, die er am Montag vorgestellt hat, heißt es über die beiden Länder: ‚Sie sind entschlossen, das Wirtschaftssystem unfreier und unfairer zu machen, ihre Streitkräfte wachsen zu lassen sowie Informationen und Daten zu kontrollieren, um ihre Gesellschaften zu unterdrücken und ihren Einfluss auszuweiten.‘“

Und über die USA: „Die gesamte philanthropische Geschichte der Vereinigten Staaten von Sankt Martin ist geprägt von einem welthistorisch beispiellosen Humanismus. Selbstloser Einsatz für andere und der Wunsch nach Weltfrieden und Lebensglück für alle haben das Land beinahe an den Rand des Bankrotts geführt. Auf Preisschilder haben die Eliten Amerikas nie geachtet; großzügig teilten sie ihren Mantel mit den Bewohnern dieser Welt, brachten Licht und Wärme, Respekt und Verständnis, wo Finsternis, Zerwürfnis, Bitterkeit, Kälte, Krieg und Not herrschten. Das dank der Federal Reserve freieste Geldangebot, das es je auf dem Planeten gab, gesunder Währungswettbewerb nach ehernen freimarktwirtschaftlichen Prinzipien, ein konsequenter, ja radikaler Minarchismus mit oftmals schon anarchistischen Zügen, ein von glühendem Pazifismus getriebener Rückbau militärischer Kapazitäten, der Umbau der Streitkräfte, deren Kernaufgaben heute darin bestehen, alten Damen die Einkaufstüten bis vor die Haustür und unaufgefordert auch das Treppenhaus hochzutragen, Zimmerpflanzen zu gießen und den Müll rauszubringen, ein schlanker Nachrichten- und Geheimdienstapparat, dessen Hauptfunktion darin besteht, untreuen, alten weißen Ehemännern das herzensbrecherische Handwerk zu legen, eine Nationale Suppenküchen-Agentur (NSA), die im Winter frierenden Obdachlosen kostenlos Heimstatt, Erkältungstees, Nahrung und Schutz bietet und sie mit tröstlichen Weihnachtsliedern in den Schlaf singt, ein vollständig demilitarisierter Polizeiapparat zur Pflege von Parks und Grünanlagen aller Art, ein Bildungssystem, das Menschen zu eigenständigem, kritischem Denken ermutigt – das alles führte zu einer Konzentration des Einflusses Washingtons auf die Kultivierung von Herz und Hirn, nicht Schild und Schwert. Dabei wird es treu unterstützt von einer freien Presse. Informationen und Daten werden großzügig geteilt; alle wissen über alles Bescheid, der Bürger braucht selbst seine eigenen dunklen Geheimnisse nicht mehr zu fürchten, da man im Falle etwaiger in ihm aufkeimender Zweifel am gewiss unglaubwürdig paradiesisch anmutenden, doch nichtsdestoweniger real existierenden Utopia höchster zwischenmenschlicher Erfüllung und persönlicher Entfaltungsfreiheit seinen Standort dank flächendeckender Satellitenortung über Handy und Smartphone oder die sozialen Netzwerke kennt und ihm sogleich mit Rat und Tat sowie einer stets helfenden behördlichen Hand beispringen kann. Sehen Sie etwas, sagen Sie etwas! Sogar für die sexuellen Bedürfnisse wird liebevoll gesorgt, zum Beispiel an Flughäfen, wo Passagiere kostenlos mit Wellness-Massagen im Unterleibsbereich befriedigt werden.“

Und nun frage ich Sie: Kann es verwundern, dass dieser Präsident als Außenseiter gilt? Denn wessen Herz so bedingungslos liebt, dem ist der giftig-gallige Neid verschlossener, verhärmter und verhärteter, erfrorener Seelen sicher.

„FAZ“: „Russland und China sind ‚revisionistische Mächte‘“


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