23. Dezember 2020

Corona-Krise, nächste Stufe Das große Impfen

Das ist die Stunde der Zwangsbeglücker – um den Widerstand von Impfverweigerern zu brechen, lässt sich so manches ausmalen

von Klaus Peter Krause

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Bildquelle: carlosgardel Covid-19-Impfung: Das große Schweigen zu den Nebenwirkungen

„Die größte Impfkampagne aller Zeiten startet“, erfuhren „FAZ“-Leser aus ihrem Blatt am 7. Dezember auf Seite zehn. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie beginne auch in Europa eine entscheidende Phase. Die Kampagne läuft in allen Blättern und in Funk und Fernsehen auf allen Kanälen. Die Medien verbreiten die Kunde vom Impfstoff wie eine Botschaft des Heils. Die Mächtigen unserer Zeit haben ganze Arbeit geleistet: Es lieferten die Impfstoffhersteller ein Meisterwerk geplanter Bedarfsweckung, die politische Führung ein Meisterwerk für ihre Machtausweitung, die Medien eines der Massenbeeinflussung. Der Verdacht liegt auf der Hand: Zu viele, im Mainstream durchweg unterdrückte Tatsachen deuten darauf hin, dass die „Corona-Pandemie“ für die Genannten eine feine Sache ist, wohl gar eine Corona-Verschwörung, eine „Plandemie“. 

Herr im Himmel, eine Verschwörung! Lächerlich, einfach lächerlich. Die Verschwörungstheoretiker scheuen doch wirklich vor nichts zurück. Aber wie dem auch sei, jeder mag glauben, was er will, der Impfstoff ist nun endlich da, und nicht nur einer, somit wird jetzt geimpft whatever it takes. Den darob Beseelten quillt die Erleichterung aus allen Poren.

Doch ach, nicht alle stimmen in den Jubel ein. Es gibt Gegenwehr von Leuten, die sich dem Impfen verweigern. Das geht natürlich gaaar nicht. Prompt melden sich die Zwangsbeglücker zu Wort. Den Impfgegnern soll der Widerstand vergehen. Der Online-Informationsdienst „MMNews“ konstatiert: „Man braucht keinen Wahrsager zu bemühen, um vorauszusehen, dass das politisch-mediale Establishment seine gesamte Propagandamaschine, inklusive ‚nudging‘ und ‚framing‘ und was es sonst noch an Psycho-Tricks gibt, auffahren wird, um möglichst viele Bürger dazu zu bewegen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.“ Um den Widerstand zu brechen, kann man sich so manches Abgefeimte ausmalen.

Für die Geimpften als Belohnung eine Plakette, die sie öffentlich tragen dürfen

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Plakette „Ich bin geimpft – und Du?“ Jeder geimpfte Mensch darf sie tragen – gleichsam als Belohnung fürs Bravsein, für sein Verantwortungsgefühl. Vermitteln an die Nicht-Geimpften lässt sich damit gleich zweierlei. Erstens: Wer sie trägt, signalisiert: Seht her, ich bin ein Braver, von mir geht keine Ansteckungsgefahr aus, vor mir seid ihr sicher. Zweitens: Wer ohne Plakette herumläuft, setzt sich sichtbarlich dem Vorwurf der Unverantwortlichkeit aus, wird Vorhaltungen zu hören bekommen, hält das schwer aus, wird so mit sanftem Zwang auf den rechten Weg gebracht.

Die schärfere Form: Aus dem Tragerecht wird eine Tragepflicht

Um eine verschärfte Form der Impfplakette würde es sich handeln, wenn die Geimpften sie tragen müssten. Es mag nämlich sein, dass geimpfte Menschen ihre Impfung öffentlich gar nicht zeigen wollen. Es wäre ihr gutes Recht; auch andere Orden werden freiwillig getragen. Aber dann wären sie gewisslich dem gleichen Vorwurf und der gleichen Vorhaltung ausgesetzt wie die Impfverweigerer. Politiker wird das nicht ruhen lassen, und sie werden es in ihrer unendlichen Fürsorge für die Menschen als Zumutung darzustellen wissen. Und schon machen sie aus dem Tragerecht eine Tragepflicht. Ergebnis für die Impfgegner wie oben dann erst recht. Sie werden sich von den folgsam Geimpften herabgewürdigt und beschimpft sehen. Vorstellbar sind bürokratische Weiterungen: Es wird gefälschte Plaketten zu kaufen geben. Den Fälschern ist das Handwerk zu legen. Neue Verordnungen werden notwendig. Die sind durchzusetzen und zu überwachen.

Oder die Impfverweigerer müssen eine Plakette tragen

Doch geht es auch noch infamer. Mit einer Plakette weisen sich nicht die Geimpften aus, sondern die Impfgegner müssen eine tragen. Einer Aufschrift bedarf es nicht, eine helle, leicht erkennbare Farbe auf runder Scheibe genügt. Das brandmarkt sehr schön und stempelt sie ab als hochansteckende Aussätzige, die von anderen Menschen zu meiden sind. Ladengeschäfte werden ihnen den Zutritt verwehren, Theater und Konzertsäle den Besuch von Aufführungen, Museen sich ihrer entledigen, Gaststätten und Restaurants sie des Haues verweisen. Es liefe darauf hinaus, sie vom öffentlichen Leben auszusperren. Doch wie erwischt man Impfverweigerer, die der Plaketten-Tragepflicht nicht nachkommen? Ganz einfach natürlich: Jeder Geimpfte muss den Impfnachweis bei sich führen wie den Personalausweis, und Ordnungskräfte, die ohnehin schon herumschwärmen, können jeden ohne Plakette jederzeit zum Vorzeigen des Impfnachweises auffordern. Auch so gleitet die Gesellschaft weiter in den Überwachungsstaat hinein.

Der Vorschlag, Impfgegner sozial auszusondern

Alles bloß Auswüchse der Phantasie? Keineswegs. Nikolaus Blome, bis Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur und Politik-Chef der „Bild“-Zeitung, verlangt für Impfverweigerer soziale Aussonderung und Prangerwirkung. In einer „Spiegel“-Kolumne mit dem Titel „Impflicht! Was denn sonst?“ schreibt er unter anderem: „Eine SPD-Ministerpräsidentin warnt vor ‚Sonderrechten‘ für Geimpfte, und die Bundesjustizministerin barmt gar ob der ‚gesellschaftlichen Nachteile‘, die Ungeimpften drohen könnten. Ich hingegen möchte an dieser Stelle ausdrücklich um gesellschaftliche Nachteile für all jene ersuchen, die freiwillig auf eine Impfung verzichten. Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.“

Der Vorschlag, erkrankten Impfgegnern den Versicherungsschutz zu nehmen

Es geht auch noch schlimmer. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), will mit Impfverweigerern besonders rigoros verfahren: Wenn sie an Covid-19 erkranken, sollen sie den Versicherungsschutz verlieren. Er fordert das in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“. Wörtlich und gewundener: Er fordert zu prüfen, „ob Impfverweigerer (ohne medizinische Indikation) wegen der aus ihrem Verhalten resultierenden externen Effekte dadurch sanktioniert werden können, dass bei ihnen kein Versicherungsschutz im Falle einer Covid-19-Erkrankung besteht. „Da die Betreffenden das Risiko offenkundig gering schätzen, ist für sie die subjektiv erachtete Eintrittswahrscheinlichkeit niedrig, der finanzielle Schaden bei Eintritt aber groß, was Anreizwirkungen haben sollte.“

Ein Impfen erzwingen ohne Konflikt mit dem Grundgesetz

Damit, so Hüther gnädig, würden die Impfgegner nicht aus dem Gesundheitsschutz herausgenommen, sondern nur aus dessen solidarischer Finanzierung. Natürlich gehe das erst einmal nur in der gesetzlichen Krankenversicherung. Und ja, es sei eine teilweise Abkehr vom Solidarprinzip. Dem stehe aber das Schutzinteresse der Solidargemeinschaft vor übergebührlicher Inanspruchnahme entgegen. Hüther will ein Impfen erzwingen, ohne mit dem Grundgesetz in Konflikt zu geraten: „Eine Impfpflicht kollidiert mit mehreren Grundrechten.“ Strafgelder oder der Zugang zum öffentlichen Leben nur mit Impfausweis seien rechtlich ebenfalls heikel. Mit seinem Vorschlag glaubt er also die Grundrechte umgehen zu können. Hüther hat sich schon bisher nicht durch Staats- und Anordnungsferne ausgezeichnet.

Impfgegner und Querdenker hingestellt als mutwillige Gefährder

Die Impfverweigerer sieht Hüther als Menschen, „die ihre Mitmenschen mutwillig gefährden“. Der Umgang mit ihnen sei eine besondere Herausforderung. Zwar könne niemand bei aller Vorsicht ausschließen, ein Infektionsrisiko für andere Menschen darzustellen. Doch diese gebotene Obacht würden einige Personen willentlich, manche sogar böswillig unterlassen. Diese „Querdenker“ träfen sich zwar real, doch seien sie – „so zeigen erste soziologische Analysen“ – in einer surrealen Welt selbstgezimmerter Gewissheiten zu Hause. Man könne diesem Verhalten mit dem Ordnungsrecht nicht beikommen, mit moralischer Überzeugungsarbeit und allwissender Gegenrede ebenso wenig. Ich füge hinzu: Wohl wahr, aber umgekehrt bei Leuten wie Hüther – und das ist die irregeführte Mehrheit – ist es nicht anders. Hüther sieht „das Bedenkliche an der Querdenker-Position“ nicht in deren Anspruch, unzweifelhaft recht zu haben, oder in deren Bereitschaft, sich selbst besonderen Risiken auszusetzen, sondern darin, willentlich in Kauf zu nehmen, andere zu schädigen. (Link zum ganzen Beitrag am Ende des Artikels)

Eine weitere Variante, die Impfgegner kleinzukriegen

Noch eine andere Variante, um die Impfgegner kleinzukriegen, regt Wolfram Henn an. Er ist Humangenetiker und Professor an der Universität des Saarlandes sowie Mitglied des Ethikrats der Bundesregierung. In einem offenen Brief fordert er die Verweigerer und Zweifler der Corona-Impfung dazu auf, auf eine lebensrettende Beatmung und damit medizinische Versorgung zu verzichten, wenn sie selbst an Covid-19 erkranken: „Wer partout das Impfen verweigern will, der sollte, bitte schön, auch ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: Ich will nicht geimpft werden! Ich will den Schutz vor der Krankheit anderen überlassen! Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen.“ Man dürfe das Feld nicht „Querdenkern und Impfgegnern“ überlassen: „Diesen Panikmachern empfehle ich dringend, mal ins nächste Krankenhaus zu gehen und ihre Verschwörungstheorien den Ärzten und Pflegern zu präsentieren, die gerade völlig ausgepowert von der überfüllten Intensivstation kommen. Die werden ihnen was husten.“

Eine Umfrage zur Impfbereitschaft

Seit April nimmt die Impfbereitschaft in der Bevölkerung ab, war am 7. Dezember in der „FAZ“ zu lesen (Seite zehn). Die Mainstream-Berichterstattung darüber, wie viele Menschen sich wirklich impfen lassen wollen, ist nicht gerade üppig. Die Online-Information „Philosophia Perennis“ berichtete am 15. Dezember von der Umfrage der „Siegener Zeitung“. „Würden Sie sich impfen lassen?“, hatte sie am gleichen Tag ihre Leser gefragt. Dauern sollte die Umfrage bis 16 Uhr. Doch schon kurz nach zwölf Uhr beendete die Zeitung die Umfrage. Der vermutete Grund: 71 Prozent der 1.355 Antworten lauteten auf Nein, nur 24 Prozent auf Ja, fünf Prozent erklärten sich für „noch unentschlossen“.

Eine andere Umfrage zur Impfbereitschaft

Eine (nicht repräsentative) Umfrage der „Lübecker Nachrichten“ (LN) in Ostholstein ergab: Impfwillige sind in der Minderheit. „Extrem verhalten“ sei die Resonanz auf die Impfmöglichkeit in den drei Impfzentren, die dort schon eingerichtet sind, aber noch keinen Impfstoff haben. Irgendeine Prozentzahl nannte das Blatt nicht, gab nur persönliche Äußerungen etlicher Einwohner wieder. In der Grippe-Saison 2017/2018 haben sich nur zehn Prozent der deutschen Bevölkerung gegen Grippe impfen lassen (Quelle: Ärzteblatt und Techniker Krankenkasse). Damals hatte es aber auch keine Panikmache gegeben, obwohl es mehr Grippekranke und Grippetote gab als davor und in der Saison danach.

Die möglichen Folgen überstürzter Impfstoff-Entwicklung

Alles andere als für das Impfen ermunternd wirken Berichte über die möglichen Folgen zu überstürzter Impfstoffentwicklung, über zu kurze Prüfstudien, über Notfallzulassung, über die noch nicht hinreichende Verlässlichkeit des Impfstoffs und über teils schlimme Impffolgen. Antworten auf wichtige Fragen (wie: Sind die Impfstoffe ausreichend sicher? Sind alle Bevölkerungsgruppen gleich geschützt? Wie lange hält der Impfschutz an?) bleiben noch zu sehr im Vagen. Der Biontech-Pfizer-Impfstoff wird erst mit einer nur bedingten Zulassung verabreicht. Eine reguläre Marktzulassung ist nur dann möglich, wenn die im Zulassungsantrag angemeldete zweijährige Studiendauer abgeschlossen ist.

Nicht viel Vertrauenerweckendes

Über Langzeitschäden der Impfstoffe ist noch gar nichts bekannt. Unklar ist auch, ob eine Covid-19-Impfung überhaupt davor schützt, Träger und Ausscheider von Sars-CoV-2 zu sein. Deshalb gelten die Corona-Verhaltens- und -Hygieneregeln noch weiter – und auch ganz sicher für viele Monate („FAZ“ vom 7. Dezember, Seite zehn). Studien über die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und auch die Nachhaltigkeit der verschiedenen Impfstoffe gegen das Corona-Virus fehlen noch. Der Ex-Vizechef von Pfizer warnt vor der Massenimpfung mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff: „Es ist nur eine Notzulassung.“ Er eigne sich in der derzeitigen Form nur für experimentelle Zwecke. „Man impft eine Bevölkerung nicht durch, nur weil einer von einer Million eine Infektion nicht überleben könnte.“ Auch warnt er vor jeder Form einer Impfpflicht Das alles klingt nicht sonderlich vertrauenerweckend.

Akute medizinische Notfälle als Nebenwirkung der Impfung

Mit dem von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff sind bis zum 18. Dezember 112.807 Personen geimpft worden. 3.150 (knapp drei Prozent) von ihnen reagierten mit starken bis gesundheitsgefährdenden Symptomen. Bei einigen von ihnen führte das Impfen zu akuten medizinischen Notfällen. Fast drei Prozent aller Geimpften sind/waren nach der ersten Dosis nicht in der Lage, an normalen täglichen Aktivitäten teilzuhaben oder arbeiten zu gehen. Oder sie brauchten ärztliche Hilfe oder die von professionellem medizinischen Pflegepersonal.

Das Impferlebnis der amerikanischen Krankenschwester Tiffany Dover

Als konkretes Beispiel mag das Impferlebnis von Tiffany Dover dienen. Sie ist Chef-Krankenschwester einer Covid-Station in Chattanooga (Tennessee). Dort ließ sie sich vor laufender Kamera impfen. Der „Wochenblick“ (Oberösterreich) vom 18. Dezember berichtet: „Zuvor sprach die Frau noch ein Gebet. Doch das half offenbar nicht. Denn was dann geschah, schockierte: Sie brach einfach zusammen! Obwohl sie zuvor durch die Impfung regelrecht umgeboxt wurde, versuchte die Chef-Krankenschwester alles daranzusetzen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. In einer darauffolgenden Pressekonferenz erklärte Tiffany Dover, dass es bei ihr ganz normal sei, dass sie ohnmächtig werde, wenn sie Schmerzen erleide. – Doch schon wieder hatte sie mit einer noch heftigeren Ohnmachtsattacke zu kämpfen. Und brach wieder vor laufenden Kameras zusammen.“ Der „Wochenblick“ schreibt weiter, das Video sei gelöscht worden und mittlerweile unauffindbar. Offenbar sei es in dem Video darum gegangen, die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Aber mit diesem Ergebnis ist es dort wahrscheinlich nicht so gut angekommen.

Nebenwirkungen als „Ausweis einer starken Immunantwort“

Die „FAZ“ wiegelt ab. Akute Schäden durch die Impfung seien bisher keine bekannt geworden. Schwere Nebenwirkungen, die als klinisch behandlungsbedürftig angesehen würden, gebe es bei den fast 80 000 freiwilligen Impflingen bisher nicht. Insbesondere nach der zweiten Impfdosis sei es in etwa einem Fünftel der Fälle vorübergehend zu Nebenwirkungen gekommen: Kopfschmerzen, Erschöp­fung, Schwellungen, Fieber, Schwindel oder Muskelschmerzen an der Einstichstelle. Diese Symptome gälten aber als Ausweis einer starken Immunantwort und zeigten für die Fachleute, dass die Vakzine wirkten und das Immunsystem der Geimpften wie gewünscht reagiere. („FAZ“ vom 7. Dezember, Seite zehn).

Weltweit noch kein Corona-Impfstoff regulär zugelassen

Unbestritten aber ist: „Weltweit gibt es noch keinen Corona-Impfstoff, der regulär zugelassen wurde. Dazu bedarf es nämlich der entsprechenden Ergebnisse aus Langzeitstudien. Diese können noch nicht vorliegen, also behilft man sich mit Notfallzulassungen. Trotz der damit verbundenen nicht unerheblichen Risiken für die zu impfenden Personen.“ Gleichwohl – wenn man der regelmäßigen Erhebung des „Covid-10 Snapshot Monitoring“ (CoSMo, Link am Ende), Stand Anfang Dezember, glauben darf – würden sich in Deutschland derzeit 50 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 impfen lassen. Wie hoch der Prozentsatz der Geimpften sein sollte, damit die Ausbreitung des Virus deutlich abgebremst oder gar eine Herdenimmunität erreicht werde, sei noch unklar („FAZ“ vom 7. Dezember, Seite zehn).

Angst in Österreich vor direktem oder indirektem Impfzwang

In Österreich zielt Bundeskanzler Sebastian Kurz mit seiner Corona-Politik auf die Massenimpfung der Bevölkerung ab, berichtet der Online-Informationsdienst „Unzensuriert“. Und das, obwohl über Nebenwirkungen, Langzeitfolgen und die Wirkung an sich nach wie vor wenig bekannt sei. Den Antrag, bei Impfschäden durch die Covid-19-Impfung wie sonst üblich Ersatz zu leisten, habe die schwarz-grüne Regierung Anfang Dezember abgelehnt. Die Pharmakonzerne übernähmen für ihren Corona-Impfstoff ebenfalls keine Haftung. Entsprechend groß sei die Skepsis und groß auch die Angst vor einem direkten oder indirekten Impfungszwang. Gegen einen solchen Zwang wende sich die Anti-Impfpflicht-Initiative. Sie wolle ein Diskriminierungsverbot für Nicht-Geimpfte sowie die Impffreiheit in der Verfassung festschreiben und habe ein Volksbegehren eingeleitet. Eine Online-Petition gegen einen Impfzwang hat am 17. Dezember die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) durch ihren Vorsitzenden (Obmann) Norbert Hofer angekündigt.

Das Impfen muss nach Verhältnismäßigkeit und Vernunft freiwillig sein

Was wäre verhältnismäßig und vernünftig? Impfen und immunisieren lassen soll sich, wer will – wie bisher „vor Corona“. Wer geimpft ist, darf sich immunisiert fühlen. Dann geht es ihn aber nichts an, wenn sich andere nicht impfen lassen wollen, weil sie das Risiko einer möglichen Ansteckung durch das Virus im Vergleich zu den Impfrisiken für das kleinere Übel halten. Verständlicherweise kann ja umgekehrt ein Nicht-Geimpfter von anderen auch nicht verlangen, sich impfen zu lassen, um sich selbst vor der Ansteckung zu bewahren. Wer für das Impfen werben will, soll es tun – zum Beispiel der Staat oder der Arbeitgeber, wenn sie glauben, dafür die Verantwortung und gegebenenfalls die Haftung übernehmen zu können. Aber nicht geben darf es einen Impfzwang, denn schützen durch freiwilliges Impfen kann sich jeder Einzelne selbst. So bleibt das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit nach Artikel 2 (2) GG gewahrt.

Die Freiheit, die Schutzmaske zu tragen oder auch nicht

Ebenso ist mit der Maske zu verfahren, der „Mund-Nasen-Bedeckung“. Tragen soll sie, wer will, wenn er sich dadurch vor Ansteckung geschützt fühlt und andere vor möglicher Ansteckung durch sich zu bewahren glaubt. Dann geht es ihn aber nichts an, wenn andere die Maske nicht tragen wollen, weil diese das Risiko einer möglichen Ansteckung im Vergleich zu deren Folgen als das geringere Risiko bewerten. Maskenträger, die befürchten, von Maskenträgern infiziert zu werden, sind auf ihre Masken zu verweisen, von denen sie glauben, dass diese sie vor Infizierung schützt. Das ist Schutz genug. Von anderen ein Maskieren zu verlangen, weil man sich selbst maskiert, greift über Gebühr in deren Freiheitsrechte ein. Ansteckungsmöglichkeiten für Krankheiten gibt es massenweise. Was Staat und Gesellschaft an Schutzmaßnahmen dagegen bisher entwickelt haben, reicht aus. Mehr bedarf es nicht. Totale Sicherheit gegen alles ist ohnehin nicht möglich. Und auch nicht ratsam, denn sie geht immer auf Kosten individueller Freiheit. Im Übrigen: Lebensgefährlich war das Leben auf mannigfaltige Weise schon immer. Manche Gefahr lässt sich verringern, jede nicht.

Die Corona-Spielwiese als Schlachtfeld der Corona-Akteure

Eine andere Gefahr, die droht ist, diese: Mit Corona hat sich eine Spielweise aufgetan für politischen Betätigungsdrang, für Ablenkung von weit gefährlicheren Dringlichkeiten, für Machtpolitik und für Aufregungsberichterstattung. Auf ihr tummeln sich die Akteure wie auf einem Schlachtfeld gegen einen Feind, den sie überdimensioniert aufgeblasen haben. Dieser Corona-Wahn wird sich hinziehen – ob als Wahn ohne Sinn oder ob als Wahn mit Sinn –, Wahnsinn ist das eine wie das andere. Die nächste Angstmache mit einer Covid-19-Virus-Variante hat schon begonnen. In Großbritannien sollen mutierte Coronaviren entdeckt worden sein, vorerst mit der Typenbezeichnung 501.V2. Das mutierte Virus ist angeblich deutlich aggressiver als das bisherige SARS-CoV2-Virus. Um die Menschen in Angst und gefügig zu halten, lassen sich solche Entdeckungen immer wieder auftischen und zur dauerhaften Instrumentalisierung missbrauchen. Das müssen wir verhindern.

Weihnachten im Wahn

Fröhliche Weihnachten? Nein, verrückte Weihnachten. Eben Weihnachten im Wahn. Nur werden zum Leiden auch jene gezwungen, die sich außerhalb des politischen Mainstreams bewegen und informieren sowie ihren klaren Verstand und klaren Kopf bewahrt haben.

„Spiegel“ – „Impflicht! Was denn sonst?“

„Handelsblatt“ – Kommentar von Michael Hüther

„oe24“ – Brandrede von Prof. Dr. Wolfram Henn

„Ärzteblatt“ – „Nur jeder zehnte Deutsche lässt sich gegen Grippe impfen“

Podcast „Epoch Times“ – Ex-Vizechef von Pfizer warnt vor Massenimpfung

Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums

„Die Freie Welt“ – „Impfungen in den USA mit hoher Auffälligkeitsquote“

„Wochenblick“ – „Video: Krankenschwester lässt sich impfen und bricht zusammen“

„Die Freie Welt“ – „Notfallzulassung für Impfstoff soll erwirkt werden“

„Covid-19 Snapshot Monitoring“

„Unzensuriert“ – geplante Massenimpfung in Österreich

„Unser Mitteleuropa“ – Petition der FPÖ gegen Impfzwang

„Die Freie Welt“ – Mutierte Coronaviren in Großbritannien


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