22. April 2014

Entwaffnung Bloomberg trommelt gegen den Waffenbesitz

50 Millionen Dollar für eine Million Wählerstimmen

von Katja Triebel

Dossierbild

Michael Bloomberg, Multimilliardär und Ex-Bürgermeister New Yorks, wird dieses Jahr 50 Millionen Dollar in die Anti-Waffen-Propaganda stecken.

Der Spiegel schreibt: „Bloombergs Organisation will sich anfangs vor allem auf Mütter konzentrieren. ‚Wir werden Schritt für Schritt vorgehen. Eine Mutter und noch eine Mutter. Wir werden so lange kämpfen, bis sie endlich sagen: ‘Genug!’.‘ Es sei besonders schlecht für Eltern, eine Waffe im Haus zu haben. ‚Kinder sind neugierig. Sie wollen wissen, was ganz oben im Schrank oder in Mamis Handtasche liegt.‘ Es gebe keinen sicheren Platz für Waffen.

Und wieder die magische Zahl der 30.000 Schusswaffenopfer, von denen aber bei genauem Hinsehen nur noch 8.000 echte Opfer übrig bleiben. Und wieder die Panikmache bei den Müttern.

Ist es nicht besser, Kinder mit auf den Schießstand zu nehmen und ihnen unter Aufsicht zu zeigen, wie man mit einer Waffe umgeht? Wir zeigen unseren Kindern doch auch, wie gefährlich Feuer wird, wenn man es unsachgemäß verwendet. Wenn Kinder lernen, mit Waffen sachgemäß umzugehen und ihre Neugier auf dem Schießstand befriedigt wird, dann funktioniert auch das „Eddie Eagle GunSafe Program“, mit dem die NRA seit 1988 über 25 Millionen Grundschulkinder aufklärt: „Wenn du eine Waffe siehst: STOP! Nicht anfassen. Verlasse den Ort. Erzähle es einem Erwachsenen.“

Das funktioniert natürlich nicht, wenn das Kind zum allerersten Mal durch einen Fund den Umgang erhält. Das ist das gleiche wie beim Feuer. Wer mit Eltern zündeln durfte, ein Lagerfeuer überwachen durfte, der wird einen kleinen Brand melden. Wer nie in die Nähe von offenem Feuer gelangte, wird fasziniert vor dem Brand stehen, Stöckchen rein werfen und es beobachten.

Bloombergs neue Klientel:  Frauen und Mütter

Die sind übrigens auch mein Ziel: Frauen und Mütter im Kampf für legalen Waffenbesitz – sei es zum Sportschießen, der Jagd oder der Selbstverteidigung.

Bloomberg ist über 70 Jahre alt und glaubt, Geld regiert die Welt. Er hat noch nicht mitbekommen, dass in den USA mittlerweile 20 Prozent der Waffenbesitzer weiblich sind. Der Anteil der Frauen in den Anfängerkursen ist noch höher. Mittlerweile gibt es in den USA schon reine Frauenkurse. Warum? Zur Selbstverteidigung. Und gerade Frauen mögen dort eine AR15: leicht zu bedienen, wenig Rückstoß, großes Magazin. Für viele Frauen ist die AR15 das „Top Home Defense Tool“.

So wie wir Europäer uns beim Team Malmström/Marini bedanken können, dass sich die nationalen Waffenrechtsvereine über die Landesgrenzen hinaus vereinigen, so kann sich die NRA beim Team Bloomberg/Obama bedanken. Noch nie hatte die NRA so viel Zustimmung erhalten, noch nie gab es so viele neue Waffenbesitzer in den USA wie heute.

Die Umfrage von NBC hat folgendes gezeigt: Während die NRA ein Jahr nach Newton 39 Prozent Zustimmung und 31 Prozent Ablehnung in der Bevölkerung bekam, sind es nur 19 Prozent Zustimmung und 24 Prozent Ablehnung für Bloomberg.

Ob der leichte Vorteil bei den Frauen bei deren Einschätzung der NRA (33 Prozent Zustimmung und 35 Prozent Ablehnung) ausgebaut werden kann für Bloomberg? Ich glaube es nicht. Den 50 Millionen Bloomberg-Dollars, die jetzt die Graswurzelbewegung Anti-Waffen „kaufen“ soll, steht die echte ehrenamtliche Graswurzelbewegung gegenüber. Die NRA hat auf Facebook über drei Millionen Follower, Bloombergs Gruppe „Moms Demand Action for Gun Sense in America“ zählt 150.000 Follower und die ehrenamtliche Gegengruppe „One Million Moms Against Gun Control” kommt bereits auf 40.000 Fans. Auf Anti-Waffen-Demos in den USA konnte man in den letzten Monaten lediglich zehn bis 50 Aktivisten sehen, wogegen Pro-Waffen-Demos mehrere Hundert bis Tausend Leute auf die Straßen holen.

Will Bloomberg jetzt wie die Oligarchen auf dem Maidan Demonstranten bezahlen?

Für eine angeblich objektive Universität, die Studien in seinem Auftrag erstellt, zahlt er ja auch schon seit Jahren, wie ich letztes Jahr berichtete: Folge dem Geld: Das Johns Hopkins Center for Gun Policy and Research ist eine wirtschaftliche Waffengegnervereinigung, die sich als medizinische Institution darstellt und durch Michael Bloombergs Geld bezahlt wird.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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