09. Januar 2022

Zwei Jahre Corona Chronik einer Täuschung

Fast vergessene Lügen, Wahrheiten und Absurditäten

von Hugo Funke

Dossierbild

Seit zwei Jahren befindet sich das Land im medialen Dauerbeschuss mit Corona, Corona, Corona. Dieser Beschuss ist so massiv, dass er bei den meisten Menschen für eine Art Demenz sorgt – auch zum Selbstschutz. Anders ausgedrückt: Die oft verstörenden und sich teils widersprechenden Informationen können nur noch verarbeitet werden, wenn man sie schnell wieder vergisst. Diese Chronik soll ein paar Erinnerungslücken wieder auffrischen – zumindest kurzfristig.

Dabei decken die folgenden 29 Punkte einen Zeitraum von fast zwei Jahren ab. Eine Vollständigkeit würde dabei nur noch zusätzlich verstören, also gehört sie gar nicht zum Anspruch. Gebrochene Politikerversprechen würden eine eigene Abhandlung erfordern, also finden sie hier nicht statt. Wenn andere wichtige Dinge fehlen, werden sie später noch ergänzt werden. Ohnehin kann man sich sicher sein, dass es bei dieser Liste nicht bleiben wird. Schließlich hält jeder neue Tag neuen Wahn der regulierungswütigen Allmachtspolitiker und der von diesen bestellten Experten bereit.

Der Hinweis sei noch erlaubt, dass dieses Dokument sich ganz bewusst aus sehr zugänglichen Quellen des medialen Hauptstromes rekrutiert. Jeder kann diese Quellen mit ein wenig eigener Recherche auftun und sie kontrollieren. Nur zu! Wer sich in die Untiefen kleinerer und oft feinerer Medien begibt, wird noch viel mehr entdecken. Aber für den Hausgebrauch des ganz normalen Menschen reicht diese Liste vollkommen aus. So, und jetzt geht es auch los. Bitte anschnallen.

- Die Prognosen des RKI erweisen sich wieder als falsch. („Bild“, Dezember 2021)

- Viele Corona-Patienten nicht wegen Corona im Krankenhaus. („Bild“ und andere, Dezember 2021)

- WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus räumt ein, dass massenhaftes Boostern die Pandemie verlängert. („Welt“, Dezember 2021)

- Virologe Hendrik Streeck gibt zu, dass Corona-Impfstoffe nicht gut funktionieren und er einen Impfzwang schon deshalb kritisch sieht. („n-tv“, Dezember 2021)

- In Bayern, Sachsen und Hamburg zählt man Menschen bei den Inzidenzen ohne Impfstatus pauschal als „ungeimpft“. („BR“, „Welt“ und „NDR“, Dezember 2021)

- Virologe Alexander Kekulé gibt zu, dass das RKI und andere die Geimpften falsch informiert haben. Geimpfte seien eben nicht so geschützt, wie man es behauptet hätte. („Welt“, November 2021)

- Virologe Christian Drosten gibt zu, dass es keine „Pandemie der Ungeimpften“ gibt. („Berliner Zeitung“ und andere, November 2021)

- Die Regierung löscht ihre Aussage, es werde keinen Impfzwang geben von ihrer Internet-Seite. („Bild“ und andere, November 2021)

- Die Regierungskonferenz beschließt Maßnahmen vor allem gegen Ungeimpfte, um den Eindruck zu verhindern, dass die Impfungen nicht wirken. („Bild“, November 2021)

- Tausende von Intensivbetten werden in einer Pandemie abgebaut. („Bild“ und andere, November 2021)

- RKI-Chef Lothar Wieler gibt auf einer Pressekonferenz zu, „alle Menschen auf Dauer“ boostern zu wollen. (November 2021)

- Karl Lauterbach verbreitet die unhaltbare Behauptung, Ungeimpfte seien bis März „geimpft, genesen oder leider verstorben“. (Diverse Medien, Oktober 2021)

- Das Paul-Ehrlich-Institut streicht den Hinweis auf seiner Seite, Impfungen würden vor einer Infektion mit Corona schützen, und ersetzt ihn durch den Satz, entsprechende Impfungen würden lediglich vor einem schweren Verlauf schützen. (August und September 2021)

- Regierungssprecher Steffen Seibert erklärt bei einer Pressekonferenz, dass alle Fragen im Sinne einer Impfung beantwortet werden müssten. (September 2021)

- Die Hospitalisierungsinzidenz berücksichtigt auch Patienten, die zwar mit Corona infiziert sind, aber aus anderen Gründen im Krankenhaus liegen. („Welt am Sonntag“, September 2021)

- RKI-Chef Lothar Wieler verkündet im September 2021 bei einer Pressekonferenz, dass mehr Impfungen die Ausbreitung des Virus und die Bildung von Mutationen erschweren würden. Im Januar 2021 sagt er bei der gleichen Gelegenheit: „Je mehr wir impfen, desto mehr Varianten werden auftreten.“

- Jens Spahn gibt die Auswirkungen des anlasslosen Testens offen zu: „Wenn wir geschützte Menschen genauso testen wie ungeschützte, dann hört diese Pandemie nie auf.“ („Hart aber fair“, September 2021)

- Bertram Häussler, Leiter des Forschungsinstituts IGES, verkündet: „Wir haben ermittelt, dass bei gut 80 Prozent der offiziellen Covid-Toten, die seit Anfang Juli gemeldet wurden, die zugrunde liegende Infektion schon länger als fünf Wochen zurückliegt und man daher eher davon ausgehen muss, dass Corona nicht die wirkliche Todesursache war.“ („Welt“, August 2021)

- Der Wirtschaftsabschwung im Zuge der Corona-Politik könnte allein im vergangenen Jahr den Tod von mehr als 260.000 Babys zur Folge gehabt haben – vor allem in ärmeren Ländern. Der weltweite Hunger wird laut UN-Ernährungsbericht verschärft. („Focus“ und „ZDF“, Juli und August 2021)

- Zahlreiche Kliniken melden laut Bundesrechnungshof bewusst weniger freie Intensivbetten, als sie haben, um Subventionen aus Steuergeld zu erhalten. („Bild“, Juni 2021)

- Karl Lauterbach verkündet auf Twitter: „Impfschutz hält für die meisten gegen schwere Krankheit für ein Jahr.“ (April 2021)

- Die Inzidenz-Modellierung des RKI ist grob falsch. („Merkur“, April 2021)

- Kanzleramtschef Helge Braun verkündet: „Diejenigen, die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, treffen ihre individuelle Entscheidung, dass sie das Erkrankungsrisiko akzeptieren. Danach können wir aber keine Grundrechtseinschränkung eines anderen mehr rechtfertigen.“ („FAZ“, März 2021)

- Wolfgang Schäuble warnt im Bundestag vor „Millionen zusätzlicher Hungertoter“ durch die eigene Lockdown-Politik. (Dezember 2020)

- Jens Spahn kündigt das Ende der Beschränkungen an, wenn etwa zwei Drittel der Bevölkerung geimpft seien. (Bundesgesundheitsministerium, November 2020)

- Angela Merkel warnt, dass Mundschutz-Masken zur „Virenschleuder“ werden können. („Bild“, April 2020)

- Das Bundesinnenministerium spricht im Strategiepapier „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ von „gewünschter Schockwirkung“ und fordert die Verdeutlichung, dass Ersticken eine menschliche „Urangst“ ist. (März 2020)

- Kassenärzte-Chef Andreas Gassen verkündet: „Es gibt derzeit objektiv keinen Grund, sich wegen des Coronavirus Sorgen zu machen. Und wenn jemand doch erkrankt, ist er in Deutschland bestens aufgehoben.“ („Welt“, März 2020)

- Virologe Christian Drosten erklärt, dass man mit einer Maske das Virus „nicht aufhält“ und die „technischen Daten“ dazu „nicht gut“ seien. („RBB“, Januar 2020)

Anmerkung: Alle Quellen waren am 29. Dezember 2021 abrufbar.


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