09. März 2016

IOTATOKEN/IOTA Kursfeuerwerk dank Microsoft-Kooperation

Noch etwas Geduld...

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Bildquelle: shutterstock

IOTA kletterte seit dem 29. Februar in neue Sphären, nachdem Microsoft bekannt gab, dass IOTA nun ebenfalls bei seinem Blockchain-Service-Angebot Azure aufgenommen worden ist. Auch die Art der Ankündigung ist denkwürdig, IOTA wird in den höchsten Tönen als bahnbrechende neue Technologie gelobt. Die Aufnahme erfolgte auch sehr früh, sämtliche anderen Coins, die bei Azure dabei sind, waren vor der Aufnahme mindestens ein Jahr am Start (wie Ethereum, Emercoin oder Factom). Microsoft hat den Code von IOTA mit Sicherheit genau unter die Lupe genommen und sauber getestet, sonst wäre diese Aufnahme zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen. Hut ab vorm IOTA-Team, das diesen Deal eingefädelt hat. Das erleichtert es nun, auch andere Firmen im Bereich Internet-der-Dinge bezüglich der Nutzung von IOTA zu überzeugen. Fleißige Community-Mitglieder haben bereits Kontakt zu den wichtigsten IOT-Firmen aufgenommen, und teilweise gab es schon sehr vielversprechendes Feedback (von AnyBridge M2M zum Beispiel).

Der vorbörsliche IOTA-Handel nahm durch diese Neuigkeiten große Fahrt auf. Dies wurde auch deshalb möglich, da Chef-Entwickler Come-from-Beyond sich dazu bereit erklärte, komplette Accounts aus dem Genesis-Block heraus von Verkäufern an Käufer zu übertragen, so dass ein korrekter Eigentumstransfer selbst ohne Börsenhandel möglich wurde. Aktuell haben sich die Preise auf ungefähr 2.000 Satoshi eingependelt (bei einem Startpreis von 130 Satoshi). Der Service von Come-from-Beyond ist gestern auch ausgelaufen, da heute der definitive Genesis-Block erstellt worden ist. Jetzt müssen sich Käufer wieder auf „den guten Namen“ des Verkäufers verlassen, also darauf, dass er sich bereit erklärt, ihnen die verkauften IOTA zu liefern, wenn die Beta-Phase beginnt.

Bei der Benutzeroberfläche (GUI) gilt leider weiterhin: „Was schief gehen kann, geht auch schief.“ Hier die ganze Geschichte: Im Dezember beschloss die Community, anstatt einer robusten aber recht hässlichen GUI, die Come-from-Beyond selbst gebaut hatte, diese Arbeit an Profis auszulagern. Auch CEO David war der Meinung: „Der erste Eindruck zählt.“ Also wurde diese Aufgabe an eine bekannte Softwarefirma in San Francisco übergeben (www.creativeda.sh). Dort kam das GUI-Projekt gut voran – bis deren Chefentwickler kündigte. Die ganze Firma war auf der Expertise dieses Mannes aufgebaut, so dass David den Auftrag dort abzog und des Projekt einem anderen Entwickler übergab. Auch dieser Mann (Dan Warfel) hatte eine gute Reputation und versprach schnellstmögliche Fertigstellung bis Mitte Februar. Seither jedoch legt er ein Verhalten an den Tag wie der von Jesse Eisenberg verkörperte Mark Zuckerberg im Film „The Social Network“, als er den Winklevoss-Zwillingen verspricht, ihnen die Benutzeroberfläche für ihr soziales Netzwerk zu bauen, aber stattdessen auf Tauchstation geht beziehungsweise unglaubwürdige Ausreden mailt. Der Stand von heute ist, dass Dan zu 90 Prozent fertig mit der GUI sei. Allerdings würde selbst eine sofortige Lieferung der GUI nicht direkt zum Beta-Release führen, da die GUI von Come-from-Beyond vorher noch getestet werden muss. Nach den Tests erfolgt dann die Verknüpfung der GUI mit IOTA (Front- mit Backend), was auch einigen Arbeitsaufwand bedeutet. Erst wenn diese Kombination getestet worden ist, kann ein Beta-Release erfolgen. Also mindestens eine Woche, eher noch länger. Ich habe intern bereits für einen Plan B plädiert, eine einfache GUI für die Startphase, was aber nicht auf Begeisterung von CEO David stieß. Wir werden sehen, wie es hier weitergeht.

Ganz wichtig ist aber die Feststellung, dass die Probleme mit der GUI keine Probleme mit der Funktionalität der Kryptowährung IOTA bedeuten. Die GUI ist nur die schöne Optik, wichtig ist das sogenannte Backend. Und genau das ist für Microsoft und IOT-Anwender entscheidend. IOTA wurde in den letzten Wochen von Come-from-Beyond stetig weiterentwickelt. Er wusste die zusätzliche Zeit sehr gut zu nutzen. So gab es am Mittwoch das Release zur Version 0.5.1. Hier gab es dann auch am Donnerstag den ersten erfolgreichen Test einer Transaktion ohne Gebühren, ein bedeutender Meilenstein. Zusätzlich wurde für die bessere Kommunikation innerhalb der Community jetzt ein Forum eröffnet, das bereits rege genutzt wird: forum.iotatoken.com.

Fazit: Ich bin bei IOTA Pionier und habe die Coin stets als erste Kryptowährung der dritten Generation gesehen. Diese Ansicht schält sich nun langsam am Markt heraus. IOTA hat in vielfacher Hinsicht das Potential, eine der wichtigsten Altcoins des Jahres zu werden. Ich gehe deshalb von einer zweistelligen Millionen-Marktkapitalisierung zum Start aus und damit einer Plazierung in den Top Ten der Kryptowährungen – noch vor Nxt. Nur heißt es für Investoren noch etwas Geduld mitzubringen, vermutlich wird die Hängepartie um die GUI noch mindestens zwei Wochen anhalten. Aber diese Geduld wird sich wohl auszahlen, so wie sich die Wartezeit seit dem Crowdsale im Dezember insgesamt sehr positiv für die Investoren gestaltet hat.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in IOTA investiert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog Der Altcoinspekulant.


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Markus Bohl

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