16. Februar 2016

Decred 323 Euro für jeden!

Jetzt bitte schnellstmöglich auscashen

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Bildquelle: shutterstock Jetzt Kasse machen: Mehr gibt es nicht zu holen

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich auch aus finanziellen Gründen ein aktiver Teilnehmer am Altcoinmarkt bin. In guten Zeiten – und die haben wir wieder seit einigen Wochen – kann man hier mit überschaubarem Einsatz einen sehr hohen Gewinn einstreichen. Beim Airdrop von Decred war es einmal wieder soweit. (Vier Prozent aller Coins von Decred wurden an bis zu 5.000 Teilnehmer verschenkt. Man musste lediglich mit einem Link bestätigen, dass man im Krypto-Bereich aktiv ist (ein Link zum Bitcointalk-Profil zum Beispiel). Das war in wenigen Sekunden erledigt, und es mussten keine weiteren Bedingungen erfüllt werden.) Jeder, der sich laut meinem Vorschlag vom 30. Dezember zum Airdrop registriert hat und zugelassen wurde, erhielt 282 Coins vor einigen Tagen. Und der aktuelle Kurs je Coin liegt bei 1,29 Dollar, also umgerechnet erhielt jeder Airdrop-Teilnehmer Coins im Gegenwert von aktuell 364 Dollar oder 323 Euro. Nicht schlecht für ein paar Sekunden Arbeit und Glückwunsch an alle, die von diesem Geldsegen profitieren können! Das gibt es nur bei Altcoins!

Wie wurde dieser große Erfolg möglich? Es hat natürlich viel mit Timing zu tun. Decred erschien dann auf der Bildfläche, als der Altcoinmarkt nach über 1,5 Jahren Dahinsiechen wieder wachgeküsst wurde. Zudem gingen die Macher hochprofessionell vor, der Launch wurde von einer großen Pressekampagne begleitet und das Feedback der Community war sehr wohlwollend, auch, da einige ehemalige Bitcoin-Entwickler mitmischten. Decred wollte keine Altcoin sein, sondern eine bessere Bitcoin, so verschreckte man die Bitcoin-Community nicht, bei der große Teile normalerweise bei 2.0- und 3.0-Coins panisch hinter die Büsche flüchten.

Ich konnte jedoch nicht überzeugt werden. Die Coin ist sehr langsam, teilweise gab es nur vier Blöcke die Stunde. Die Installation des Clients wurde für die meisten zu einer mehrstündigen Tortur, die an Kompliziertheit kaum zu überbieten war. Und glauben Sie mir: Ich habe mir schon viele Coins auf meinen Computer geholt, keine war so umständlich zu installieren wie Decred. Zwar hatte Ethereum vor einem Jahr einen ähnlich harzigen Start (keinen richtigen Client, nur Kommandozeileneingabe), aber Decred hat eben keinen Vitalik Buterin in Reserve… Leute außerhalb des harten Kerns der Kryptogemeinde kann man damit mit Sicherheit nicht überzeugen.

Und so kommen wir auf einen weiteren Grund des Erfolges: die Kompliziertheit! Viele Teilnehmer des Airdrops waren derart überfordert mit Decred, dass sie nicht fähig waren, den Client zum Laufen zu bringen. Es gab 2.971 erfolgreiche Teilnehmer des Airdrops (es waren zuerst mehr, aber es wurden noch einige Multi-Accounts herausgefiltert), und davon sind 2.163 Adressen immer noch völlig unangetastet. Zugleich ist der Mining-Prozess sehr langsam, die meisten ziehen nur rund zwei bis drei Coins am Tag heraus, da es ja auch nur wenige Blöcke jede Stunde gibt. Beide Faktoren führen dazu, dass die Anzahl der Coins am Markt künstlich verknappt ist, was den Preis in die Höhe getrieben hat. Dies wird meines Erachtens aber nicht lange der Fall sein. Viele der 2.163 werden langsam merken, dass man den Airdrop auch relativ unkompliziert über die Web-Wallet anfordern kann, ohne sich den Stress der Software-Installation zu machen. Und diese Coins werden dann auf den Markt geworfen, und der Preis wird wieder deutlich sinken.

Mein Rat an alle: Airdrop schnellstmöglich auscashen (bei Bittrex verkaufen) und weiterziehen – hier gibt es nichts zu sehen. Decred ist kein ernsthafter Konkurrent für Bitcoin, Ethereum und Co.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog Der Altcoinspekulant.


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Markus Bohl

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