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![]() Ansgar Lange, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Publizist. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Hamburg: Volksentscheid gegen Volksverratvon Ansgar Lange Wann platzt endlich die schwarz-grüne Illusion? Der Ausgang des Hamburgers Volksentscheids gegen den Volksverrat der etablierten Parteien an der Elbe (mit Ausnahme der FDP, aber auch nur, weil sie nicht in der Bürgerschaft sitzt) bringt die schwarz-grünen Illusionen zum Platzen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach, der nicht ohne Grund im System Merkel „nichts“ geworden ist, bringt es auf den Punkt: Schwarz-grüne Bündnisse im Bund sind ziemlicher Unfug, denn die inhaltlichen Schnittmengen zwischen beiden Parteien sind viel zu gering. Dass jetzt alle linksliberalen Zeitgeistjünger der „Ära von Beust“ nachtrauern, sollte zu denken geben. Von Beust sei in den letzten Jahren – seitdem er mit den Grünen kuschelte – viel liberaler geworden. Er habe zuletzt für Bürgerrechte, Klimaschutz und Bildungsreformen gestanden, so der Grünen-Co-Chef Cem Özdemir. Natürlich verschweigt Özdemir, dass von Beusts Beliebtheit bei den Grünen und anderen Gutmenschen vor allem darauf zurückzuführen ist, dass der Hamburger Erste Bürgermeister in den vergangenen Jahren vor allem einen erbitterten Stellungskrieg gegen die eigenen Stammwähler geführt hat und nur noch auf die linksliberale Laufkundschaft gesetzt hat. André F. Lichtschlag hat in seiner heutigen Kolumne beschrieben, welche Geschütze die Befürworter der DDR-light-Schule in Hamburg und anderswo aufgefahren haben. Den Vogel schoss Kaija Kutter in einem Kommentar für die linke „taz“ ab. Die Aktivitäten der Gegner der sogenannten Schulreform tat sie als „Mobbing der Bürgerlichen“ ab. Es verwundert nicht, dass immer dann, wenn die eigenen Argumente nicht ausreichen, der Pauschalvorwurf der Ausländerfeindlichkeit erhoben wird. Jedes zweite Grundschulkind habe einen Migrationshintergrund, aber nicht einmal die Hälfte ihrer Eltern hat den für die Abstimmung nötigen deutschen Pass, klagte Kutter. „Am Sonntag stimmen also die Deutschen darüber ab, ob ihr Schulsystem einwandererfeindlich bleiben soll“, so das sorgenvolle Raunen der taz-Redakteurin. Soll man solchen moralinsauer daherkommenden Blödsinn, der „Fehler“ bei der „Integration“ von „Migranten“ immer nur bei der Mehrheitsgesellschaft sucht, eigentlich beachten? Man muss es leider, denn selbst Christdemokraten haben den Protagonisten von „Wir wollen lernen“ in Hamburg vorgeworfen, sie wollten ja nur vermeiden, dass ihre Kinder zwei Jahre länger mit Aische und Achmed lernen müssen. Aus einer solchen Haltung, wie sie von der „taz“ artikuliert wird, schlägt einem eine Mischung aus Inländerfeindlichkeit und Sozialneid gegenüber denen „in den Elbvororten“ entgegen. Apropos Elbvororte: Der designierte Erste Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) hat laut Medienberichten seine neu erworbene Privat-Villa dortselbst vom Steuerzahler für rund eine Millionen Euro sicherheitstechnisch aufrüsten lassen. Hätte er diesen Einsatz doch auch als Innenminister gezeigt. Was tut das schwarz-grüne Bündnis mit einem CDU-Innenminister und künftigem Ersten Bürgermeister gegen brennende Autos in der Hansestadt, gewalttätige Angriffe auf Polizisten durch Linke und einen Mob aus der Unterschicht sowie mehr Gewalt auf Hamburgs Straßen? Dass die stolze Stadt Hamburg endlich wieder die Kurve kriegt, insbesondere in der Frage, wer das Gewaltmonopol im öffentlichen Raum innehat, dies ist entscheidend. Ob ein schwarz-grüner Senat noch eine Zukunft hat, ist von allenfalls sekundärer Bedeutung. Da die Grünen den Beustschen Linkskurs zu einer Bedingung für das Fortbestehen des Bündnisses machen, sind die Zukunftsaussichten eher trübe. Ein Staat, der den privaten Waffenbesitz streng limitiert und seine Polizisten im Kampf gegen die Straße im Stich lässt, kann sich eine grün dominierte Sicherheitspolitik jedenfalls nicht leisten. An Neuwahlen führt letztlich kein Weg vorbei, da dieser Senat die Bodenhaftung verloren hat. Ob die Aliens im Hamburger Rathaus dies seit gestern mitbekommen haben? Ich befürchte, nicht. 19. Juli 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann oder Michael Klonovsky schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareTanja_Klaeft, am 19. Juli 2010 um 17:37 ( Link ) Und nebenbei: Wie hätte von Beust denn sonst regieren sollen? Mit der komplett durchgeknallten Hamburger Linken oder der total heruntergewirtschafteten Hamburger SPD, die sich seinerzeit im Entstadium eines fortgeschrittenen Selbstzerfleischungsprozesses befand und komplett regierungsunfähig war? Olaf Janowski, am 19. Juli 2010 um 18:00 ( Link ) An Hamburg wird sichtbar, wieviel das politische System in Deutschland am Ende ist. Die nachträgliche Aufoktroyierung einer verfehlten EInwanderungspolitik (die gar keine war, noch nicht mal in Ansätzen) von 1960 bis heute gegen die immer noch Mehrheitsgesellschaft ist zum Scheitern verurteilt. Zumindest in demokratischen Meinungsbildungsprozessen und Entscheidungsprozessen (Volksabstimmungen), die das Attribut demokratisch noch verdienen. JMW, am 19. Juli 2010 um 19:17 ( Link ) Das Eltern über die Zukunft ihrer Kinder abstimmen lassen, ist sowas von banane, dass einem dazu irgendwie jarnüscht einfällt. Fritz the cat, am 19. Juli 2010 um 19:31 ( Link ) Jepsen + v.Beust sind erledigt ; der Kampf gegen das system beginnt . Es wird weiteren bürgerlichen Widerstand gegen die Zumutungen des juste milieu geben . Keine mullahs in meinem Kiez ! JMW, am 19. Juli 2010 um 20:17 ( Link ) bürgerlichen Widerstand Statt Rotfront die Reaktion? Kurt_G Tanja_Klaeft Gott (oder wer auch immer) möge Deutschland davor schützen, dass dieser Mann jemals etwas in diesem Lande wird. abolut richtig! wer sich mit Toupet und Brutalrhetorik durch die politische Landschaft wurschteln muß, über Leichen geht, ist nicht nur gefährlich sondern dem ist dringend zur Therapie zu raten. Der Mann ist mehr als gefährlich. Nach unten treten und nach oben bukeln .. Wenn Bosbachs Fifi bellt ab in Deckung .. Der bekäme von mir nicht mal die Macht über einen Autoschlüssel. Hans Meier, am 19. Juli 2010 um 20:21 ( Link ) "...der Volksverat der etablierten Parteien..." ist im Wahlsystem West ebenso möglich wie es im Alternativmodell Ost angelegt war. Wenn die Bürger Direktkandadaten auswählen dürften, klare Mehrheiten mit Stichwahlen erfolgten, dann müssten die Parteien ihre Macht mit dem Wähler teilen und nicht nur unter sich. Die unseligen Zweitstimmen entziehen die Hälfte der Mandatsträger der direkten Wählerauswahl, bzw. verhindern auch die Abwahl unfähiger Berufspolitiker. Fraggel, am 19. Juli 2010 um 20:24 ( Link ) Warum wird hier jetzt ein zweites Mal nachgekartet bzw. der Ausgang des Volksentscheids kommentiert (ohne nennenswerten Erkenntnisgewinn)? Es ist alles gesagt - nur noch nicht von jedem. Horst E. Böttcher, am 19. Juli 2010 um 20:37 ( Link ) Hier ist zunächst einmal festzuhalten, dass es die Grünen waren, die die Verbindlichkeit von Volksentscheiden durchgesetzt haben, währedn die CDU zur Zeit ihrer Alleinherrschaft noch einen (damals unverbindlichen) Volksentscheid, in welchem sich 75% der Bürger gegen die Privatisierung des Landesbetriebs Krankenhäuser ausgesprochen hatten, einfach ignorierte und an Asklepios verkaufte. Es stellt sich die Frage, wer wohl die besseren Demokraten sind, gerade unter der in diesem Forum immer wieder erhobenen Forderung nach Volksabstimmungen z.E. zu EU, dem Euro, usw. Zur Sache der Schulreform ist folgendes anzumerken. Die Entscheidung war von beiden Seiten stark emotional aufgeheizt worden. Obwohl heute über jeden unwichtigen Quatsch umfangreiche (und teure) Untersuchungen geführt werden, gibt es noch keine klare Erkenntnis, ob vier oder sechs Jahre gemeinsames Lernen vorteilhafter sind. Von den Protagonisten der Reform wurde behauptet, dass in den meinsten vergleichbaren Ländern, sechs oder mehr Jahre die Regel seien, eine Aussage, die von den Gegnern nicht bestritten wurde. Die Gegner hatten übrigens als Kompromiss eine Einführung der Primarschule in einigen Testbezirken vorgeschlagen um zu prüfen, welche Schulform die besten Resultate bringt. Ein wichtiger Punkt waren die enormen Kosten der Umstellung, die zwar von beiden Seiten unterschiedlich gesehen wurden, in jedem Fall aber substantiell waren. Aus diesem Grunde war die Reform abzulehnen, da mit ungeheuren finanziellen Aufwand im besten Falle nur ein sehr geringer Vorteil zu erreichen war. Ansonsten gab es durchaus Argumente, die für die Reform sprachen, aber den Gegnern ist zuzustimmen, hier vorsichtig zu agieren und erst die Ergebnisse von Tests abzuwarten. loyalbushie, am 19. Juli 2010 um 20:41 ( Link ) Die Problematik illustriert einmal mehr, wie Schwarz-Grün funktioniert: Die Grünen schlucken ein paar Fernstraßen und zwei oder drei Kraftwerke und kriegen dafür alle Ressorts, in denen man aktive Gesellschaftspolitik betreiben und Ideologie durchsetzen kann, frei Haus. Alle Freunde fortschrittlicher Schulpolitik sollten aber gelassen bleiben: In Hamburger Schulen werden auch so bereits entscheidende Akzente proletarischer Bewusstseinsbildung gesetzt... Sven Adam, am 19. Juli 2010 um 23:32 ( Link ) Was sollen diese Nachkarter-Kommentare. Wenn zeitnah zwei Beiträge zum Thema eingehen und der Blogbetreiber entscheidet sich dazu, beide Beiträge zu publizieren, dann ist das eben so. Fritz the cat, am 19. Juli 2010 um 23:45 ( Link ) Schule in HH bedeutet immmer Zwangsproletarisierung , so oder so , auch am Gym. Kein Wunder , daß sich viele Eltern für private katholische Bildungseinrichtungen entscheiden . Der hamburger Hauptschuldirektor "Rämpke" ( Name geändert " sagt es unter 4 Augen : "wir bilden nicht für die kapitalistsiche Ausbeutungslogik aus" . in 2 Jahren geht er in den unverdienten Ruhestand . die Bildungsbolschewisten wollen ein neues , revolutionäres Subjekt an den Schulen heranzüchten , die Unis sind überfüllt , überfüllt mit Totalversagern die in den Gleisbau gehören und mit blöden Muschis die in eine Fischfabrik gehören . Das Akademikerproletariat gehört in den Arbeitseinsatz ( OST ) und die hamburger Beamtenleerer gehören in den Knast vonclausewitz, am 20. Juli 2010 um 3:25 ( Link ) Expropriiert die Expropriateure! Wir fordern eine andere Art des Ausbeutung! Das Journalistenkombinat "Rote Fahne" aus Hamburg hat ja bereits nach kurzem Katzenjammer über den missglückten Plebiszit das bestehende "System" zum bundesdeutschen Standard erklärt. Was von der Schulreform übrig bleibt Wenn schon Polizeistaat, dann bitte diese verlauste Bande mit Knüppeln und Gewehrkolben in den Tagbau treiben. Cody, am 20. Juli 2010 um 11:26 ( Link ) Schwarz-grüne Bündnisse im Bund sind ziemlicher Unfug, denn die inhaltlichen Schnittmengen zwischen beiden Parteien sind viel zu gering. Selber Unfug! Die CDU (genau wie die FDP) macht 100% grüne Politik. Lediglich in den Medien wird noch die Illusion von einem echten Mehrparteiensystem aufrecht gehalten. Friedrich Dominicus, am 21. Juli 2010 um 12:35 ( Link ) Darf ich auf das Nachtreten nach dieser Abstimmung hinweisen? Und ja inzwischen ist es wirklich egal wo man sein Kreuzchen macht, am Ende ist man immer der Dumme... IBIF, am 01. August 2010 um 1:40 ( Link ) Etwas mehr Phantasie ist schon wünschenswert: http://ec.europa.eu/education/school21/results/sedlaczek_de.pdf Bildung ist möglich. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Tanja_Klaeft, am 19. Juli 2010 um 17:31 ( Link )
Wolfgang Bosbach? Der Bosbach, der dem BKA unter dem verlogenen Vorwand der Kinderpornographiebekämpfung ein Gesetz zur willkürlichen Sperrung von Netzsperren spendieren wollte?
Gott (oder wer auch immer) möge Deutschland davor schützen, dass dieser Mann jemals etwas in diesem Lande wird.