22. April 2019

Aktion der britischen „Klimaschutz“-Gruppe „Extinction Rebellion“ Umweltschützer müllen London voll

Woher kommt diese Generation?

von Michael Klein

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Bildquelle: Kevin J. Frost / Shutterstock.com Schnieke Öko-Spinner: Extinction Rebellion

Wenn sich eine Gruppe „Extinction Rebellion“ nennt, dann ist schon in der Benennung deutlich, dass es hier nicht um ein ernsthaftes Anliegen geht. Deshalb gelten die Kinder aus der Mittelschicht, die derzeit in Großbritannien versuchen, sich als Klimaretter zu inszenieren und in den Spuren von Bill Gates und anderen Superreich-Gelangweilten zu wandeln, die erst den Umweltschutz und dann das Klimaretten erfunden haben, als „posh eco-loons“, was man wohl am besten mit „schnieke Öko-Spinner“ übersetzt.

Dass es den „Extinction Rebels“ nicht darum geht, irgendein Klima zu retten, schon weil es Menschen nicht möglich ist, das Klima zu retten, sondern darum, so viel Ärger und Unbill wie nur möglich zu veranstalten, in der Weise, in der Jugendbanden immer versucht haben, Ärger und Unbill zu veranstalten, wird an vielen Kleinigkeiten deutlich. Aber keine Kleinigkeit ist so bezeichnend wie der Müll, den die Klimaschützer in London hinterlassen haben, in der festen Überzeugung, dass es bestimmt einen Ethnic oder einen sonstigen ihnen untergeordneten Menschen gibt, der ihren Müll beseitigt.

Was diese gelangweilten Mitglieder moderner Jugendbanden neben der Anspruchshaltung und dem unbewussten Schlafwandeln durch die gepamperte Welt auszeichnet, ist ihre autoritäre Persönlichkeitsstruktur, die sie keine Sekunde auf den Gedanken kommen lässt, sie könnten sich irren, könnten danebenliegen.

Das ist das eigentlich Erschreckende an den Kindern, die gegen Klimawandel demonstrieren, dass sie die Tatsache, weitgehend bar jeder Kenntnisse über Zusammenhänge des Erdenklimas zu sein, durch die felsenfeste Überzeugung, für das Gute auf die Straße zu gehen und im Recht zu sein, wettzumachen versuchen. Der Meutenführer von Extinction Rebellion im Vereinigten Königreich, Robin Boardman-Pattison, hat dies in einer geradezu ikonischen Weise demonstriert. Weil – wie bei britischen Journalisten so üblich – er nicht mit Samthandschuhen angefasst wurde, weil Adam Boulton, Moderator bei Sky News, ihm entgegengehalten hat, seine Bande sei „eine Meute inkompetenter, ausschweifender Leute aus der Mittelklasse, die uns vorschreiben wollen, wie wir unser Leben zu leben haben“, hat er wutentbrannt das Studio verlassen.

Früh übt sich, wer sich als Handlanger totalitärer Regime verdingen will. Falls jemand eine Erklärung dafür hat, woher diese seltsame Generation, die so gar nicht an Jugend erinnert, kommt, bitte als Kommentar überlassen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf „Sciencefiles“.


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