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![]() Ansgar Lange, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Publizist. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: |
Rezension: „Die Deutschen und ihre Geschichte“: Es lief nicht auf Hitler zuvon Ansgar Lange Wer Joachim Fest, Golo Mann oder Sebastian Haffner schätzt, wird sich auch von Alexander Gauland gut unterhalten wissen Die deutsche Geschichte lief nicht automatisch auf Adolf Hitler zu. Mit diesen Worten lässt sich Alexander Gaulands schmaler Band „Die Deutschen und ihre Geschichte“ zusammenfassen. Der Autor ist ein bekennender Konservativer. Seine Artikel erscheinen heute vor allem im „Tagesspiegel“ und in der „Welt“. Für Caspar von Schrenck-Notzings „Criticón“ hat er in den 70er und 80er Jahren einige noch immer lesenswerte Autorenporträts vornehmlich englischer Schriftsteller geliefert. Zuletzt war der 1941 geborene Gauland, der einst auch als Staatssekretär in der hessischen Staatskanzlei diente, als Herausgeber und Geschäftsführer der „Märkischen Allgemeinen“ in Potsdam tätig. Wer in der Geschichtswissenschaft nicht dem Kult des Bruchstücks huldigt und sich bei Autoren wie Joachim Fest, Golo Mann oder Sebastian Haffner zuhause fühlt, wird sich auch von Gaulands jüngstem Werk angesprochen fühlen. Das Buch ist angenehm kurz, die Prosa elegant und sehr gut lesbar. Durchaus kritisch äußert sich der Autor zum „Lebensgesetz Preußens“, insbesondere aber auch zur „Radikalität“ im Handeln von Friedrich dem Großen: „So haben schließlich der preußische Klassizismus und Fontane mehr für die Stabilität dieses Staatswesens getan als die Eroberung Schlesiens. Doch trotz dieser kulturellen Leistungen bleibt der Satz des Historikers Erdmann gültig, dass es keine preußische Idee gab, mit der dieser Staat – anders als Frankreich, England oder auch Spanien – in die Welt hätte hinauswirken wollen.“ Für mehr Gerechtigkeit plädiert Gauland auch im Hinblick auf die Beurteilung der Jahre nach dem Wiener Kongress. Sie seien nicht Sinnbild für Reaktion, Stillstand oder Verzopftheit, sondern glückliche und friedliche Jahre, „in denen der Metternichsche Pessimismus für eine ungestörte Privatheit sorgte, deren ästhetischer Ausdruck das Biedermeier war“. Während das Werk Bismarcks durchaus Anerkennung erfährt, fällt das Urteil über die wilhelminische Zeit scharf aus. Die bürgerliche Gesellschaft damals sei eine „Gesellschaft ohne Selbstbewusstsein“ gewesen. Insbesondere auf kulturellem Gebiet habe das Deutsche Reich eine Sonderentwicklung durchgemacht: „In diesem Geist empfängt das deutsche Bürgertum die Musik Richard Wagners und die Philosophie Friedrich Nietzsches. Statt des großen sozialen Romans, wie ihn England, Frankreich und Russland mit Dickens und Thackeray, Balzac, Flaubert und Zola, Gogol und Tolstoi hervorbringen, entstehen in Deutschland die Musikdramen Richard Wagners als ein Hymnus auf das Völkisch-Mythische.“ Dass schließlich eine solche mediokre Gestalt wie der böhmische Gefreite sich die Macht in Deutschland ergaunerte, hatte viel mit den Belastungen des Versailler Vertrages sowie den Drangsalen der Weimarer Republik an ihrem Beginn durch Niederlage und Inflation zu tun. Bismarck, Friedrich der Große oder auch Luther waren jedenfalls keine direkten Vorfahren Hitlers. Mit der Wiedervereinigungspolitik Helmut Kohls kam die deutsche Geschichte dann doch an ein (vorläufiges) glückliches Ende: „Seit Bismarcks Bündnissystem von den Nachfolgern aufgegeben worden war, war es das erste Mal, dass ein deutscher Regierungschef wieder Weltpolitik machte, ohne das Land ins Chaos zu führen“. Internet 10. März 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Roland Baader, Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Arne Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Klaus Rainer Röhl schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Social BookmarksAnzeigenKommentareEEkat, am 10. März 2010 um 15:47 ( Link ) Es ist von Deutschen und ihrer Geschichte die Rede. Es lief nicht auf Hitler zu Wenn was genau vorab geschehen wäre? Wenn unsere Geschichte vorher anders verlaufen wäre? Wie sähe es denn damit aus: Wenn der Deutsche etwas anders gestrickt wäre? EEkat Mark Mallokent, am 10. März 2010 um 16:32 ( Link ) Wenn Gauland wirklich die Qualität von Haffner erreicht, ist er lesenswert. AndiDD, am 10. März 2010 um 17:53 ( Link ) Fast immer ist der Verlauf der Weltgeschichte von Zufällen geprägt, von Wendepunkten, die so unvorstellbar sind, dass sie kein klar denkenden Mensch für möglich gehalten hatte. Die Seeschlacht von Salamis und die darauffolgenden Siege gegen einen zehnfach überlegenen Gegner - ohne die der bloße Begriff "Demokratie" eine Fußnote der Geschichte geblieben wäre - gehört ebenso dazu wie die Katastrophe an der Marne - ohne die der gewaltige Wirtschaftsaufschwung Anfang des vorigen Jahrhunderts wohl nicht unterbrochen worden wäre und der "Kommunismus" wohl nur den Rang dieser Fußnote hätte. Einzel, am 10. März 2010 um 20:00 ( Link ) Nun, ich bin ebenfalls der Meinung, dass Hitler nicht in direkter Folge von Bismarck, Luther oder dem alten Friedrich steht, aber die Umstände um 1900 ließen wenig Spielraum. nehring, am 10. März 2010 um 20:21 ( Link ) "...aber die umstände um 1900 liessen wenig spielraum...". oh doch, werter einzel (oder einzelne): vergessen Sie den grossen gegenspieler nicht! es hiess "made in germany", weil es einen makel darstellen sollte! und in den 80-ern des 19.jahrhundert, im englischen parlament: "germaniam esse delendam!" es traf sich dieser englische vernichtungswille mit dem französischen hass wegen 1870/1871 und das alles kulminierte dann in versailles, nachdem deutschland die waffen streckte im vertrauen auf präsident wilson... hitler kam von versailles!! ein moderater vertrag, der die bezeichnung vertrag und die benennung frieden verdiente... am deutschen "strickmuster" lags wohl nicht - eher daran, dass deutsche eliten den existenzbedrohenden realitäten damals (wie heute meine ich) nicht gewachsen waren... mal ganz simpel, oder wie robert deniro sagen würde: zusammenschluss "einiger" besetzter deutscher gebiete sollte es wohl heissen! nepo77, am 10. März 2010 um 21:42 ( Link ) "mal ganz simpel, oder wie robert deniro sagen würde: Dem stimme ich 100% zu. Einfach gesagt ein System funktioniert solange es funktioniert. Wenn es nicht mehr funktioniert sind die Systemadministratoren in der Regel verantwortlich -sprich sie haben es vermasselt. Was danach kommt ob gut oder schlecht kann man zu einen großen Teil dieser Administratoren anlassten. Das Volk steht dabei weitgehend aussen vor, alle 4 Jahre wählen zu dürfen ist kaum eine Grundlage für Verantwortung. Mir kommt es so vor das die BRD von anfang an eine Mentalität heranzüchtet in dem das Volk als "Wähler des Hitler's" sich permament Vorwürfe machen soll, obwohl der Vorwurf eigentlich an die Regierenden von damals gehen sollte. Keine Überaschung das dies zum Teil auch die Regierenden von heute sind. Einzel, am 10. März 2010 um 22:03 ( Link ) "Mir kommt es so vor das die BRD von anfang an eine Mentalität heranzüchtet in dem das Volk als "Wähler des Hitler's" sich permament Vorwürfe machen soll, obwohl der Vorwurf eigentlich an die Regierenden von damals gehen sollte. Keine Überaschung das dies zum Teil auch die Regierenden von heute sind." Das ist doch aber gewollt. Al_Bore, am 11. März 2010 um 0:58 ( Link ) @nahum (indifferent) Wenigstens den namentlich zeichnenden Autor nicht auf Ihre öde Proletentour @Lange anzusabbern, könnte vielleicht sogar Ihnen zur Zierde gereichen. Martin Möller, am 11. März 2010 um 8:56 ( Link ) Gauland schrieb die Autorenportaits "Lord Castlereagh", "Thomas Babington Macauly""" und "Chateaubriand". Übrigens sind die Amis auch an unserem Hitler schuld, denn ohne ihren verbecherischen "Eintritt" in den 1. Weltkrieg hätte es keinen HItler geben können. AndiDD, am 11. März 2010 um 9:11 ( Link ) "Übrigens sind die Amis auch an unserem Hitler schuld, denn ohne ihren verbecherischen "Eintritt" in den 1. Weltkrieg hätte es keinen HItler geben können." Goldelse, am 11. März 2010 um 10:12 ( Link ) Wir sind gerade dabei, den 3. Weltkrieg zu verlieren, die DM ist aufgegeben, unser Land ist immer noch besetzt und wurde einem Länderbrei namens EU übergeben, Deutschland ist also keine Nation mehr und die Macht des Parlaments wurde nach Brüssel abgegeben, unsere Kultur wird zersetzt und beliebig international gemacht. Nun übergeben wir gerade allen ausländischen Kräften, die möchten, unseren Grund und Boden. Wer schuld ist? Die Hochfinanz, die das organisiert und willig gemachte deutsche Politiker ohne Nationalstolz. Mark Mallokent, am 11. März 2010 um 10:40 ( Link ) Wird hier eine interne Meisterschaft ausgetragen, wer am besten jammern kann? fwh, am 11. März 2010 um 11:34 ( Link ) Die deutsche Geschichte als Vorgeschichte der NS-Herrschaft zu denunzieren, ist eine 68er-These, über deren Wahrheitsgehalt man mangels Masse nicht diskutieren muß. Da der vorgebliche Antifaschismus mittlerweile der einzige Kitt ist, der die Lebenslügen der 68er-Protagonisten zusammenhält, ist jedoch eher mit einer Verstärkung der entsprechenden Kampagnen zu rechnen. EEkat, am 11. März 2010 um 13:11 ( Link ) Was aus der Hitlerzeit herüberzureichen scheint ist die tief in dem Deutschen verwurzelte Überzeugung: die anderen seien schuld. Sowas wird dann irgendwann zum Selbstläufer. Den Deutschen fehlt individuelle Souveranität. Es sind Zwerge, in den Körpern von Hünen. Das macht sie zu ausgezeichneten Untertanen. Das macht sie anfällig für Vorreiter, Führer. Und das stülpt ihnen über, Verfolgte, Benachteiligte, ungerecht Behandelte zu sein. Das Internet ist eine geradezu prädestinierte Klagemauer für solchen Menschenschlag. Anonym, der Platz. wo man sein ganze Elend hinausschreien kann. Das muß am Trinkwasser liegen. Bestimmt aber an den Amwerikanern. Oder an Juden. Nee: Hitler war eine logische Konsequenz aus dem Wesen der Deutschen, die Kulmination der Ereignisse, in die sie sich aufgrund ihrer Nörgelei, die zu kurz Gekommenen, die Verfolgten, Umstellte zu sein, hineingeritten hatten. Hitler sprach all das in ihrem Wesen an, was der dringenden Heilung bedurfte. Die Besonderen zu sein, Die Auserwählten. Die potentiellen Weltbeherrscher. Peinlich. Mit Hitler ging es dann runter bis zur Talsohle. Gelernt daraus haben die Deutschen nicht viel. Jedenfalls ist davon im Internet nicht viel zu erkennen. Übrigbehalten haben sie, daß auch Hitler irgendwie eine Ungerechtigkeit gewesen sei, die uns von außen aufgezwungen wurde. Des Deutschen inneres Verhältnis zum Staat jedenfalls, zur Obrigkeit, das jedenfalls haben sie nicht bereinigt. Es fehlt: die innere, die eigene Souveranität. Also haben wir nun 60 Jahre einer relativ guten Zeit verzehrt, uns von den Amis offenbar aufgezwungen. Es wird Zeit, daß die Deutschen nun endlich in ihre eigentliche Spähre einrücken, welche auch immer diese sein mag. Heil Wotan, irgendwie sowas in dieser Richtung. Oder besser: Rot Front, Wotan. EEkat Klaus Wulf, am 11. März 2010 um 14:06 ( Link ) Kohl wird total überbewertet. Ihm fiel die reife Frucht DDR in den offenen Schoss. Die Frucht zum Reifen gebracht hat das Volk, die Ostdeutschen. Kohls Rolle war kaum mehr als die eines Sachwalters. Ganz anders Hitler. Ein Utopist und Revolutionär vergleichbar mit Lenin, Stalin oder Mao. Leider, wie so oft, mit einer tödlichen Utopie. Olaf Janowski, am 11. März 2010 um 15:59 ( Link ) Hört doch einfach mal kollektiv auf, Steuern und Abgaben zu zahlen und organisiert mal den Generalstreik (wie eben gerade die Griechen). Mal sehen was passiert. Bitte den Rasen betreten. Aber da das der Deutsche nicht hinkriegt, ist es besser aus Deutschland auszuziehen anstatt im Internet kollektiv herumzuheulen. AndiDD, am 11. März 2010 um 17:20 ( Link ) @nahum: Die NSDAP war eine sozialrevolutionäre Partei, ihre frühe Anhängerschaft geprägt von dem Elend der Nachkriegszeit und der Inkompetenz und der damaligen "etablierten" Parteien, allen voran die SPD und das Zentrum. AndiDD, am 11. März 2010 um 17:56 ( Link ) @nahum: Sehr schön referiert. Und? eo, am 11. März 2010 um 18:20 ( Link ) Hinterher Kurt_G Mit der Wiedervereinigungspolitik Helmut Kohls kam die deutsche Geschichte dann doch an ein (vorläufiges) glückliches Ende Mein Gott was für ein Unsinn. Zum Thema zieht euch mal "Der Moloch" von Karl Heinz Deschner. Vieles ist abgekupfert. Bundeskanzlerin Merkel und Bundesfinanzminister Steinbrück wären aller finanziellen Sorgen für die Bundesrepublik ledig, wenn man sich nur entschließen könnte, die Schadenersatz- bzw. Entschädigungsansprüche für das deutsche Volk gegenüber den eigentlichen Brandstiftern des Zweiten Weltkrieges geltend zu machen. Die Fakten liegen auf dem Tisch, werden jedoch von der "reeducated" Geschichtswissenschaft totgeschwiegen oder verfälscht. Adolf Hitler wäre ohne die jeweils dreistelligen Millionen Reichsmarkbeträge, die er in hochverräterischer Weise aus dem Ausland erhielt, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht an die Macht gekommen. Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Ohne Hitler, kein Massaker anläßlich der Röhm-Affäre, keine Gestapo, keine SS, kein Volksgerichtshof, keine Sondergerichte, kein Zweiter Weltkrieg, keine Konzentrations- und Vernichtungslager und deshalb auch keine Vernichtungsaktionen gegen die europäischen Juden, Zigeuner, Polen, Russen usw. Dann das hier - Herr Ansgar Lange: (Calvin Coolidge, US‑Präsident 1923‑1929) "Die Amerikaner schätzten uns richtig ein ‑ durch das ganze Jahrhundert. Sie wußten, auf die Deutschen ist Verlaß. Erst konnten sie die Nation 1917/18 kaputtschießen, danach, in den goldenen zwanziger, den braunen dreißiger Jahren, sie wieder auferstehen lassen, in den vierziger Jahren ihr erneut den Rest geben und endlich in den fünfziger Jahren sie abermals aufrüsten ‑ ein wahrhaft wundervolles Geschäft, das Geschäft des Jahrtausends." "Schon lange vor der Machtergreifung war die Wiederaufrüstung geplant, hatte das Militär projektiert, die Armee von sieben auf 21 Divisionen zu erweitern. Das dürfte den USA schwerlich unbekannt geblieben sein. Von 8 1/3 Millionen Reichsmark Gesamtausgaben des Deutschen Reiches ... entfielen 1928/29 nicht weniger als 65,5% zur Deckung der Folgen des letzten Krieges und zur Vorbereitung eines neuen..." "Die Staatsausgaben des Deutschen Reiches für Kriegsfolgen und Kriegsvorbereitungen betrugen ... das Hundertfache seiner Ausgaben für Bildung. Warum Leute bilden lassen, die man doch wieder abschlachten läßt?" "Die Wallstreet kauft Hitler. Es waren dieselben Wallstreet-Kreise, die schon 1917 die bolschewistische Revolution finanziert hatten, die auch Hitler beisprangen, in der einzigen Absicht, seine Machtergreifung, seine Aufrüstung sowie den nächsten Weltkrieg zu ermöglichen und damit für sie selbst noch riesigere Gewinne als im letzten. Dieselben Wallstreet‑Kreise übrigens, die nach 1945 auch den Kalten Krieg schürten und die großen Nutznießer der Remilitarisierung der deutschen Bundesrepublik wurden." "Treffend resümiert der Amerikaner H. R. Knickerbocker in seinem Buch "Deutschland So oder So?" die Lage in Europa im Jahr 1932: "Die amerikanischen Investitionen auf dem europäischen Kontinent sind in einem Schlachtfeld angelegt." "Man hat die Summe, mit der Adolf Hitler gekauft worden ist, um den Zweiten Weltkrieg zu inszenieren, auf etwa eineinhalb Milliarden Mark, nach heutiger Kaufkraft, geschätzt. So fragwürdig diese Bezifferung sein mag, fest steht, daß Hitler nicht nur der Erfüllungsgehilfe der deutschen Industrie gewesen ist. Und wenn diese Industrie ... selbst während des Ersten Weltkrieges mit Wissen der obersten deutschen Behörden auch die Feindstaaten beliefert hat (Thyssen ... gelegentlich halb so billig wie die eigene Heeresverwaltung), warum sollten amerikanische Banken nicht Hitler finanzieren, noch dazu im Frieden? So "hausgemacht", so ein Produkt bloß des deutschen Mistes, wie immer wieder hingestellt, ist Hitler nicht gewesen." "Daß Hitler die Mittel für seine äußerst intensiven Wahlfeldzüge in den frühen dreißiger Jahren weder aus den Beiträgen seiner Genossen noch von den Geldern der deutschen Industrie bestreiten konnte, hatten aufmerksame Beobachter bemerkt. ... Es gab neben der Parteikasse noch einen Geheimfonds, und amtliche Stellen Berlins hatten auch Hitlers Finanzierung durch ausländische Geldgeber längst registriert. Schon ein Prozeß im Sommer 1923 wegen der NSDAP‑Finanzierung hatte ergeben, daß der Partei dreimal große Geldbeträge aus dem Saargebiet über die Deutsche Bank zugeflossen waren. Nach Überzeugung des Gerichts stammten sie von amerikanischer Seite, dem Großindustriellen Henry Ford, der lebhaft eine deutsche Aufrüstung wünschte. Agenten des langjährigen preußischen Innenministers Carl Severing hatten seit 1929 aber auch Verhandlungen Hitlers mit US-Bankiers im Berliner Hotel Adlon beobachtet, Verhandlungen, die dort bis 1933 stattfanden. Das Resultat dieser Untersuchungen gelangte später ins "Abegg‑Archiv" in Zürich, wo es allerdings nicht mehr ist. Severing beauftragte Ende 1931 seinen Staatssekretär Dr. Abegg mit Nachforschungen über ... ausländische Finanzquellen. Dabei ergab sich, das Geld für die aufwendige Nazi‑Propaganda stammte "nur aus dem Ausland, insbesondere aus den USA". Übrigens hatte Hitler auch einen großen Teil der Waffen für SA und SS nicht von der Reichswehr, sondern vom Ausland erhalten. ... im Hotel Adlon waren beteiligt: Bankier Warburg als Treuhänder des New Yorker Bankhauses Kuhn, Loeb und Co. sowie eine Gruppe der amerikanischen Ölfinanz. Auf deutscher Seite haben an den Verhandlungen teilgenommen: Hitler, Göring, Georg Strasser, von Heydt, ein Berliner Rechtsanwalt L ... so weit ... Kurt_G und weiter: Was aber bestimmte Warburg, den Treuhänder von Kuhn und Loeb, von demselben Bankhaus also, das 1917 die bolschewistische Revolution finanziert hatte, nun Hitler zu finanzieren, und zwar mit der beträchtlichen Summe von 32 Millionen Dollar, 128 Millionen Reichsmark (60, 40 und 28 Millionen), die getarnt über verschiedene Banken, die Banca D'Italia, Rom, die Bank Mendelson Co, Amsterdam, ua.a. in Hitlers Hand gelangten? Nicht nur darüber hinterließ Unterhändler Warburg selbst Aufzeichnungen. Daraus ergibt sich, daß die US‑Hochfinanz 1929 an ausländische Regierungen und Private Forderungen von etwa 85 Millionen Dollar hatte, und daß sie, wie die US‑Regierungen, den Frankreich begünstigenden Versailler Vertrag mißbilligte. ... Und während Frankreich aus Sicherheitsgründen ein schwaches Deutschland wünschte, wollten die USA ein starkes ‑ wie nach 1945 wieder. Bei Beratungen der Präsidenten der "Federal Reserve" Banken, des eigentlichen Finanzzentrums der Wallstreet, der fünf unabhängigen Banken, Vertreter der Royal Dutch, der Standard Oil Rockefeller jun. u. a. im Sommer 1929 wurde Warburg schließlich gebeten zu prüfen, ob Hitler für amerikanisches Geld zugänglich sei. Als Gegenleistung hätte dieser gegenüber Frankreich eine aggressive Außenpolitik einzuleiten, sollte aber "in die wirklichen Motive der amerikanischen Unterstützung nicht eingeweiht werden". "Hitler seinerseits habe bei den Verhandlungen in Berlin betont, daß "er mit den Arbeitslosen alles machen könne, wenn er ihnen nur Uniformen und Verpflegung gebe ... Alles hinge vom Geld ab ... Die USA‑Hochfinanz habe doch sicher ein Interesse daran, daß er, Hitler, an die Macht komme, denn sonst hätte sie ihm nicht bereits 10 Millionen Dollar übergeben ... Wenn er von der USA-Hochfinanz 500 Millionen Mark erhalte, sei er in "sechs Monaten fertig". Hitler habe auch die Kommunisten als erledigt bezeichnet und erklärt, er werde nun die Sozialdemokraten ausschalten, durch Wahlen oder mit Gewalt. Eventuell komme noch eine Verhaftung von Hindenburg, Schleicher, Papen, Brüning in Betracht, aber alles koste Geld, und das bisher aus den USA erhaltene sei verbraucht. Kurz vor Hitler überraschendem Wahlsieg 1930, errungen mit einem für deutsche Verhältnisse ganz ungewöhnlichen Propagandaaufwand, war das große Geld aus dem Ausland gekommen und floß weiter bis zu seiner Machtübernahme 1933. Die Summe von Kuhn, Loeb u. Co ... war sehr stattlich, doch nicht überdimensional ... Die Waffstreet‑Bankiers hatten gut kalkuliert, nicht mehr gegeben als nötig, doch genau so viel. Informiert über die Recherchen Abeggs waren zunächst Reichskanzler Brüning und General von Schleicher, seit 1929 Chef des neuerrichteten Ministeramts im Reichswehrministerium und am 2.12. 32 selbst Reichskanzler. Als sich Abegg dann im Frühjahr 1932 in die Schweiz absetzte, beschlagnahmte die SS bei einer Durchsuchung seiner Wohnung das Dossier Hitler. Das Duplikat sollte sie ein Jahr später bei einer Durchsuchung des Hauses von General Schleicher sicherstellen, der General, ein intimer Kenner von Hitlers Auslandsfinanzierung, und seine Frau wurden bei dieser Gelegenheit im Zusammenhang mit dem sogenannten Röhmputsch ermordet. Ebenfalls beseitigte man seinerzeit einen weiteren Mitwisser von Hitlers geheimen Geldquellen, Georg Strasser, der innerhalb der NSDAP antikaptitalistische Ideen vertrat ... Hitler hatte ihn 1925 zum Reichsorganisationsleiter der Partei ernannt, deren Finanzierung sowohl Strasser wie Schleicher genau bekannt war. Selbstverständlich standen die Hitler so verhängnisvoll fördernden ausländischen Geldgeber nicht vor dem Nürnberger Tribunal. ... wurden die Dokumente des Abegg‑Archivs nicht zugelassen. Das heikle Thema der Hitler‑Unterstützung durch die großen Finanzmächte der USA durfte unter keinen Umständen auch nur erwähnt werden. Als der Freimaurer Bankier und Politiker Hjalmar Schacht, bis 1937 Reichswirtschaftsminister, zur Sprache bringen wollte, wurde er ... zum Schweigen gebracht. "Als Schacht, meldete die Neue Züricher Zeitung vom 2.5.1946, wiederum auf die Haltung ausländischer Mächte gegenüber der NaziRegierung und auf die Hilfe, die sie ihr angedeihen ließen, zu sprechen kam, entschied der Gerichtshof, daß diese Dinge mit der Sache nichts zu tun hätten und daher unzulässig seien..." Hitlers Bezahlung durch das Bankhaus Warburg und das amerikanische Großkapital thematisierte auch das 1933 von Van Holkema & Warendorf, Amsterdam, unter dem Namen von Sidney Warburg verlegte Buch "De Geldbronnen van het Nationaal‑Socialisme. Drie Gesprekken met Hitler door Sidney Warburg". Doch wurde das Buch kurz nach der Publikation ... aus dem Handel gezogen bzw. zurückgekauft, und zwar durch einen Amsterdamer Rechtsanwalt, offensichtlich im Auftrag der Warburg‑Familie, ohne daß man natürlich alle Exemplare wieder bekommen konnte. Zwei Bände gelangten in die Hände des österreichischen Gesandten von Alexis in Den Haag. Gegen die baden‑württembergische Deutsche Gemeinschaft, die 1950 beweiskräftige Dokumente über die Finanzierung der Hitler‑Wahlen von 1930‑1933 veröffentlicht hatte, wurde prozessiert. Diesen Prozeß, doch eine historische Sensation ersten Ranges, gewann die Deutsche Gemeinschaft auch, aber keine einzige deutsche Zeitung berichtete darüber zu einer Zeit, da die Remilitarisierung Deutschlands schon eingeleitet war. Nun gab es aber weitere amerikanische Banken, die Hitler finanzierten, sogar noch viel höher, obwohl auch darüber fast nichts durchgesickert ist. John Foster Dulles ‑ eine Milliarde Dollar für den "Führer". Schon im Oktober 1944 hatte US‑Senator Claude Pepper, Florida, geäußert, zu jenen, die Hitler zur Macht verhalfen, habe auch John Foster Dulles gehört, denn es "waren Dulles Firma und die Schroeder‑Bank, die Hitler das Geld beschaffen, ... um seine Laufbahn als internationaler Bandit anzutreten."
Quelle: Verwendung von Karlheinz Deschner "Der Moloch", Heyne-Verlag Danke Karl Heinz Klaus Wulf, am 11. März 2010 um 22:50 ( Link ) @nahum Ihren Ausführungen entnehme ich, dass Sie sich weder mit "Mein Kampf" noch mit Hitler ernsthaft beschäftigt haben. Für Sie ist Hitler wahrscheinlich nur der spießig verklemmte Kunstmaler und Massenmörder (war er nicht auch noch homosexuell?). Damit sind Sie vollkommen im Einklang mit der politisch korrekten Sichtweise. AndiDD, am 12. März 2010 um 10:20 ( Link ) @nahum: Zumindest geht meine Bildung so weit, dass ich Personen, mit denen ich noch nicht die Säue gehütet habe, nicht mit "Du" anspreche. EEkat, am 12. März 2010 um 14:34 ( Link ) @AndiDD Ist mir so ergangen wie Ihnen. Man muß sowas nicht haben. EEkat AndiDD, am 12. März 2010 um 16:57 ( Link ) @EEkat: Tja, wohl wahr. Aber als Alleinunterhalter ist er stellenweise ganz amüsant ;-). fwh, am 12. März 2010 um 19:15 ( Link ) Ich dachte, das Thema seien weniger die sexuellen Präferenzen des österreichischen Gefreiten als vielmehr die deutsche Geschichte vor 1933 und deren gezielte Denunziation und Verfälschung durch interessierte Kreise. Im übrigen könnte eine Längenbegrenzung störenden copy&paste-Orgien vielleicht entgegenwirken. FWH nehring, am 12. März 2010 um 20:33 ( Link ) nahum. vielen dank, kurt g. sehr interessant. nicht so ein bockmist, wie... muhan? nehring, am 12. März 2010 um 21:36 ( Link ) danke u furchtbar ist es wohl... eo, am 12. März 2010 um 23:21 ( Link ) Der dicke Goldelse, am 13. März 2010 um 12:04 ( Link ) Lenin hatte die Syphilis, das nur mal nebenbei für die Kommunistenfreunde. Anmelden oder Registrieren, um Kommentare schreiben zu können |
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Goldelse, am 10. März 2010 um 12:16 ( Link )
Finde ich nicht, da begann das Elend, die Einwanderung wurde forciert, der Osten restlos vernichtet, der Kauf von gesellschaftlichem Eigentum durch internationales Kapital begann mit Kohls Schacher durch den Verkauf der Minol-Tankstellen an die Franzosen und hat bis heute tausenden uralten mittelständigen Firmen den Ruin gebracht, die Globalisierung ging in die letzte Runde, unsere Soldaten werden zu internationalen Kriegseinsätzen gezwungen, die deutsche hündische Ergebenheit an das Land des großen Messias nimmt groteske Züge an. Es gibt noch viel aufzuzählen, warum vor 20 Jahren das Leben lebenswerter war als heute.
Ich muss auch keine Bücher lesen, um zu erfahren, welche Gesellschaft positiv für die Menschen war, man sieht es an der Architektur.