22. Oktober 2020

Deutsche Ärzte zu den Corona-Maßnahmen Es ist Zeit für eine Rückkehr zu einem Leben ohne Einschränkungen, Angst und Infektionshysterie!

Ein offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel

von Vera Lengsfeld

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Bildquelle: Jaz_Online / Shutterstock.com Offene Kritik an den Corona-Einschränkungen: Auch vielen Ärzten reicht es jetzt

Dieser offene Brief von über vierzig Ärzten an Bundeskanzlerin Merkel, der schon einige Tage alt ist, wurde von Politik und Haltungs-Medien nicht beachtet. Die Argumente der Ärzte sind es aber wert, diskutiert zu werden, deshalb verbreite ich ihn hier weiter.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

wir, die Unterzeichner, sind Ärztinnen und Ärzte aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, die über Jahrzehnte Menschen in Praxen und Kliniken betreuen. In dieser Zeit haben wir mehr als ein saisonales Infektionsgeschehen in Deutschland miterlebt, die meisten mit weitaus schwerwiegenderen Erkrankungen und wesentlich mehr Todesfällen als seit Januar 2020 durch die Covid-Infektionserkrankungen.

Wir betreuen zusammen circa 70.000 Menschen.

Die Umstande der Corona-Infektionswelle in der BRD haben wir anders wahrgenommen, als dies der Bevölkerung seit Monaten in dramatisierender Weise durch die Medien und die fortwährenden, von der Sachlage her nicht gerechtfertigten Warnungen der Politik dargestellt wurde. Prognosen einzelner beratender Virologen mit Millionen schwer Erkrankten und hunderttausenden Toten in Deutschland haben sich in keinster Weise bewahrheitet.

ln den Praxen waren kaum infizierte Patienten und wenn, dann mit normalen, meist milden Verläufen einer Virusgrippe. Die Krankenhäuser waren so leer wie noch nie zuvor. Es gab keine Überlastungen von Intensivstationen. Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal wurden in Kurzarbeit geschickt.

Auch wir haben anfänglich die auf uns zulaufende Viruswelle als bedrohlich empfunden und konnten Verständnis für die Infektionsschutzmaßnahmen aufbringen. Mittlerwelle liegen jedoch über Monate hinweg gesicherte Erkenntnisse und Fakten dafür vor, dass diese Viruswelle nur etwas intensiver als eine gewöhnliche saisonale Grippe ist und wesentlich harmloser, als zum Beispiel die Influenza-Infektion 2017/2018 mit 27.000 Todesfällen in Deutschland eingestuft werden muss. Entsprechend der Datenlage liegt seit Monaten keine Bedrohung der deutschen Bevölkerung durch Covid-19 mehr vor.

Dies muss Anlass dafür sein, in Deutschland wieder zu einem normalen Leben zurückzukehren – ein Leben ohne Einschränkungen, Angst und Infektionshysterie.

Wir sehen zunehmend ältere Menschen mit Depressionen, kleine Kinder und Jugendliche mit gravierenden Angst- und Verhaltensstörungen, Menschen mit schweren Erkrankungen, die bei rechtzeitiger Behandlung möglicherweise hätten geheilt werden können. Wir bemerken Störungen im zwischenmenschlichen Miteinander, Hysterie und Aggressionen, ausgelöst durch Infektionsangst, es kommt vermehrt zu Verunglimpfungen und Denunziationen von „positiven Abstrichopfern“ – all dies führt zu einer noch nie dagewesenen Spannung und Spaltung der Bevölkerung. Die Entwicklung zusätzlicher schwerer chronischer Krankheiten ist absehbar. Diese Erkrankungen mit ihren schweren Folgen werden voraussichtlich die möglichen Covid-19-Schäden in der BRD bei Weitem übertreffen.

Die Unterzeichner fordern daher die Verantwortlichen im Gesundheitswesen und der Politik auf, ihrer Verantwortung für die Menschen unseres Landes nachzukommen und diese bedrohliche Entwicklung unmittelbar abzuwenden. Wir fordern eine sofortige Aufarbeitung der vorliegenden Daten durch ein unabhängiges Gremium aus Experten aller relevanten Fachgruppen und eine zeitnahe Umsetzung der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Menschen unseres Landes.

Wir fordern, ineffektive und möglicherweise sogar schädliche Infektionsschutzmaßnahmen sofort zu beenden und die Sinnhaftigkeit von Massentesten (zurzeit 1,1 Millionen Tests/Woche, davon 99,3 Prozent negativ, Kosten pro Woche: 82,5 Millionen Euro) ebenfalls durch ein Gremium unabhängiger Experten prüfen zu lassen.

Wir fordern, den Schutz von Risikopatienten und nur von diesen zu intensivieren, bei denen jeder Virusinfekt einen dramatischen Verlauf nehmen kann – die gesunde, immunkompetente Bevölkerung benötigt keinen Schutz, der über die seit Generationen bekannten und bewährten allgemeinen Maßnahmen zur Hygiene und Gesunderhaltung hinausgeht. Besonders Kinder und Jugendliche benötigen Kontakte mit Viren zur „Formatierung“ ihres Immunsystems. Coronaviren hat es schon immer gegeben und wird es auch weiterhin geben. Natürliche Immunität ist die Waffe dagegen. Die von der Politik geforderte Mund-Nase-Bedeckung entbehrt hingegen einer soliden wissenschaftlichen Grundlage.

Wir fordern Politiker und ärztliche Standesvertreter auf, die tägliche öffentliche Warn- und Angstmaschinerie in Presse und Talkshows zu unterlassen – dies erzeugt eine tiefe und unbegründete Angst in der Bevölkerung.

Der Bundestag hat gemäß § 5 IfSG eine „Epidemische Lage von nationaler Tragweite“ festgestellt. Die Voraussetzungen hierfür liegen ganz offensichtlich nicht mehr vor. Wir fordern die Abgeordneten des Bundestages daher auf, diese Feststellung umgehend aufzuheben und damit die Entscheidung und Verantwortung für diesbezügliche Maßnahmen wieder dorthin zu verlagern, wohin sie gehören: in die Hand des demokratisch legitimierten Parlaments.

Wenn es eine unabhängige freie Presse in Deutschland gibt, fordern wir diese auf, in alle Richtungen zu recherchieren und auch kritische Stimmen zuzulassen. Eine Meinungsbildung kann nur stattfinden, wenn alle Stimmen wertfrei gehört und Zahlen und Fakten neutral bewertet werden.

Durch täglichen Kontakt mit den uns anvertrauten Menschen und vielen geführten Gesprächen wissen wir als an der Basis der Bevölkerung tätige Ärztinnen und Ärzte, dass das Hygienebewusstsein der Menschen durch die Erfahrung dieser Viruswelle so weit gewachsen ist, dass übliche Hygienemaßnahmen ohne Zwang zukünftig ausreichen.

Gezeichnet:

Dr. Robert Kluger

Dr. Bruno Weil

Dr. Antonia Mazur

Dr. Felix Mazur

Dr. Katharina Hotfiel

Dr. Christine Knshnabhakdi

Dr. Hanna Lübeck

Heiko Strehmel

Dr. Norbert Bell

Dr. Heinz-Georg Beneke

Dr. Hans-Jürgen Beckmann

Dr. Thomas Hampe

Dr. Lukas Meiners

Radim Farhumand

Dr. Tillmann Otlerbach

Dr. Ulrich Rebers

Dr. Hubert Haar

Dr. Verena Meyer-Rahe

Dr. Manfred Conradt

Dr. Matthias Keillch

Phv.-Doz. Dipl.-Psych. Dr. Christian Wolff

Dr. Holger Schröder Dr. Michael Kühne

Dorothe Göllner

Dr. Wolf Schräder

Dr. Dr. Ernst Schahn

Dr. Michael Seewald

Stefan Kurz

Konrad Schneider-Grabenschroer

Dr. Anna Pujdak

Dr. Stefan Sälzer

Dipl.-Med. Holger Dreier

Dr. Norbert Katte

Dr. Thomas Gerenkamp

Dr. Flllp Salem

Dominik Witzei

Dr. Karsten Karad

Dr. Georg Rüwekamp

Schmidt Krause, Renate

Dr. Ulf Schmerwitz

Dr. Elisabeth Kiesel

Prof. Dr. Henbert Jürgens

Dr. Christine Jürgens

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.


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