14. Dezember 2020

Corona-Schnelltest in Österreichs Parlament Cola-Trinker, aufgepasst

Der FPÖ-Fraktionsvorsitzende Michael Schnedlitz führt die Absurdität der Tests vor

von Klaus Peter Krause

Artikelbild
Bildquelle: BORIMAT PRAOKAEW / Shutterstock.com Achtung: Ist Coca-Cola Überträger von Covid-19?

Cola-Trinker, aufgepasst. Zu lachen gibt es in diesen lausigen Corona-Zeiten wahrlich nichts. Zuweilen aber doch. Sogar kaputtlachen kann man sich. Die Lacher auf seiner Seite hat der österreichische FPÖ-Abgeordnete Michael Schnedlitz. Am 11. Dezember zelebrierte er am Redner-Pult des österreichischen Parlaments, während er sprach, einen Corona-Schnelltest, „damit Sie sehen, wie wertlos und fehlgeleitet diese Massentestungen sind“. Allerdings führte er ihn nicht an sich selbst vor, sondern an einem Cola-Getränk und sagte: „Ich habe hier einen Test mitgebracht, direkt aus einem Ministerium, mit dem auch die Massentests in einem Ministerium durchgeführt werden.“ Neben sich hatte er ein Glas mit Cola gestellt. In diese Cola tunkte er, während er weitersprach, ein Stäbchen und strich es auf dem mitgebrachten Teststreifen ab, fuhr mit seiner Rede fort, sah auf den Teststreifen und sagte: „Mittlerweile, sehr geehrte Damen und Herren, liegt auch das Testergebnis Ihrer Steuergeldverschwendung vor.“ Diese Cola habe einen positiven Corona-Befund ausgelöst. Und an den Präsidenten des Parlaments gewandt, sagte er, jetzt liege im Parlament ein akuter „Corona-Fall“ vor: „Ich weiß nicht, wie Sie damit umgehen.“ Ein Freund kommentiert: „Kabarett kann es auch nicht besser!“ Der Info-Dienst „Unser Mitteleuropa“ vom 12. Dezember schreibt: „Auch das Ausland lacht.“

Auf diese Idee muss man erst einmal kommen – eine feurige Rede

Die Sechs-Minuten-Rede von Schnedlitz finden Sie als Link am Ende des Artikels. Er spricht darin von „absurden Massentestungen, die nichts anderes sind als eine großangelegte Umverteilung von zig Millionen Euro Steuergeld – von der Bevölkerung in Richtung Pharmaindustrie“. Schnedlitz ist Abgeordneter in Österreichs Nationalrat und Generalsekretär der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Unter der Überschrift „Live im Parlament bewiesen: Cola führt zu positivem Corona-Test“ berichtet die Zeitung „Wochenblick“ aus Oberösterreich: „Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Michael Schnedlitz beträufelte den Schnelltest bei Minute zwei seiner Rede mit Cola – etwa bei Minute fünf lag das Testergebnis vor: Sein Cola war offensichtlich schwer an der schlimmsten Krankheit des Jahrhunderts – Covid-19 – erkrankt. Denn das Ergebnis war positiv. Dabei hatte Schnedlitz nach eigener Aussage denselben Schnelltest verwendet, der bei den bekanntlich enorm fehleranfälligen Massentests der Regierung Anwendung findet.“ In einer feurigen Parlamentsrede habe der FPÖ-Generalsekretär mit der Corona-Politik der Regierung abgerechnet.

Fragen über Fragen

Angesichts dieses lustigen Tests drängen sich doch ein paar Fragen auf: Müsste Schnedlitz jetzt nicht sofort in Quarantäne? Oder das ganze Parlament? Oder alle, die in den letzten fünf, sechs Tagen Cola getrunken haben? Wie viele als infiziert Getestete sind Cola-Trinker? Darf Cola überhaupt noch getrunken werden? Werden die Panik-Politiker dieses Getränk also auch noch verbieten? Und wird es für Coca-Cola und andere Cola-Getränke nunmehr einen Umsatzeinbruch geben? Werden die Hersteller dieser dunklen Brause den Abgeordneten jetzt wegen Geschäftsschädigung verklagen?

Artikel in „Unser Mitteleuropa“

Rede von Michael Schnedlitz


Artikel bewerten

Artikel teilen

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Coronavirus

Mehr von Klaus Peter Krause

Über Klaus Peter Krause

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige